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Grayhound O.C.D.

Grayhound O.C.D. Frontmann Michael Deichert im Interview

Grayhound O.C.D. wurde 2010 gegründet. Erst vor wenigen Tagen hat die Band eine neue Single veröffentlicht und Sänger und Songwriter Michael Deichert hat sich Zeit genommen, mir ein paar Fragen für Sumikai-Music zu beantworten:

1. Wie kommst du zu deinem Spitznamen Gray?
David Gray, ein englischer Singer/Songwriter zählt zu meinen Lieblingssängern. Daraus hat sich dann wunderbar auch das Wortspiel mit „Grayhound“ anstatt wie normal „Greyhound“ basteln lassen. Hinzu kam, dass ich mir einen kraftvollen Künstlernamen zulegen wollte und das tut er für mich. Er kommt sowohl als Vorname, als auch als Nachname vor und stammt meines Wissens aus dem Keltischen. Diese Künstlernamensache ist für mich ein Teil des Musikbusiness, das ich als nettes Spiel empfinde, die Maxime lautet, „sei, wer immer du sein möchtest, aber bleibe dabei authentisch“.

2. Wie sich der Bandname zusammen setzt, kann man in eurer Beschreibung lesen, aber warum gerade das mit der Hunderasse und O.C.D.?
In der heutigen, Internet dominierten Zeit war einfach die Gefahr zu groß, dass die Leute bei der Bandsuche im Netz die Lust verlieren, da sie ständig nur Hundezüchter Seiten finden… oder Busunternehmen! Daher wollte ich dem Namen noch etwas hinzufügen. Zu der Zeit habe ich eine Bio über die Ramones gelesen und Joey Ramone hatte O.C.D., also „obsessive compulsive disorder“, was medizinisch „Zwangsstörung“ bedeutet. Der Begriff hat aber die umgangssprachlich die Bedeutung „zielstrebig“, „perfektionistisch“. Ich fand diese Ambivalenz, bzw. diesen schmalen Grat interessant.

3. Du hast bereits bei einigen Projekten und Songs mitgewirkt, wie kam die Idee vor 5 Jahren die Band zu gründen?
Oh, ich bin immer noch recht „umtriebig“ musikalisch gesehen, singe nach wie vor bei „The Sentimental Gentlemen“, einer deutschsprachigen Akustik Pop Band (wir nennen es „Campfire Rock“), habe eine Solosingle veröffentlicht und und und…
Es war einfach der Wunsch, mal etwas ganz anderes zu machen. Ich mag „hymnenhafte“ Popmusik, etwa von Coldplay, Bastille und einigen anderen. Irgendwann sind dann einfach diese Songs entstanden, wobei Rolf Munkes, unser Produzent entscheidenen Einfluss auf die Songs hat. Ich schreibe das Grundgerüst eines Songs und Rolf und ich produzieren diesen dann im Studio aus. Grayhound O.C.D. besteht also aus dem „Studio Team“ und dem „Live Team“, einer mittlerweile 7-köpfigen Band.

4. Wie bist du zur Musik gekommen?
Meine Liebe zur Musik habe ich schon als Kind entdeckt, mit 3,4 Jahren schon Songs aus dem Radio aufgenommen auf Kassetten (kennt das noch jemand? ;). Selbst zur Musik gekommen bin ich mit ca. 15 Jahren. Alle Freunde konnten Instrumente spielen und waren in Bands. Das wollte ich auch. Also lernte ich ein bisschen Gitarre und nutze meine geringen Kenntnisse bald, um erste eigene Songs zu verfassen…

5. Ihr hattet ja 2012 schon Dead End World mit 6 Songs veröffentlicht, zählt ihr das als erstes Album?
Nein, das ist eine EP, ein Album ist ja ein Longplayer und 6 Songs sind nicht so lang, es sei denn, man spielt Jazz oder Progrock.

6. Ist sonst ein Debütalbum in Planung?
Ja, aber derzeit haben wir uns erst einmal entschlossen, unsere Single „And I love you“ zu releasen.

7. Was inspiriert dich zum Songs schreiben und was tust du, wenn du plötzlich eine Idee hast?
Meistens entstehen die Songs „klassischerweise“ aus dem Unterbewußtsein heraus, wenn ich mit meine akustischen Gitarre hinsetze, es gibt meist keine konkreten „Auslöser“. Zum Ideen festhalten, habe ich ein Aufnahmegerät, oder falls das nicht zur Hand ist, tuts auch das Handy.

8. Haben eure Instrumente Namen?
Nein, das hat sich nicht wirklich durchgesetzt bei uns, außerdem wäre sonst mein Toaster Elfriede und die anderen Haushaltsgeräte womöglich eifersüchtig…

9. Von welchen Bands oder Musikern lässt du dich beeinflussen oder inspirieren?
Von verschiedenen, aber meist wohl eher unbewusst. Aber im Studio hören wir aber schon mal in andere Stücke rein, um Inspiration zu finden. Wir wurden öfter allerdings schon mit Reamonn vergleichen.

10. Worum ging es in deinem ersten geschriebenen Lied?
Oh Gott, das war so ein typischer Teeny-Depri-Sinn-Suche-Song!

11. Wo wurde das Video zu ‚And I Love You‘ aufgenommen?
Das Video wurde von Michel Nau und Benjamin Ruks alias „The Nau Production“ produziert. Gedreht haben wir im Odenwald (Südhessen) auf der Burg Lindenfels und am Marbach-Stausee.

12. Habt ihr bereits treue Fans, die ihr immer wieder erkennt?
Ja, definitiv! Und wir sind dafür sehr dankbar.

13. Hast du ein Motto?
Träumer haben vielleicht keinen Plan, aber Realisten keine Visionen!

14. Welches Album / Single hast du dir zuletzt gekauft?
The Fray-Helios und Bruce Spreengsteen-High Hopes

15. Was bevorzugst du privat für Musik?
Eher deutssprachige Musik, Bosse, Kettcar, Thees Uhlmann, Olli Schulz, Madsen. Zur Zeit höre ich aber auch sehr gerne The Gaslight Anthem.

16. Klingelt dein Wecker mit einem Klingelton oder mit Musik?
Mit Klingelton, weil das bei den Produkten mit dem Apfel schwierig ist mit Musik, oder ich habe nicht die richtige App…

17. Wie würdest du Grayhound O.C.D. für jemanden beschreiben der euch nicht kennt?
Gefühlvoll, hymnisch oder auch als „Mädchenmucke“

18. Welcher von deinen Songs ist dir der wichtigste und warum?
Derzeit natürlich unsere aktuelle Single „And I love you“. Es werden gerade die Karten neu gemischt und wir sind gespannt, wie der Weg weiter geht. Generell bin ich auch unserem Song „Where my heart has its home“ sehr dankbar, der vieles für uns in Gang gebracht hat.

19. Was würdest du anderen Musikern raten, die gerade noch am Anfang stehen?
Zähne zusammenbeißen, immer wieder aufstehen und an ihrem Traum arbeiten!

20. Was ist bei euch jetzt noch alles in Planung?
Momentan sind wir in einer intensiven Promophase und konzentrieren uns gerade voll und ganz darauf. Natürlich möchten wir bald auch wieder live spielen und möchten an neuen Songs arbeiten.

Mehr Information zu Grayhound O.C.D. findet ihr auf der Homepage oder auf Facebook