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10 Jahre gemeinsam durchs Leben… Happy Anniversary!

10 Jahre du und ich. Seit 10 Jahren gemeinsam durchs Leben. Das ist ne ganz schön lange Zeit… So lange gibt es den Vollblutpapi und mich nun schon im Doppelpack – nicht als Ehepaar, aber doch zumindest Seite an Seite 🙂 Der heutige Tag ist aber mehr als nur unser Jahrestag, er ist auch unser Hochzeitstag! Und den feiern wir heute schon zum 6. Mal 🙂 Da ist es doch an der Zeit, dass wir euch mal ein bisschen mehr über „den schönsten Tag in unserem Leben“ erzählen…

All Inclusive – Alles an einem Tag

Wenn man den Entschluss gefasst hat, den Bund des Lebens einzugehen, steht man vor einer großen Frage: wann?! Naja, genau genommen steht man vor zwei Fragen… Das WIE ist ja auch nicht ganz unwichtig. Denn neben einer standesamtlichen Trauung kommt ja auch noch eine kirchliche Hochzeit in Betracht. Und sollte man sich dann für beides entscheiden, spielen die Termine wohl die größte Rolle: kirchlich kann man erst heiraten, wenn man standesamtlich getraut ist. In der Regel hat man dann also zwei Hochzeitstage und ich habe mich dabei immer gefragt, welchen Hochzeitstag ich dann später „feier“. Wann ist man denn so „richtig“ verheiratet, was zählt denn da eigentlich?!

Für uns stand deshalb schnell fest, dass wir standesamtlich und kirchlich an einem Tag heiraten wollen. So hat man nur einen „richtigen“ Hochzeitstag und vor allem auch nur eine Feier 😉 Der Plan: unser Jahrestag, der 3. Juni, wäre doch ein schönes Datum. Und 2011 war der 3. Juni auch noch ein Freitag – der Brückentag nach Christi Himmelfahrt. Super! Das Datum stand also schon mal fest. Den Plan hatten wir im August 2010 allerdings ohne die Obersten der Feuerwehr gemacht: nachdem wir den Saal reserviert, das Aufgebot bestellt und den Fotografen engagiert hatten, kamen die auf die tolle Idee, am Himmelfahrtswochenende bei der Feuerwehr einen „Tag der offenen Tür“ zu planen! Was jetzt erstmal nach „so what…“ klingen könnte, hatte einen blöden Beigeschmack. Während wir uns aus den Vorbereitungen und Abläufen hätten raushalten können, konnten das die meisten unserer Gäste leider nicht – die sind nämlich auch zu einem großen Teil Mitglieder der Feuerwehr! Trotz des Stresses auf dem Feuerwehrhof haben sie klammheimlich einen Polterabend geplant, den wir eigentlich gar nicht haben wollten, und haben uns beim Bogen aufhängen damit überrascht 😉 Das sind halt echte Feuerwehrleute 😉

Planung ist alles

Im Zuge unserer Planungen standen immer wieder Menschen kopfschüttelnd vor uns und haben uns gefragt, warum wir uns denn diesen Stress antun und alles an einem Tag machen wollen. Es wäre doch viel besser, wenn man das auf zwei Tage „aufteilt“… Warum Stress? Ein gewisses Maß an Stress ist ja so oder so mit einer Hochzeit verbunden. Aber hat man bei zwei Trauungen an einem Tag wirklich mehr Stress??? Konnte ich mir nicht so recht vorstellen. Also wurde alles konsequent geplant: zuerst haben wir uns um den Saal gekümmert. Ihr müsst nämlich wissen, dass so ein Freitag Anfang Juni, der dazu noch ein Brückentag ist, ein sehr beliebtes Datum für Hochzeiten ist – und da muss man dann fix sein, wenn man im Saal seiner Wünsche feiern möchte! In unserem Fall haben wir den Saal also echt früh – im September 2010 – reserviert und das war auch gut so, wie uns der Inhaber mitteilte. Er sagte uns damals, dass viele Paare zu spät kommen würden und dann lange Gesichter machen, wenn sie gesagt bekommen, dass leider nichts mehr frei ist. Erst gute 3 Monate nach der Reservierung konnten wir unser Aufgebot bestellen – kann man bei unserem Standesamt nämlich erst frühestens sechs Monate vor dem Trautermin! Aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, will ich alles rechtzeitig in trockenen Tüchern haben… Am 3. Dezember stand ich dann direkt morgens zur „Ladenöffnung“ am Standesamt – und war nicht die Erste! Ein anderes Paar war noch früher da als ich *lach* Nun war alles Wichtige geregelt und damit war der größte Stressfaktor schon mal beseitigt. Wir konnten den Pastor für die kirchliche Trauung informieren, uns mit dem Fotografen unserer Wahl zusammensetzen und die Feier planen…

03. Juni 2011 – Der große Tag

Für uns startete unser Hochzeitstag um 6.30 Uhr. Da ging nämlich der Wecker. Nach ner Dusche und einem schnellen Frühstück ging es für mich um 8.00 Uhr zum Frisör. Die Frisur hatten wir zuvor schon probegesteckt. Es saß also jeder Handgriff und nach einer Stunde war ich wieder auf dem Weg nach Hause. Dort haben wir uns gemeinsam für unsere Trauung im Standesamt fertig gemacht. Alle wichtigen Sachen habe ich in einer Tasche zusammengepackt, die den ganzen Tag von irgendwem hinter mir her geschleppt wurde, und um 10 Uhr ging es los in Richtung Historisches Rathaus. Man soll immer ne halbe Stunde vor der Trauung da sein – also um 10.30 Uhr, denn um 11.00 Uhr sollten wir den Bund fürs Leben eingehen. Ich war soooo nervös. Und Männe die Ruhe in Person *lach* Diese halbe Stunde im Trauzimmer war das Einzige in meiner Planung, was ICH nicht planen konnte – und das machte mir „Sorgen“. Ich wusste schlicht und ergreifend nicht, was da auf mich zukommt. Die letzte Hochzeit, bei der ich im Standesamt dabei war, lag bereits Jahre zurück…

Um kurz vor 12 Uhr – mit etwas Verspätung – betraten wir dann die Rathaustreppe als Mann und Frau. Was für ein komisches Gefühl. Aber die Anspannung war weg. Nach einem kleinen Sektempfang ging es dann für die nächsten Angehörigen zu meiner Mama. Bei ihr gab es Mittagessen – ein leckeres kleines Buffet, das sie organisiert hatte. Mein Appetit hielt sich allerdings in Grenzen… Generell habe ich an diesem Tag nicht viel gegessen. Wie ich gehört habe, geht das jeder Braut so 😉

Nach dem Essen verschwand der frisch gebackene Ehemann im Gästezimmer und ich im Schlafzimmer. Umziehen war angesagt. Denn um 14.30 Uhr hatten wir ein Date mit unseren Hochzeitsfotografen in der Stadt! Und von dort aus ging es direkt zur Kirche, die auch mitten in der Stadt lag. Der Vollblutpapi hat mich in meinem Brautkleid also zum ersten Mal im Flur in der Wohnung meiner Mutter gesehen. Ja, es gibt romantischere Orte *lach* Aber es hat dem Zauber des Augenblickes nichts genommen.

Um 14 Uhr ging es mit Eltern und Trauzeugen dann los zum verabredeten Treffpunkt. Unsere Fotografen warteten bereits auf uns und nachdem die Fotos mit Familie und Trauzeugen gemacht waren, zogen wir gemeinsam für etwa 1,5 Stunden durch die Stadt. Die Fotografen hatten nach einem Gespräch mit uns einige schöne Plätze ausgewählt. Unterwegs wurden wir dann mehrmals von Passanten gefragt, ob wir wirklich heiraten bzw. geheiratet haben, oder nur Modeaufnahmen machen *lach*

Den Abschluss der Fotosession gab es dann bei der Feuerwehr – denn bei der Feuerwehr hatten wir uns vier Jahre zuvor durch gemeinsame Freunde auch kennengelernt. Hier lebten wir seit drei Jahren in einer gemeinsamen Wohnung. Hier nahm uns auch der Trauzeuge des Vollblutpapis wieder in Empfang und fuhr uns anschließend pünktlich zur Kirche. Was im ersten Moment nach Stress und Arbeit klingt, verlief total entspannt. Wir waren überrascht, wie schnell zwei Stunden verfliegen können!

Um 17 Uhr zogen wir dann gemeinsam in die Kirche ein. Ich war entspannt wie nie – der Mann an meiner Seite nicht 😉 Hier war ich in meinem Element. Ich hatte den Gottesdienst geplant, wusste wann welcher Text und wann welches Lied kommt. Ich konnte es genießen. Der Vollblutpapi hingegen war etwas unsicher – wir haben uns das Eheversprechen selber gegeben. Ja gut, wir haben es abgelesen. Aber da an einem Mikrofon zu stehen, wenn viele Augen auf einen gerichtet sind, ist auch nochmal was anderes, als einfach nur irgendwann mal „ja“ zu sagen 😉

Nach der Trauung ging es dann um 18 Uhr in den Saal zur Feier im kleinen Kreis. Für uns beide war klar, dass wir keine riesen Feier mit ein paar Hundert Leuten wollen. Die Familie und der engere Freundeskreis reichten! Das Essen war super – haben die anderen gesagt *lach* Ich hab fast nix runter gekriegt. Und das lag absolut nicht am Essen – allein die Auswahl an Nachtischen war himmlisch!!! Aber ich hatte einfach keinen Hunger. Zum einen lag das bestimmt an der inneren Aufregung an diesem Tag, zum anderen aber wohl auch daran, dass wir uns für unsere Hochzeit den wohl wärmsten Tag des Jahres ausgesucht hatten… Wer rechnet denn bitte auch Anfang Juni mit über 30 Grad im Schatten???

Die Hochzeitsnacht

Gefeiert haben wir bis um 2 Uhr. Mehr war nach den letzten anstrengenden Tagen im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ bei der Feuerwehr und der Wärme einfach nicht drin. Wir waren alle kaputt. Wenn wir gewusst hätten, was uns zu Hause noch erwartet, wären wir wohl schon direkt nach dem Hochzeitstanz aufgebrochen. Vermutlich hätten wir dann die größten Schadtaten auch noch verhindern können!

Es gibt bei der Feuerwehr nämlich so ne blöde Tradition: wenn ein Feuerwehrmann, der dazu auch noch direkt bei der Feuerwehr wohnt, heiratet, wir ihm die Wohnungstür zugemauert. Darauf kann man sich also schon mal einstellen. Bei mir schwang aber auch noch so ein ungutes Gefühl mit, denn wir wohnten im 1. Stock und was bietet sich da mehr an, als auch noch die Treppe irgendwie zu sabotieren?! Und genau so kam es dann auch. Als wir gegen 2.30 Uhr mit ebenfalls dort wohnenden Freunden und einem weiteren befreundeten Paar (ebenfalls Feuerwehrleute) nach Hause kamen, erwartete uns im Flur ein „Anblick des Grauens“: Wasserbecher. Viele Wasserbecher. Auf der gesamten Treppe. Teilweise mit Spüliwasser gefüllt.

Wenn ich euch Mädels (und Jungs) einen Tipp geben darf: heiratet bloß kein Mitglied einer Feuerwehr!!! Oder tut es ganz heimlich, dass es keiner mitkriegt 😉 Die bei der Feuerwehr haben wirklich nur Mist im Kopf… Echt jetzt. Ganze 1.700 Wasserbecher mussten wir beseitigen! Die ersten haben wir noch brav ausgekippt und weggeräumt, nach ein paar Stufen habe ich dann aber einfach mit dem Arm ausgeholt und sie alle samt Inhalt in den Keller geschmissen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei unseren fleißigen Helfern (Björn, Mario, Sara, Basti, Ann-Marie und Kai) bedanken, die die Becher eingesammelt und das Wasser mit dem Wassersauger der Feuerwehr beseitigt haben! Sie haben uns in den Garten geschickt, mit Getränken versorgt und ohne Murren und Knurren den Weg freigeräumt, sodass wir um 5 Uhr in unserer Wohnung waren. Ein besonderer Dank gilt dabei noch Taisen – Hundeohren kraulen beruhigt und macht glücklich!

Die dickste Überraschung kam dann aber noch, als sie die „Mauer“ vor der Wohnungstür eingerissen haben. Auf einmal fing es an zu rieseln. An dieser Stelle sei gesagt: verbannt alle Dachdecker aus eurem Freundeskreis! Die kommen nämlich super an diese kleinen Dämmkügelchen! Die 340 Liter Wasser auf der Treppe haben ja auch nicht gereicht – nein, zwischen Wohnungstür und Mauer passten auch noch 200 Liter Dämmkügelchen! Die haben unsere Freunde mit ner Schneeschaufel in Säcke verfrachtet… Gut, der Garten sah dann erstmal aus wie eine Müllhalde, aber das ging mitten in der Nacht auch nicht anders… Wir waren ALLE einfach nur froh, als wir endlich in unseren Betten lagen!

Was uns nach dieser Nacht bleibt ist kein Ärger. Ja, wir waren echt sauer… Es gibt Videos und Bilder, die ich lieber nicht öffentlich zeige *räusper* Aber es bleibt Genugtuung… Denn die meisten Jungs, die an der Aktion beteiligt waren, sind noch nicht verheiratet… 😉 Noch Fragen?! Und irgendwo ist es ja auch etwas, das uns von diesem Tag ganz besonders in Erinnerung bleibt 🙂

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