Teddybär feiert Weihnachten

Buch des Monats: Teddybär feiert Weihnachten

Sternenglanz und Lichterschein,
Weihnachtsteddy will ich sein.

Heute nehmen wir euch mit in die Welt eines kleinen Teddybären, der sich nichts sehnlicher wünscht, als einmal ein richtiger Weihnachtsteddy zu sein! Er macht sich so seine Gedanken, was er dafür alles braucht: Mütze, Schal, Handschuhe und warme Socken sind wichtig. Aber wo bekommt der kleine Kuschelbär sie her?! Und was noch viel wichtiger ist: wird er es schaffen, sich rechtzeitig zu Weihnachten in einen echten Weihnachtsteddy zu verwandeln?!

Teddybär feiert Weihnachten

Teddybär feiert Weihnachten

Teddybär feiert Weihnachten

Teddybär feiert WeihnachtenIn diesem liebevoll illustrierten Pappbilderbuch für Kinder ab 24 Monaten von Ulrike Fischer und Tina Schulte aus dem Magellan Verlag geht es um einen kleinen Kuschelbären, der sich zu Weihnachten in einen echten Weihnachtsteddy verwandeln möchte. Auf sieben Doppelseiten erleben die kleinen Leser Schritt für Schritt die „Verwandlung“ vom Kuschelbären zum Weihnachtsteddy.

Auf jeder Doppelseite ist ein schöner Vierzeiler zu finden – gerade die Reimform fördert die Sprachentwicklung der Kinder. Unter jedem Vierzeiler spricht der kleine Teddy „Sternenglanz und Lichterschein, Weihnachtsteddy will ich sein.“ Diese Wiederholung haben die Kleinen schnell verinnerlicht und können sie – sofern sie schon sprechen (können) – schnell mitsprechen 🙂

Teddybär feiert Weihnachten

Vom Textumfang ist das Buch optimal: sowohl der Text auf den einzelnen Seiten als auch die Gesamtlänge des Buches sind gut gewählt. Und auf allen Seiten gibt es so viele schöne Dinge zu entdecken! Wir lernen das Zuhause des kleinen Kuschelbären kennen, begegnen im Wald Rehen, einem Fuchs und einem Hasen, besuchen den Weihnachtsmarkt und treffen sogar den Weihnachtsmann. An dieser Stelle habe ich allerdings einen Kritikpunkt, für den ich etwas weiter ausholen muss…

Nikolaus und Weihnachtsmann

Jedes Jahr aufs Neue stößt es mir mehr als sauer auf, wenn mir auf dem Weihnachtsmarkt weißbärtige Männer mit langen roten Mänteln und Pudelmützen begegnen, die schwülstig „Ho ho ho, ich bin der Nikolaus“ dahersingen. Als ich noch keine Kinder hatte, habe ich sie offen darauf angesprochen, dass sie keine Nikoläuse, sondern Weihnachtsmänner sind, heute übernimmt das Zwergenmann. Und wenn dann der Spruch kam „Is doch das Gleiche“, ist mir regelmäßig die Hutschnur geplatzt! Denn es ist nicht mal annähernd das Gleiche!

Der Nikolaus, der den Kindern in der Nacht zum 6. Dezember etwas in die Stiefel steckt, war ein Bischof. Er trug ein Bischofgewand und hatte eine Mitra auf dem Kopf und einen Bischofsstab in der Hand. SO und nicht anders hat ein Nikolaus auszusehen, wenn er sich als solchen bezeichnet. Und ja, das nehme ich sehr genau. Das hat nichts damit zu tun, dass ich katholisch bin. Ich wurde nicht streng gläubig erzogen und bin in dem Sinne auch kein gläubiger Christ. Es ist mir aber wichtig, dass der geschichtliche Hintergrund nicht verloren geht und dass diese Werte und Tugenden an unsere Kinder weitergegeben werden. Und zwar unabhängig davon, ob man nun Christ ist oder einer anderen Religion angehört.

Der Weihnachtsmann trägt das, was wir zur Zeit allerorts sehen: einen langen roten Mantel und eine rote Mütze. Er hat einen langen weißen Bart und einen Sack voller Geschenke dabei. Und die bringt er am Heiligen Abend – nicht am Nikolaustag. Der Nikolaus würde es sich ja auch nicht anmaßen und Heilig Abend auf der Matte stehen und dem Christkind unter die Arme greifen 😉

Versteht mich nicht falsch… Es darf jeder glauben, was er will. Aber wenn man seinen Kindern schon diese wunderbare Welt des Zaubers, der Träume und Fantasie lässt, dann sollte man es doch bitte geschichtlich richtig tun. Und deshalb missfallen mir Weihnachtsmänner in Kinderbüchern, die sich als Nikolaus ausgeben, ganz gewaltig.

Zurück zum Buch

Mausekind liebt ihr neues Weihnachtsbuch 🙂 Auch mit Nikolaus im Weihnachtsmannkostüm 😉 Wie ihr vielleicht im Beitrag über den Adventskalender gesehen habt, war es in einem der Päckchen versteckt… Es hat nun schon ein paar Lesestunden hinter sich und sieht noch immer aus wie neu. Die Pappseiten sind nicht zu dick und nicht zu dünn und halten richtig gut was aus! Hergestellt ist es wie alle Produkte vom Magellan Verlag natürlich auch in Deutschland und es wurde auf FSC-Papier gedruckt. Sollte es doch mal vom Bücherwurm angeknabbert werden, muss man sich keine Gedanken machen: die Farben sind auf Pflanzenölbasis hergestellt und es wurde lösungsmittelfreier Klebstoff verwendet. Alles in allem also ein tolles Buch für die Weihnachtszeit für kleine Leser 🙂

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