Archiv der Kategorie: Bücherregal

Geschenke aus dem Nähkästchen

Hallo ihr Lieben!
Nachdem ich euch gestern ins weihnachtliche Schweden entführt habe, habe ich heute was für alle Nähtanten unter euch: feine Projekte, die Freude machen.
Ich finde selbstgemachte Geschenke ja immer toll. Ich bekomme sie gerne und genau so gerne verschenke ich sie auch. Das zeigt, dass sich jemand Gedanken gemacht und Mühe gegeben hat. Als ich vor kurzem mal wieder im Bloggerportal vom Random House unterwegs war, ist mir dieses Buch von Ruth Laing aufgefallen… 

Es ist 2015 wie auch das „Schweden-Buch“ im Verlag Bassermann Inspiration erschienen. Auf 112 Seiten findet ihr wunderbare Näh- und Bastelanleitungen für Duftsäckchen, Baby-Halstücher, Puppen, Utensilos, Sammelmappen, Lesezeichen und noch viel mehr. Natürlich sind auch die Schnittmuster direkt dabei und die Anleitungen sind ausführlich, gut bebildert und auch für Anfänger geeignet. 

Ich habe schon ein paar Nähprojekte auf meiner „To-Näh-Liste“ 😉 Sonst nähe ich neben Kleidung für meine Zwerge und mich ja eigentlich nur meine eigenen Körnerkissen. An andere Projekte habe ich mich mangels Inspiration noch nicht „rangetraut“. Es gibt zwar viele (Fre)Ebooks, aber bislang war da noch nichts dabei, wo ich gesagt habe „Jo, das MUSS ich haben!“. In diesem Buch habe ich gleich mehrere schöne Projekte gefunden, die ich für uns oder als Geschenk für andere nähen möchte. Ich habe somit also einen guten Grund, meinem Stoffdealer des Vertrauens mal wieder einen Besuch abzustatten (unseren Männern gegenüber müssen wir uns ja irgendwie immer rechtfertigen, wenn wir nen Stapel Stoff anschleppen *lach*) und zur Abwechslung mal in der Abteilung für Baumwolle zu stöbern 😉 Sonst kaufe ich ja eher Jersey, Bünchen, Jeans und Cord… 😉

Ein wichtiger Hinweis noch: die Modelle aus diesem Buch dürfen nicht für den Verkauf nachgearbeitet werden! Und natürlich ist auch die Weitergabe der Schnitte nicht gestattet. Für mich eine klare Sache, aber das sehen ja leider nicht alle so… Wenn ihr aber in erster Linie für euch näht oder ein paar tolle Sachen zum Verschenken sucht, ist das Buch wirklich toll 🙂 Schaut mal rein!

Ein etwas anderer Adventskalender: Mit Rica auf dem Weg zur Krippe

Als ich euch am 1. Dezember unsere Adventskalender gezeigt habe, habe ich ja schon gesagt, dass wir noch einen „besonderen“ Adventskalender haben, den ich euch später zeigen möchte. Dieses „später“ ist heute 😉 
Vor einigen Jahren hatte eine Kollegin im Kindergarten in ihrer Gruppe für die Adventszeit ein Buch gekauft… Und dazu ein dickes weißes Stoff-Schaf. Dieses Schaf – Rica – hat die Kinder der Gruppe bis Weihnachten begleitet und ihnen die Weihnachtsgeschichte erzählt. Ich fand das Buch unglaublich süß und vor 2 Jahren stieß ich durch Zufall in einem Buchladen wieder drauf und musste es sofort mitnehmen!

Rica ist ein kleines Schaf. Sie lebt mit vielen anderen Schafen in einer großen Herde, die vom Schäfer Manuel und seinem Hund Jan gehütet wird. Eines Tages begegnen sie Josef und seiner Frau Maria, die auf dem Weg nach Bethlehem sind… 
Nach und nach werden aus der Sicht von Rica alle Charaktere der Weihnachtsgeschichte vorgestellt. Jeden Tag gibt es eine kurze Geschichte, die die Wartezeit auf das Weihnachtsfest verkürzt. Fast schon ein bisschen zu kurz – Zwergenmann will nämlich immer schon weiterlesen *lach* 
Wir haben das Buch als Aufstellkalender. Es steht bei uns im Esszimmer vor unseren Barbarazweigen und jeden Tag nehmen wir es mit aufs Sofa, überlegen noch einmal gemeinsam, was bisher passiert ist und dann lesen wir die Tagesgeschichte. Danach freut sich Zwergenmann schon immer darauf, unser Fensterbild weiter zu gestalten: es sind nämlich noch 2 Folienbögen dabei mit denen man sich Tag für Tag sein eigenes Krippen-Weihnachts-Bild an das Fenster zaubern kann. Man kann die Folien natürlich mehrmals verwenden! In diesem Jahr haben wir uns für das Wohnzimmerfenster entschieden. Mal schauen, an welches Fenster wir das wunderschöne Bild im nächsten oder übernächsten Jahr kleben… 
Ich finde, dass ein solcher Kalender alleine schon als Adventskalender reicht. Es müssen nicht immer materielle Dinge sein. Zwergenmann hat sein dickes Stoffschaf, das fast schon vergessen in seinem Regal lag, in der letzten Woche wieder rausgeholt und „Rica“ getauft. Das sind doch die Kleinigkeiten, auf die es ankommt! Und ihm ist auch gleich aufgefallen, dass die Maria in unserer Krippe auch ein rotes Kleid und ein blaues Kopftuch hat – genau wie in der Geschichte. Er spielt oft mit den Krippenfiguren und dort heißt der Schäfer nun auch Manuel und sein Hund Jan. Ich finde es einfach schön zu beobachten, wie er das verinnerlicht und das Gelesene aus der Geschichte auf sein Spiel überträgt 🙂 Dass er schon sehnsüchtig auf das Christkind wartet, muss ich euch wohl nicht sagen… 😉

Buchtipp: „Weihnachtliches Schatzkästchen“ von Hege Barnholt

Heute habe ich mal wieder einen Buchtipp für euch. Auf der Suche nach Inspiration für weihnachtliche Deko bin ich auf dieses wunderbare Buch gestoßen. Und als es mir dann auch noch vom Bloggerportal für eine Renzension zur Verfügung gestellt wurde, war ich doppelt hin und weg. Leider bin ich aber noch gar nicht dazu gekommen, alles zu basteln, was mir gefällt *lach* Und glaubt mir, vom „Weihnachten mit nordischen Flair“ gefällt mir ne ganze Menge!!!

Für die Autorin des Buches, die Schwedin Hege Barnholt, beginnen die Weihnachtsvorbereitungen schon im Oktober. Sie durchstreift den Wald, sammelt dort Zweige, Tannenzapfen, bunte Blätter und Moos. Sie bastelt liebevoll gestaltete Adventskalender und liebt es, anderen mit selbstgestalteten Geschenken eine Freude zu machen. All diese Ideen hat sie in diesem Buch zusammengefasst, das 2014 auch auf Deutsch im Verlag Bassermann Inspiration erschienen ist. 

Schweden-Fans werden hier voll auf ihre Kosten kommen! Hätte ich mehr Zeit, würde ich unser ganzes Haus in einen nordischen Weihnachtstraum verwandeln, so wunderbare Ideen habe ich nun kennengelernt. Nicht umsonst fängt Hege Barnholt wohl auch schon im Oktober mit ihren Vorbereitungen an *lach* Jetzt weiß ich ja, was ich im nächsten Jahr zu tun habe 😉 

In diesem Buch findet ihr einfach alles vom Adventskranz über wunderbare Windlichter bis hin zu duftenden Girlanden. Es gibt verschiedene Adventskalender, selbstgemachte Leckereien für Vögel und sogar Strickanleitungen für kuschelige Wollmützen. Kein Wunder also, dass ich mich beim ersten Durchblättern schon gar nicht sattsehen konnte und richtig ins Schwärmen gekommen bin. Der Vollblutpapi darf sich nächstes Jahr also auf die geballte Ladung Schweden-Deko gefasst machen! 😉  

Wenn ihr nun neugierig geworden und in Dekolaune seid, flitzt schnell zum nächsten Buchladen. Bis Weihnachten ist ja noch etwas Zeit, da schafft ihr es bestimmt auch noch, das ein oder andere Teil für eure Wohnung zu zaubern 🙂

Elternsein – der pralle Wahnsinn

Guten Abend ihr Lieben!
Eigentlich sollte dieser Beitrag gestern Morgen schon online gehen, aber nach den Geschehnissen in Paris am Freitagabend erschien mir das doch ein wenig unpassend. Ich wollte euch nämlich ein Buch vorstellen, das so herrlich ehrlich und komisch ist, dass ich es direkt bei einer heißen Tasse Kakao verschlungen und die immer wieder gedacht habe „Jo! Absolut!“ und „Woher weiß die das?“ und „Ey, das ist ja irgendwie überall so…“ Worum es geht? Ums Elternsein. Um den prallen Wahnsinn aus dem Leben einer stinknormalen Familie. 
Mein Dank geht erst einmal ans Bloggerportal des Randome House Verlages, die mir dieses tolle Buch zugeschickt haben. Ich liebe es! Geschrieben wurde es von der amerikanischen Bloggerin Amber Dusicks (crappypictures.com) und sie trifft den Nagel einfach auf den Kopf! Auch die Tatsache, dass das Buch von Christiane Burkhardt ins Deutsche übersetzt wurde, tut der Komik keinen Abbruch. 

Amber Dusicks greift in ihrem Buch „Elternsein – der pralle Wahnsinn“ (erschienen im Mosaik Verlag) Situationen aus dem Leben mit zwei kleinen Kindern auf. Unverblümt und herrlich authentisch. Wir Frauen kennen es: mit dem ersten Kind verändert sich unser Leben grundlegend. Es gab ein Leben ohne Kinder mit sauberen Klamotten und gut liegenden Haaren. Mit einem frischen Teint, ausgeschlafen und entspannenden Bädern bei Kerzenschein. Und dann kommen die Kinder… 😉 Noch viel geiler als der Text an sich sind ihre Zeichnungen: sie selber bezeichnet sie als „beknackte Bilder, um ihren Alltag als Mutter zu illustrieren“. Im Prinzip sind es Strichmännchenzeichnungen, die man aber einfach lieben muss. Denn sie sprechen jeder Mama aus dem Herzen – das sage ich aus voller Überzeugung. Denn oft habe ich gedacht „Das könnte auch von mir kommen…“
Auf über 200 Seiten bekommt ihr Lustiges aus den Bereichen „Ein Leben mit & ohne Kinder“, „Kein Schlaf“, „Ernährungsfragen“, „Glücksmomente“, „Reisen mit Kindern“, „Kinderkrankheiten“, „Spiel & Spaß“, „Sprache“, „Kacke & Co“ (eines meiner Lieblingskapitel…) und „Die 50 unumstößlichen Regeln der Kindererziehung“ zu lesen und anzuschauen. Und glaubt mir eines: die 50 Regeln stimmen ALLE!!! Kostprobe gefällig?! 
  • Kaum sollen die Kinder ins Bett, brauchen sie dringend etwas zu essen, etwas zu trinken und müssen Pipi machen. (Das kennen wir gerade sehr gut. Zwergenmann steht abends reglmäßig wieder im Wohnzimmer und möchte noch ein Knäcke oder Apfelschorle haben – das Abendessen wurde zuvor natürlich verweigert, weil man keinen Hunger hatte…)
  • Auf langen Autofahrten schlafen Kinder immer erst auf den letzten Kilometern ein. 
  • Babys können weder mit Besteck essen noch Schleifen binden. Aber Apps löschen. (Oooohhhh jaaaaaa….) 
  • Soll es nur ein Nickerchen sein, schlafen sie Stunden. Sollen sie Stunden schlafen, schlafen sie gar nicht. 
  • Je braver die Kinder woanders sind, desto ungezogener sind sie zu Hause. (Woher weiß die das???) 
  • Muss man morgens früh raus, wollen Kinder nie aufstehen. Aber am Wochenende sind sie zu nachtschlafender Zeit munter. (Ha, eine Leidensgenossin!!!) 
Na, erkennt sich jemand wieder?! 😉 Am herzlichsten habe ich übrigens im Kapitel „Reisen mit Kindern“ gelacht – vermutlich aber auch nur, weil wir mit unseren Zwergen noch nicht wirklch verreist sind. Nur Tagestouren haben wir bislang gemacht und dabei ging die Welt nicht unter. Für nächstes Jahr ist aber unser erster Familienurlaub geplant – und ich habe jetzt irgendwie ein bisschen Angst… *schluck* Vielleicht überlege ich mir das doch lieber nochmal, jetzt wo ich weiß, was mir da bevorsteht… Ohne euch den Inhalt des Kapitels verraten zu wollen: könntet ihr mir bitte mal nen kurzen Bericht eures ersten Urlaubes zukommen lassen??? Bevorzugt dann, wenn ihr die Reise mit dem Auto angetreten habt?! 
Weil ich euch das Buch wirklich ans Herz legen möchte, mag ich gar nicht viel mehr über den Inhalt verraten. Denn dann könnt ihr nicht so herrlich schmunzeln und lachen wie ich und das wäre wirklich schade! Und keine Panik: ich weiß, dass man als Mutter eigentlich gar keine Zeit zum Lesen hat. Genau deshalb ist das Buch ja so toll – kurze amüsante Texte mit lustigen Zeichnungen. Man hat’s viel zu schnell durch und fängt dann gleich nochmal von vorne an 😉 Selbst für lesefaule Papas ist das was, denn Comics haben die als Kinder und Teenager ja schon gelesen, sie werden also nicht von zu viel Text überfordert *lach* 

Ein Buchtipp für alle Jungs-Eltern: „Artgerechte Haltung – Es ist Zeit für eine jungengerechte Erziehung“

Schon in meiner Ausbildung zur Erzieherin hat einer meiner Lehrer immer wieder gepredigt, dass wir uns vom Rollenbild der Frau in der Erziehung von kleinen männlichen Rabauken lösen und mehr auf deren Bedürfnisse eingehen müssen. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn jahrelang wurde auf die Gleichberechtigung von Mädchen gepocht und geachtet und das prägt uns ganz unweigerlich und vor allem auch unbewusst in unserem Umgang mit Jungen!
Ich bin eine Jungs-Mama. Und ich habe mich selber in den letzten drei Jahren immer wieder dabei ertappt, dass ich seinen Bedürfnissen im Grunde nicht gerecht werde. Eigentlich dachte ich immer, dass ich ne recht coole Erzieherinnen-Sau bin, denn draußen Fußball spielen und auf dem Bauteppich die höchsten Türme bauen liegt mir eindeutig mehr als das Kaffeekränzchen in der Puppenstube und das Weben mit dem Webrahmen. Also habe ich mich unglaublich auf meinen Sohn gefreut – juhu, keine rosa Puppensachen und Tokio Hotel Poster an den Wänden! Und dann stieß ich an meine Grenzen: Jungs ticken einfach anders als Mädchen und ich musste zugeben, dass ich doch mehr auf Mädchen programmiert bin, als ich dachte… 
Umso mehr habe ich mich dann über ein Päckchen vom Random House Verlag gefreut, weil etwas drin war, das ich unbedingt lesen musste: „Artgerechte Haltung – Es ist Zeit für eine jungengerechte Erziehung“ von Birgit Gegier Steiner, erschienen im Gütersloher Verlagshaus. Denn sie spricht mir aus der Seele, sie hat zu Papier gebracht, was mein Lehrer vor Jahren schon gepredigt hat und was immer als undefinierbares Gespenst in meinem Kopf herumspukte. Ich habe es verschlungen… Damit ihr versteht, was ich meine, hier mal ein Auszug aus dem Vorwort des Buches – ich hätte da schon vor Begeisterung heulen können: 


„Ständig schlägt sich unser Sohn das Knie auf! Nach dem Spielen sind seine Hosen durchgewetzt und schmutzig. Er ist in Prügeleien verwickelt, tobt lautstark herum und fasst alles an. Jedes Holzstück mutiert in seinen Händen zu einem Ritterschwert oder einer Laserkanone. Die Auswahl seiner Freunde erschreckt uns, die Klagen über sein Verhalten machen uns Angst! 
Die Ergebnisse beim Diktat sind eine Katastrophe, die Noten peinlich schlechter als bei der kleinen süßen Luise aus dem Nachbarhaus. 
Gewiss hat er ADHS oder leidet zumindest unter einer Lese-Rechtschreib-Schwäche. 
Er ist ein kleiner Rebell auf kurzen Beinen – ständig in Bewegung oder Konflikte verwickelt – so haben wir uns unser Kind nicht gewünscht! Wir sind überfordert mit der Energie, die aus ihm rund um die Uhr heraussprudelt. Und wir haben Angst! Angst davor, dass unser Sohn ein „Bildungsverlierer“ wird. Dass andere – vor allem die Mädchen – an ihm vorbeiziehen. Wir haben Angst davor, dass er seinen Weg nicht findet und den falschen Freunden folgt. Wir haben Angst davor, dass er seine Bewegungsmotivation und seinen Drang nach Grenzüberschreitung als Hooligan, als Rechtsradikaler in Springerstiefeln oder als Dschihadist auslebt. 
Wer einen Sohn hat, kennt diese bedrückenden Gedanken gewiss. Die Sorge, dass aus diesem kleinen Energiebündel ein rebellischer Nichtsnutz werden könnte, treibt uns um. 
[…] 
Ich schrieb dieses Buch, um aufzuzeigen, dass wir die natürlichen Gegebenheiten in unserer Erziehung ignorieren, verändern oder gar abschaffen wollen, anstatt zuzugeben, dass Jungen nun einmal anders sind. Sie haben besondere Bedürfnisse. Nur wenn wir diese akzeptieren und berücksichtigen, können sie sich zu authentischen, zufriedenen, stolzen Persönlichkeiten entwickeln. […]“

Birgit Gegier Steiner ist Leiterin einer Grundschule mit sport- und bewegungsorientiertem Profil im Kreis Konstanz. Sie weiß, wovon sie schreibt: sie ist Mutter von zwei eigenen Kindern und drei Stiefsöhnen. Für dieses Buch hat sie sich nicht nur Studien aus den Bereichen der Pädagogik, Soziologie, Medizin, Biologie und der Evolutionstheorie angeschaut und ausgewertet, sie greift auch selbst erlebte Geschichten auf. Genau das macht dieses Buch so interssant und fesselnd! Man hat irgendwie das Gefühl, als würde man einer „Leidensgenossin“ zuhören und nickt beim Lesen immer wieder mitfühlend mit dem Kopf und denkt „Hey, dass kenn ich…“. 

Für alle Jungs-Eltern, die ihren kleinen trotzköpfigen, energiegeladenen Raufbold besser verstehen möchten und nach Wegen suchen, seinen Ideen- und Bewegungsdrang in vernünftige Bahnen zu lenken, ist dieses Buch eine Bereicherung für das Bücherregal!

Küchenlektüre für Mama und Papa: was kleinen Beikost-Startern und größeren Vielfraßen schmeckt…

Mit dem Beginn der Beikost stellt man sich als Eltern ja oft folgende Frage: Gläschen kaufen oder selber kochen? Und wenn selber kochen, was kochen?! 
Wir haben bei beiden Kindern von Anfang an Gläschen und selbst gekochte Beikost kombiniert. Denn beides hat seine Vor- und Nachteile. Gläschen sind einfach praktisch, weil man sie überall mit hinnehmen kann. Wenn man sie dann doch nicht braucht, stellt man sie einfach wieder in den Schrank. Außerdem geht’s schnell (der Einkauf und das Aufwärmen) und es lässt sich gut lagern. Nachteil: Portionsgröße und Kosten. Zwergenmann war als Baby ein guter Esser und hat ein ganzes Gläschen problemlos verputzt. Mausekind ist oft nur die Hälfte bis 3/4 der Menge. Der Rest ist dann zu wenig für eine zweite Portion und so landen die restlichen Löffelchen dann meistens in Mama’s Bauch. Und je nach Marke kostet so ein Gläschen auch 1,15 Euro und mehr – da kann man mitunter günstiger selber kochen…
Kocht man selber, kann man individuell zusammenstellen was schmeckt. Es gibt ja längst nicht alles zu kaufen, was sonst auch auf den heimischen Tisch kommt. Und je nachdem was man wo kauft (Obst und Gemüse aus dem Supermarkt ist auch nicht schlecht, es muss nicht nur Bio sein), ist eine Einzelportion auch günstiger, als wenn man fertige Gläschen kauft. Für mich ist der klarste Vorteil aber, dass ich die Portionen so einfrieren kann, wie wir sie brauchen! Dann bleiben meistens keine Reste über… Nachteile: der Zeitaufwand beim Zubereiten ist nicht ohne. Gläschen einkaufen geht schneller *lach* Man braucht auch geeignete Becher zum Einfrieren und den Platz im Gefrierschrank. Bei uns ist das kein Problem und außerdem koche ich gerne 😉 Bevor die Frage kommt: ich nehme ich die Becher von Avent zum Aufbewahren und einfrieren. Es gibt vergleichbare Becher aber auch von anderen Herstellern!

Wer nun selber kochen möchte und Inspiration für leckere Gerichte vom ersten Brei bis zu kompletten Wochenplänen für Kindergarten- und Schulkinder braucht, bekommt hier nun ein paar Buchtipps von mir:
 

Beginnen möchte ich mit einem Buchtipp für die Beikosteinführung. In „Die besten Breie für Ihr Baby“ von Anne Iburg, erschienen im TRIAS Verlag, bekommt ihr neben leckeren ersten Breirezepten auch ausführliche allgemeine Informationen zur Ernährung von Babys im ersten Lebensjahr. Ich finde, dass es das beste Buch auf dem Markt ist. Ich habe es mir schon vor 3 Jahren geholt, als Zwergenmann im Beikostalter war. Neben Mittagsbreien findet ihr auch Milchbreie und Obst-und-Getreide-Breie in dem Buch. Für die Mittagsbreie sind die Rezepte jeweils für eine oder für 10 Portionen angegeben. So kann man auch prima vorkochen und einfrieren. 

Wird Baby größer schließt sich Anne Iburg’s „Die besten Gerichte für Ihr Kleinkind“ aus dem TRIAS Verlag an. Da ich mit dem Brei-Buch ja schon so zufrieden war, musste das „Folge-Buch“ natürlich auch her. Neben ausführlichen Informationen zur gesunden Ernährung von Kindern und einer tollen Tabelle über Lebensmittelmengen (die mir zeigt, dass Zwergenmann im Prinzip doch nicht zu wenig isst, was ich aber oft meine…), findet ihr in diesem Buch Rezepte, die der ganzen Familie schmecken. 

Ich koche sehr gerne Rezepte aus diesem Buch, weil sie kindgerecht, aber dennoch für die ganze Familie gedacht sind. Die Rezepte sind in folgende Kategorien unterteilt: 
  • Frühstücksideen
  • Getränke
  • Dips und Brotaufstriche
  • Salat und Gemüse
  • Suppen und Eintöpfe
  • Eierspeisen
  • Kartoffelgerichte
  • Nudelgerichte
  • Reis und Getreide
  • Fleischgerichte
  • Fisch 
  • Pikante Kuchen
  • Dessert
  • Kuchen und Gebäck
Ihr seht, da ist für jeden Geschmack etwas dabei!  
Und zum Schluss noch ein richtig richtig tolles Buch, das ich nicht mehr missen möchte! Gekauft habe ich es erst, als Zwergenmann schon etwas älter war und ich bin im Prinzip auch nur durch Zufall beim Stöbern im Buchladen drauf gestoßen: 

In „Neue Küche für Babys und Kleinkinder“ von Annabel Karmel aus dem Verlag Dorling Kindersley findet ihr eher moderne Rezepte, die aber auch richtig lecker sind! Von der ersten Beikost bis zu Familienmahlzeiten mit Rezepten für 3 bis 7-jährige ist alles dabei: vollwertige Mittagsmahlzeiten werden ebenso vorgestellt wie Snacks und Süßspeisen. 

Es gibt auch ein Kapitel mit pfiffigen Rezeptideen für schwierige Esser. Ich habe durch dieses Buch völlig neue Rezepte kennengelernt und in unseren Ess-Alltag aufgenommen, die ich vorher gar nicht kannte bzw. die ich aus eigenem Antrieb vielleicht nicht gekocht hätte. Was mir besonders gut gefällt: es gibt bei jedem Gericht den Hinweis, ob es zum Einfrieren geeignet ist, oder nicht!!! Das hätte ich mir in anderen Büchern zum Thema „Brei“ mal gewünscht. Da wurden dann Rezepte für 10 Portionen genannt (und da ist es ja logisch, dass man die einfrieren muss, wenn man nicht gerade 10 Babys zu Hause hat…) und dann war der Brei nach dem Auftauen von der Konsistenz richtig ekelig. Diese Bücher weilen nun nicht mehr unter uns… 😉

Und für ganz inspirationslose Eltern hält dieses Buch auch noch ein besonderes Schmankerl bereit: für die einzelnen Altersstufen gibt es Speisepläne für eine ganze Woche vom Frühstück bis zum Abendbrot! Das verschafft einem auch einen schönen Überblick über die einzelnen Rezepte und man findet leichter was man sucht. Im Vergleich zu unseren anderen Kochbüchern ist dieses schon etwas in Mitleidenschaft gezogen, weil es schon die ein oder andere Stunde neben dem Herd verbracht hat 😉 Aber es macht halt einfach Spaß aus diesem und den beiden anderen von mir vorgestellten Büchern zu kochen, in ihnen zu blättern und sich inspirieren zu lassen…
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann ja mal im Buchladen seines Vertrauens stöbern, ob das auch was für ihn und sein Kind ist! Ich verziehe mich nun in die Küche – Mittagessen kochen 😉

Unsere Lieblingsbücher von Ravensburger: Wieso? Weshalb? Warum?

Bücher kann man nie zu viele haben… Wie viele es bei uns sind, weiß ich nicht. Ich muss allerdings sagen, dass sich unser Bücherregal mit unserem Umzug im letzten Jahr ziemlich geschmälert hat. Viele habe ich verschenkt (an soziale Einrichtungen), weil sie eben doch nur rumstanden nachdem man sie gelesen hatte. Bei Kinderbüchern ist das was anderes: sie werden immer und immer wieder gelesen und neu entdeckt und man kann sie über Generationen weitergeben – wenn sie nicht schon zu abgegriffen sind 😉
Die „Wieso? Weshalb? Warum?“-Reihe von Ravensburger gehört dabei zu unseren Lieblingen. Denn hier wird nicht nur vorgelesen, die Kinder können auch selber viel entdecken. Vorstellen möchte ich euch hier nun mal ein Buch dieser Reihe, das Zwergenmann sich zur Zeit oft aus dem Bücherregal holt: 


In diesem Herbst versteht er glaube ich zum ersten Mal so richtig, was draußen in der Natur passiert. Die Blätter an den Bäumen verändern ihre Farbe und fallen auf den Boden, es wird kälter und in unserem großen Garten sind die Äpfel reif und wir konnten Nüsse sammeln. All diese Dinge werden in der Junior-Reihe schon für kleine Leser ab 2 Jahren kingerecht erklärt. 

Jeder Jahreszeit wird eine Doppelseite gewidmet und es gibt jahreszeitentypische Dinge zu entdecken: Pflanzen, Früchte, Aktivitäten, … Es gibt viele Klappen zum Öffnen. So macht das Buch auch ohne Mama und Papa Spaß!

Auf der Herbstseite wird z.B. auch auf St. Martin eingegangen und es wird gezeigt, was man aus den gesammelten Eicheln und Kastanien bauen kann. 

Mir gefällt in allen Büchern dieser Reihe (und auch in den Büchern für ältere Kinder) die Kombination aus Spaß und Wissensvermittlung unheimlich gut. Sie kommen einfach immer gut an und Kinder können sich damit auch alleine wirklich lange beschäftigen und entdecken Dinge, die uns Eltern noch gar nicht aufgefallen sind. Und als Eltern wird man auch gefordert: über die kurzen Texte hinaus gibt es nämlich noch viel mehr zu erzählen, bloßes Vorlesen alleine reicht da nicht. Das ist wohl ein Grund dafür, warum diese Bücher so schnell nicht langweilig werden!

Wenn wir in der Stadt oder in einem Buchladen sind, steht Zwergenmann oft vor den Büchern und möchte noch eins haben. Bei einem Preis von ca. 10 Euro (das schwankt je nach Laden…) nehme ich gerne eins mit. Inzwischen müsste ich mir aber mal eine Liste mit den Büchern einpacken, die wir schon haben *lach* Bei der Menge verliere ich langsam den Überblick… 😉 

Habt ihr oder haben eure Kinder auch Lieblingsbücher? Seid ihr auch so kleine Buch-Junkies, die an keinem Buchladen vorbeigehen können, ohne zumindest mal über den Angebotstisch zu gucken, was da gerade Lesenswertes drauf wartet mitgenommen zu werden?!

Neues vom kleinen Drachen Kokosnuss: eine Box mit 3 tollen Hörbüchern!

Er ist bei uns – genauer gesagt bei Zwergenmann – unglaublich angesagt: der kleine Drache Kokosnuss. Einige Bücher und Hörbücher haben wir schon und so freute es uns auch sehr, als wir vor ein paar Wochen unerwartet ein Päckchen mit richtig tollem Inhalt bekommen haben! Zwergenmann war echt platt und konnte sich gar nicht entscheiden, welche CD er zuerst hören wollte…

Der kleine Drache Kokosnuss in drei spannenden Abenteuern beinhaltet folgende Hörbücher: 
  • Drache Kokosnuss im Weltraum
  • Drache Kokosnuss und der große Zauberer
  • Drache Kokosnuss und der Schatz im Dschungel
Autor Ingo Siegner hat wieder einmal spanndende Abenteuer rund um Kokosnuss und seine Freunde Oskar und Matilda kreiert. Ingo Siegner (geb. 1965) stammt aus Hannover und lebt und arbeitet auch heute dort. Durch seine Arbeit als Kinderbetreuer bei Familienreisen kam er schließlich zum Schreiben. Auch seine Illustrationen zeichnet er selber! Gelesen werden die Hörbücher von Philipp Schepmann (geb. 1966), der als freier Schauspieler, Sprecher, Regisseur und Produzent in NRW lebt und arbeitet. Ich finde, dass seine Stimme unheimlich gut zu den Erzählungen passt. Man hört ihm gerne zu. Zwergenmann hört abends zum Einschlafen am liebsten ein Kokosnuss-Hörbuch – wohl nicht ohne Grund…
In „Drache Kokosnuss im Weltraum“ treffen Kokosnuss, Matilda und Oskar am Strand der Dracheninsel auf einen kleinen Außerirdischen, der sich bei seinem ersten Alleinflug hoffnungslos verirrt hat. Zu allem Überfluss lässt sich nun auch sein Raumgleiter nicht mehr starten… Kokosnuss und seine Freunde helfen ihm und bringen ihn wieder nach Hause. Dass sie dabei im Weltraum eine ganze Menge erleben, muss ich wohl nicht erwähnen 😉 Zu viel möchte ich aber nicht verraten, es soll ja spannend bleiben. 
„Drache Kokosnuss und der große Zauberer“ entführt uns in eine magische Welt. Kokosnuss und Matilda begegnen beim Pilze sammeln einer Ziege. Das wäre ja nichts Besonderes, wenn es sich dabei nicht um den verzauberten Zauberer Holunder handeln würde. Er erzählt den beiden Freunden von seiner Vergangenheit: er war einst Herrscher über das Flaschenland bis ihn der böse Zauberer Ziegenbart verzauberte und aus seinem Reich verbannte. Kokosnuss und seine Freunde helfen ihm daraufhin, sein Reich zurückzuerobern…
Zwergenmann’s Lieblingshörbuch aus dieser Box ist eindeutig „Drache Kokosnuss und der Schatz im Dschungel“. Kokosnuss, Oskar und Matilda finden beim Spielen eine geheimnisvolle Schatzkarte und begeben sich sofort auf große Schatzsuche. Sie durchstreifen einen gefährlichen Dschungel, wo sie auf Schlangen, Tiger und Krokodile treffen – und am Ende nicht nur einen Schatz, sondern auch noch einen neuen Freund finden. 
Obwohl die Bücher und Hörbücher erst ab ca. 5 Jahren empfohlen werden, hat Zwergenmann mit seinen 3 Jahren schon sehr großes Interesse daran. Ich muss auch sagen, dass ich Hörbücher im Vergleich zu Hörspielen am Abend eindeutig bevorzuge, weil sie von der Geräuschkulisse und Stimmung weniger „geladen“ sind und Zwergenmann dabei viel besser und schneller zur Ruhe kommt. 
Ein wirklich tolles Hörbuch-Set für alle Fans des kleinen Drachen Kokosnuss. Bei uns läuft jeden Abend eine CD – zum Glück haben wir nun richtig viel Auswahl! Zwergenmann freut sich schon immer aufs ins Bett gehen, weil er sich dann wieder ein Hörbuch aussuchen darf. Dann wird sich mit seiner Matilda (die hat er als Stofftier) ins Bett gekuschelt und vermutlich von großen Abenteuern geträumt…

Die kleine Spinne Widerlich

Es ist eines von Zwergenmann’s absoluten Lieblingsbüchern: die kleine Spinne Widerlich! 
 

Mit diesem Buch hat vor einigen Woche seine Leidenschaft für Bücher angefangen. Bis dahin waren sie zwar immer in greifbarer Nähe und ich habe mich auch wirklich bemüht, mich mit ihm hinzusetzen und ihm etwas vorzulesen, aber alles was über einige wenige Zeilen hinaus ging, dauerte ihm zu lange und er wollte umblättern oder erzählte selber etwas und ließ uns gar nichts vorlesen…
 
Und dann hab ich dieses Buch gekauft. Er war sofort total gefesselt von den wunderbaren Illustrationen und als wir auf der letzten Seite angekommen waren, sollte ich es gleich nochmal vorlesen! Ich war ganz überrascht… Es ist aber auch wirklich süß! 

Geschrieben hat es übrigens Diana Amft, die vielen wohl als Schauspielerin aus „Doctor’s Diary“ bekannt sein dürfte. Es war so eine Art Therapie für sie – denn sie mochte keine Spinnen! Kann ich übrigens gut nachvollziehen… Und ganz ehrlich: das Buch hilft! Seit wir das Buch haben, gehe auch ich anders mit Spinnen um und lasse sogar die ein oder andere mal leben – vor allem, wenn Zwergenmann dabei ist…

Denn wenn man „Onkel Langbein“ und „Tante Igitte“ erstmal liebgewonnen hat, tritt man nicht mehr sofort drauf oder holt den Staubsauger. Außer letztens: da krabbelte mir mitten in der Nacht „Punky“ über den Rücken!!! Das Schreien habe ich mir um 3 Uhr morgens verkniffen um Mausekind nicht zu wecken, aber ich muss wohl nicht erwähnen, dass dieses Vieh nun nicht mehr unter uns weilt. 

Die kleine Spinne Widerlich macht sich im Buch auf eine Reise um die Frage zu klären, warum wir Menschen eigentlich Angst vor Spinnen haben. Ihre Verwandten und Freunde haben dafür ganz unterschiedliche Erklärungen: weil wir mit unseren zwei Beinen nicht so elegant laufen können wie die Spinnen mit ihren acht, weil sie so leise sind und wir sie nicht hören können, oder weil wir sie schlicht und ergreifend ekelig finden. Und wusstet ihr, dass sie mindest genau so viel Angst vor uns haben, wie wir vor ihnen?! 

Neben der wunderbaren Geschichte an sich sind vor allem die bezaubernden Illustrationen einfach nur toll. Die stammen übrigens von Martina Matos. Und wer von der kleinen Spinne Widerlich nicht genug bekommen kann, darf sich freuen: aktuell gibt es noch zwei weitere Bücher aus der Reihe! „Die kleine Spinne Widerlich auf dem Bauernhof“ und „Die kleine Spinne Widerlich – Der Geburtstagsbesuch“. Das Bauernhofbuch liegt bei der Oma und sie muss es Zwergenmann immer vorlesen, wenn er bei ihr ist. 

Jetzt versteht ihr vielleicht, warum wir Großen unseren Blick auf diese 8-Beiner etwas geändert haben – auch wenn wir sie nach wie vor widerlich finden 😉