Archiv der Kategorie: Familienleben

Es wird gewiehert, gesägt und ganz alleine gefahren: wir stellen euch die Neuheiten von Brio vor!

Hallo ihr Lieben!

Lange war es ruhig hier auf dem Vollblutmami Familienblog. Wir haben deshalb auch wirklich ein schlechtes Gewissen, aber manchmal muss man einfach Prioritäten setzen und die lagen in den letzten drei Wochen dann eher bei kranken Kindern, Familienfeierlichkeiten und dem Alltagsstress mit Arbeit und Terminen. Irgendwie fehlte uns allen die Zeit dazu, die angefangenen Beiträge fertig zu stellen. Das tut uns leid, denn ihr habt auf die ein oder andere angekündigte Sache sicherlich schon gewartet… 😉

Heute lüften wir dann endlich das Geheimnis um das große Paket von Brio, das uns bereits vor Ostern erreicht hat! Und der Inhalt ist wirklich wahnsinnig toll und wird hier so gut wie täglich bespielt. Denn es war etwas für Zwergenmann in dem Paket, um das er die letzten Wochen im Spielwarenladen schon ständig herumgeschlichen ist und das er sich wirklich sehr gewünscht hat: das neue Waldarbeiter-Set! Ihr hättet seine Augen sehen sollen, als wir das Paket geöffnet haben – ich wusste schließlich auch nicht, was drin ist! „Oh, meine Waldeisenbahn! Die hab ich mir so gewünscht!“ Glücklicher kann man ein Kind kaum machen – ganz lieben Dank also an das Brio-Team für diese tolle Überraschung 🙂

Über Brio

Brio steht seit über 150 Jahren für qualitativ hochwertiges Holzspielzeug und greift für die Produktion seit 2014 ausschließlich auf FSC-zertifiziertes Holz zurück. Dass Brio großen Wert auf hochwertige Materialien legt, merkt und sieht man sofort, denn die Sachen überleben auch wildes Spielen und mehrere Generationen ohne größere Schäden.

Das Waldarbeiter-Set

Ihr könnt euch glaub ich vorstellen, dass Zwergenmann nicht mehr bis nach dem Mittagessen warten konnte und das Set sofort ausgepackt hat. In diesem Set ist neben den Schienen mit einer Brücke und tollen Felsen eine Lok mit Kran enthalten, die das Holz vom Anhänger aufnehmen und ab- und aufladen kann. Der Waldarbeiter ist auf einem Quad unterwegs und hat einen Koffer und eine Säge dabei. Und eine Tanne zum Abholzen darf natürlich auch nicht fehlen 😉

Zwergenmann findet Brücken für seine Eisenbahn immer richtig toll, weil man die Züge da runtersausen lassen kann. Die Brücke in diesem Set hat aber noch eine Besonderheit: an dem einen Felsen gibt es eine Rampe, an der der Zug das Holz abladen und runterrutschen lassen kann. Oft fahren deshalb auch unsere anderen Züge zu dieser Rampe, die ebenfalls Ladung im Anhänger haben und laden dort ab. Vor ein paar Tagen durfte sogar eine Kuh vom Bauernhof-Set rutschen *lach*

Für noch mehr Spielspaß gibt es zum Waldarbeiter-Set auch noch einen weiteren Zug mit Holzanhängern, ein Sägewerk mit Licht und Sound und einen Trecker mit Anhänger und weiterem Holz. Steht natürlich schon alles auf Zwergenmann’s Wunschzettel! Und ich kann ihn verstehen. Die Sachen von Brio machen einfach nur Spaß und regen immer wieder zu neuen Rollenspielen an. Mit jedem Aufbau entsteht eine neue Spielwelt und es werden neue Dinge entdeckt. Aktuell werden vor allem Bauernhof und Waldarbeiter gerne miteinander kombiniert, weil es thematisch auch recht gut zusammenpasst.

Meine erste BRIO Bahn mit Batterielok

Für Mausekind war im großen Paket etwas unglaublich Tolles: ein Set mit einer batteriebetriebenen Lok! Ja richtig, für die kleinsten Eisenbahnliebhaber gibt es nun auch eine Lok, die ganz alleine fahren kann. Und die macht einfach nur Spaß! Im Set ist nämlich eine Brücke enthalten, die aus mehreren Teilen zusammengesetzt wird und Mausekind ist total fasziniert davon, dass ihr Zug da ganz alleine hochfährt…

Das Tolle an den Brückenelementen ist, dass die Schienen oben in die Pfeiler geklemmt werden. Das geht ganz einfach, aber die Schienen haben einen wirklich guten Halt und rutschen nicht auseinander, wenn die Kleinen beim Spielen dagegen stoßen. Dafür muss ich BRIO wirklich ein Kompliment machen, da haben sie sich was richtig richtig Gutes überlegt!

Witzig ist auch, dass die Lok auch ohne Schienen fährt. Wie bei den anderen „Meine erste BRIO Bahn“ Sets, sind auch in diesem Set Rampen enthalten, über die man die Züge von den Schienen auf den Fußboden und wieder zurück schieben kann. Und die Lok kann das auch ganz alleine. Sie fährt über eine Rampe von den Schienen runter und über die andere Rampe wieder rauf. Das hat vor allem bei Zwergenmann anfangs Verwunderung ausgelöst *lach*

Der Anhänger hat übrigens eine abnehmbare Rolle, die sich dreht, wenn der Zug fährt. Mausekind ist davon sehr fasziniert, ärgert sich aber immer, wenn sie es nicht schafft, die Rolle auf den fahrenden Zug wieder aufzulegen 😉

 

Traktor mit Pferde-Anhänger

Wir sind verliebt! Allesamt! Ich hatte diesen wunderschönen Traktor schon vor ein paar Wochen im Laden gesehen und es kribbelte mir in den Fingern, ihn zu kaufen. Er ist einfach nur toll!

Im Gegensatz zu einem Großteil des BRIO-Sortiments besteht dieses Set aber nicht überwiegend aus Holz,

sondern aus Kunststoff, macht aber dennoch einen qulitativ hochwertigen Eindruck und ist super verarbeitet. Das Vorderteil des Traktors, der kleine Bauer und das Pferd sind wie gewohnt aus Buchenholz gefertigt und haben abgerundete Kanten. Auch die Kunstoffteile weisen keine scharfen Kanten auf und der Kunststoff ist angenehm „weich“ und griffig.

Der Traktor lässt sich mit dem Lenkrad richtig lenken – bei Zwergenmann klappt das natürlich schon super, Mausekind muss das noch ein bisschen üben.

Wer jetzt meint, dass dieses Spielzeug in Zwergenmann’s Besitz übergegangen ist, der irrt 😉 Nachdem wird das große Paket geöffnet hatten, stürzte sich Mausekind direkt auf den Traktor und wollte ihn nicht mehr hergeben! Er ist ihr absoluter Liebling bei den Frühjahrsneuheiten 🙂 Dass ich ihn noch auspacken durfte, war schon fast ein Wunder, seitdem wird er mit Händen und Füßen und unter Geschrei gegen alle „Angreifer“ verteidigt. Dass ihr hier trotzdem Zwergenmann mit ihm spielen seht, liegt nur daran, dass Mausekind kurzfristig von der Schaukel abgelenkt war *lach*

Es gibt auch noch eine grüne Lok mit einer Kuh und wir überlegen ernsthaft, ob wir die noch kaufen, damit der Kampf um den kleinen roten Traktor aufhört… Ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass hier schon Tränen geflossen sind.

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Bildquelle: Brio

Wir bedanken uns ganz herzlich bei BRIO für die wunderbaren Sachen, die wir testen und euch vorstellen durften 🙂 Wir lieben sie und sie werden wie auch unsere anderen BRIO-Sachen fleißig bespielt. Wenn auch ihr Lust auf Spiel und Spaß mit BRIO habt, solltet ihr die nächsten Tage regelmäßig bei uns vorbei schauen – ihr seht dann schon, warum… 😉

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Ausnahmezustand: wenn die erste Kinderkrankheit zu Gast ist

Ein Hallo aus dem Krankenlager!

Diese Woche ist es hier ruhig. Sehr ruhig. Mehrere halbfertige Blogbeiträge warten auf Fertigstellung, aber ich komme einfach zu nichts. Grund: Scharlach. Wollten wir nicht haben, haben wir nicht eingeladen, kam trotzdem. Blöder Besuch. Hat auch gleich noch seinen Kumpel „grippaler Infekt“ mitgebracht. Noch blöder! Und letzterer scheint sich hier sehr wohl zu fühlen, der will gar nicht mehr gehen. Aus diesem Grund werden die unfertigen Blogbeiträge wohl noch ein wenig ihren Dornröschenschlaf schlummern – ich bin nämlich abends einfach nur froh, wenn ich die Füße hochlegen kann und nichts mehr tun muss.

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Alles fing letzte Woche mit einer Erkältung an. Ist ja fast schon Dauerzustand. Zum Wochenende hin wurde Zwergenmann dann richtig ekelig und bockig. Nichts konnte man ihm recht machen und als er dann am Samstag noch nicht mal Einspruch erhoben hat, als Mausekind SEIN Ü-Ei gegessen hat, war uns klar: der wird krank. Und prompt kam dann auch Fieber dazu. Super. Passend zum Wochenende, wenn der Papa arbeiten muss. Der Sonntag war dann richtig ätzend… Zwergenmann wollte einfach mal nix! Nix essen, nix spielen, nix im TV gucken, nix mit seiner Schwester machen, nix halt. Das Fieber war zwar gesunken, aber er hang total durch. Also ist der Papa am Montagmorgen mit ihm zu Arzt gefahren. Diagnose: Scharlach. Juchu, unsere erste Kinderkrankheit! Herzlich willkommen, und nun verschwinde schnell wieder… Und damit’s schneller geht, gibt’s 3mal am Tag Antibiotika.

Da der Vollblutpapi natürlich nicht gefragt hat, wie lange Zwergenmann zu Hause bleiben muss, habe ich das am Dienstagmorgen gemacht, als ich mit Mausekind einen Termin zum Impfen hatte. O-Ton Kinderärztin: „Der kann morgen wieder gehen, nach 24 Stunden unter Antibiotika ist er nicht mehr ansteckend.“ Morgen??? Hat die mein Kind mal gesehen?! Der kann sich kaum auf den Beinen halten und isst nix! „Ja, wird schnell besser…“ wurde ich beruhigt. Nix wurde besser. Gestern Abend hatte er wieder über 39 Grad Fieber und sein Husten wird auch immer schlimmer. Dazu kommt, dass er nach wie vor so gut wie nichts essen möchte und den halben Tag schläft. Und wenn mein Sohn FREIWILLIG am hellichten Tag schläft, dann stimmt was nicht! Also ging es heute wieder zum Kinderarzt.

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Vom Husten her klingt es schon sehr nach einer Bronchitis. Die Lunge ist aber frei. Diagnose: grippaler Infekt. Weiteres Vorgehen: das Antibiotikum weiter nehmen und dazu Fieberzäpfchen und symptomatische Behandlung was Husten und Schnupfen angeht. Und was soll ich sagen: Mausekind hustet inzwischen natürlich auch… Großartig!

Möchte jemand unseren Besuch haben?! Vielleicht geht er ja wieder, wenn wir ihm ein anderes lauschiges Plätzchen als Alternative anbieten. Er ist auch wirklich pflegeleicht: schläft viel und isst nix. Wenn sich also jemand findet, schnüre ich ein nettes Care-Paket und schicke den „grippalen Infekt“ auf eigene Kosten weiter 😉

Ich schaue nun mal wieder nach unserem Häufchen Elend, das seit gut 2,5 Stunden in seinem Bett liegt und schläft. Schlafen soll ja helfen, aber geheuer ist mir das wirklich nicht…

Rauchmelder retten Leben – und sind seit dem 1. Januar 2016 fast überall Pflicht!

Heute mal ein Thema, das vor allem dem Vollblutpapi sehr am Herzen liegt: Rauchmelder! Er muss als Feuerwehrmann oft  zu Einsätzen ausrücken, bei denen auch noch Personen im brennenden Gebäude vermutet werden. Mit welchem Gefühl die Einsatzkräfte zum Brandort rausfahren, könnt ihr euch vermutlich vorstellen: sie gehen erstmal vom Schlimmsten aus, stellen sich auf eine Menschen- oder auch Tierrettung ein, hoffen, dass sie noch rechtzeitig kommen.

Brände schneller bemerken

Viele Brände könnten sehr viel schneller bemerkt werden, wenn Rauchmelder installiert sind. Aus diesem Grund gibt es seit dem 1. Januar 2016 in Deutschland fast flächendeckend eine Rauchmelderpflicht. Im Klartext heißt das, dass in allen Wohnhäusern und Wohnungen in den Schlafräumen und den Fluchtwegen Rauchmelder installiert sein müssen! In einigen Bundesländern gibt es diese Pflicht für Neu- und Bestandsbauten schon länger, andere Bundesländer ziehen in den kommenden Jahren nach. In folgenden Bundesländern gilt die Rauchmelderpflicht bereits: Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Aber ganz unabhängig davon, ob Pflicht oder nicht – der gesunde Menschenverstand sollte einem sagen, wie wichtig diese piependen Lebensretter sein können! Für uns ist es selbstverständlich – nicht nur weil der Vollblutpapi bei der Feuerwehr ist! Es ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt, wer für die Montage und Wartung der Rauchmelder in Mietwohnungen verantwortlich ist. Wer sich schlau machen möchte, kann hier mal nachschauen: Rauchmelderpflicht

Im Einsatz

Vor einigen Jahren wurde die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand alarmiert. Nachbarn hatten sich Sorgen gemacht, weil sie den Hausbewohner einige Tage nicht gesehen hatten. Die verständigte Polizei stellte Brandgeruch am Gebäude fest und forderte aus diesem Grund die Feuerwehr an. Der Vollblutpapi stellte sich gedanklich auf so ziemlich alles ein und sollte dennoch mit voller Wucht auf den Boden der Tatsachen geholt werden. Als sie am Einfamilienhaus ankamen, sah die Lage gar nicht so schlimm aus – es schlugen keine Flammen aus den Fenstern, es war kein Rauch zu sehen. Aber es gab die Vermutung, dass sich noch eine Person im Gebäude befinden könnte. Also Tür öffnen und rein. Sie fanden den Bewohner. Tot. Das Feuer war in der Küche ausgebrochen, der Bewohner hielt sich zu diesem Zeitpunkt in einem anderen Raum auf und wurde zu spät auf den Brand aufmerksam. Durch die Rauchgase, die er eingeatmet hatte, verlor er das Bewusstsein und verstarb schließlich an einer Rauchgasvergiftung. Das Feuer ging von alleine wieder aus, da es irgendwann keine Nahrung mehr fand – Sauerstoff fehlte. Den Zustand des Bewohners werde ich nicht weiter beschreiben… Die Erzählungen des Vollblutpapis, der dort nach so vielen Jahren bei der Feuerwehr seine erste Brandleiche sah, haben mir einen Schauer über den Rücken gejagt. Es dauerte einige Zeit bis er diesen Einsatz hinter sich lassen konnte…

Rauchmelder retten Leben

Wären dort Rauchmelder installiert gewesen, wäre der Bewohner vermutlich eher auf das Feuer aufmerksam geworden. Denn das Schlimmste an so einem Brand sind gar nicht mal die Flammen, sondern die Rauchgase. Bereits wenige Atemzüge führen zur Bewusstlosigkeit und zum Tod. Und was viele nicht wissen: im Schlaf riecht man nichts! Bricht also nachts irgendwo im Haus ein Feuer aus, z.B. wegen eines technischen Defekts an einem Elektrogerät, bekommt man das unter Umständen gar nicht mit. Man atmet den giftigen Rauch im Schlaf ein. In so einem Fall kommen die Rettungskräfte dann oft zu spät.

Wo Rauchmelder angebracht werden sollen

Rauchmelder gehören in alle Schlafräume und Fluchtwege (Flure etc.). Aber auch in Räumen mit hoher Brandlast sind sie sinnvoll, z.B. in Abstellräumen und Kellern. Zusätzlich können sie auch noch in Wohnräumen angebracht werden – was durchaus Sinn macht, denn gerade in Wohnzimmern hat man in der Regel eine ganze Reihe von Elektrogeräten, die durch einen technischen Defekt in Brand geraten könnten. In Badezimmern und in der Küche können die kleinen Lebensretter einen hingegen in den Wahnsinn treiben, weil sie auch durch aufsteigenden Wasserdampf auslösen!

Was heißt „Pflicht“? Kontrolliert das jemand?<

Nein, kontrollieren tut es niemand. Aber wenn es zu einem Brand kommt und in den Räumlichkeiten keine Rauchmelder installiert sind, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar. Denn fehlen die Rauchmelder, ist das ein Verstoß gegen die Bauordnung und das kann zu einem strafrechtlichen Verfahren führen. Außerdem könnte dann auch die Versicherung (Gebäude- und/oder Hausratversicherung) die Leistungen kürzen!

Wenn’s brennt – Kinder-Finder

Ich wünsche niemandem, dass ein Feuer in den eigenen vier Wänden ausbricht. Und ich hoffe, dass auch wir davon verschont bleiben. Aber für den hoffentlich nie eintretenden Fall gibt es neben Rauchmeldern noch weitere kleine für die Feuerwehrleute sehr nützliche Lebensretter: Kinder-Finder!

Im Prinzip sind das „nur“ kleine Aufkleber, die an den Türen der Kinderzimmer oder noch besser am Türrahmen der Kinderzimmer angebracht werden sollten – und zwar im unteren Bereich! Warum?! Damit die Einsatzkräfte sie sehen! Der Rauch bildet sich, wie ihr oben im Video sehen konntet, sehr schnell und er steigt im Raum nach oben, wird dann von der Decke aber regelrecht nach unten gedrückt. Und er ist schwarz wie die Nacht, man sieht die Hand vor Augen nicht. Aus diesem Grund bewegen sich Feuerwehrleute in diesem Rauch auch immer am Boden fort. Selbst die beste feuerfeste (Taschen)Lampe bietet dabei nur wenig mehr Sicht, aber sie hat einen Vorteil: trifft ihr Schein auf die angebrachten Kinder-Finder, reflektiert diese den Lichtschein. So wissen die Einsatzkräfte, dass sich in diesem Raum unter Umständen ein Kind befindet! Und das ist unglaublich wichtig. Denn bei Gefahr und vor allem bei Feuer und Rauch tun Kinder vor allem eines: sie verstecken sich. Und dabei sind sie mucksmäuschenstill. Sehen die Einsatzkräfte beim Durchsuchen eines Hauses aber so einen Kinderfinder, sehen sie nochmal extra genau nach: unter Betten und sonstigen Möbeln, wo ein Kind drunter passen könnte, in Schränken, Regalen etc.

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Stille Nacht, heilige Nacht

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus
ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung  war die
aller erste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien
war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine
Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt
Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem,
weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich
schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und  sie
gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in
eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es
waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die
hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen,
und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich
sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich
verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch
ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der
Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in
Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem
Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und
sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den
Menschen seines Wohlgefallens.
Wir wünschen Euch und Euren Familien frohe und besinnliche Weihnachtstage. Lasst es euch gut gehen im Kreise eurer Liebsten und genießt die Ruhe und den Frieden dieser besonderen Tage im Jahr. Vergesst für ein paar Stunden mal all die Hektik und all den Stress, der euch sonst auf euren Wegen begleitet. Besinnt euch auf die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben…   
Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
nur das traute hochheilige Paar,
holder Knabe im lockigen Haar.
Schlaf in himmlischer Ruh!
Schlaf in himmlischer Ruh!
Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, oh wie lacht
lieb aus deinem göttlichen Mund,
da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt!
Christ, in deiner Geburt!
Stille Nacht, heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht!
Durch der Engel Hallelujah
tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter, ist da!
Christ, der Retter, ist da!

Mit diesem Post verabschieden wir uns dann auch für dieses Jahr von euch und gönnen uns bis Anfang Januar eine Blog-Pause. Kommt also alle gut ins Jahr 2016 und haltet uns auch weiterhin die Treue! 
Liebe weihnachtliche Grüße von der Vollblutfamilie Marcel, Svenja, Zwergenmann und Mausekind 

Von Bräuchen, Deko und Besinnlichkeit: wie wir Weihnachten feiern.

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!


Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?

Ja, morgen ist schon Heilig Abend! Seid ihr schon in Weihnachtsstimmung? Mir persönlich fehlt ja das passende Wetter. Die frühlingshaften Temperaturen haben mich ja fast dazu verleitet, die Ostereier statt der Christbaumkugeln an den Weihnachtsbaum zu hängen 😉  Es muss ja nicht unbedingt Schnee liegen – auch wenn das natürlich richtig schön wäre – aber zumindest kälter könnte es sein! Langsam frage ich mich, ob das mit dem WINTER überhaupt nochmal was wird…
Aber ich will mich an dieser Stelle ja nicht über das unweihnacht- und unwinterliche Wetter beschweren, ich möchte euch heute zeigen, wie wir Weihnachten feiern, was für uns zu Weihnachten dazu gehört. Sicherlich gibt es doch auch bei euch Traditionen… Meine inzwischen schon verstorbene Oma kam aus Schlesien und somit sind wir in puncto Essen ein wenig schlesisch geprägt – vor allem an Weihnachten! An Heilig Abend gibt es bei uns zum Mittagessen traditionell Schlesische Weißwurst (vom Metzger unseres Vertrauens, der die noch nach schlesischem Rezept und ausschließlich in der Weihnachtszeit anbietet) mit Sauerkraut und Kartoffelbrei. Dafür ist in der Regel meine Mama zuständig 🙂 Morgen kommt sie deshalb zu uns – der Vollblutpapi muss nämlich an Heilig Abend leider arbeiten. Ja, auch an Feiertagen muss der Brandschutz sichergestellt werden!

 Der Mohnstollen

Ich stand heute schon in der Küche und war fleißig: ich habe schlesischen Mohnstollen gebacken. Das Rezept wird seit Jahren in unserer Familie von Generation zu Generation weitergegeben – naja, genau genommen ist es nur eine Zutatenliste mit Mengengaben *lach* Ich habe keine Ahnung, wie lange das schon zurückreicht, aber ich glaube meine Uroma hat den als Kind schon gegessen 😉 Und bevor die Frage kommt: nein, ich rücke es nicht raus! Das haben schon so viele im Freundeskreis versucht… Gewisse Dinge muss man sich bewahren, finde ich. Und weil er hier so heiß begehrt ist, muss ich eigentlich immer zwei Stollen backen: einen mit und einen ohne Rosinen in der Mohnfüllung! Es gibt nämlich äußerst viele Menschen, die keine Rosinen mögen… Dieses Jahr habe ich aber nur einen Rosinen gebacken, weil dieses Jahr über die Feiertage viele Stollen-Esser im Urlaub sind 😉 Und wer sich jetzt fragt „Hä, warum backt sie den denn, wenn es von Generation zu Generation weitergegeben wird?!“ – der Kelch ist an meiner Mutter vorüber gegangen. Das liegt vermutlich daran, dass ich meiner Oma von klein auf geholfen habe und diese Aufgabe ganz selbstverständlich übernommen habe, als sie es selber nicht mehr konnte. In unserem Fall hat die „Tradition“ also eine Generation übersprungen 😉 Und ich mache es gerne. Ein Weihnachten ohne Mohnstollen ist kein richtiges Weihnachten. Selbst letztes Jahr nur gute 4 Wochen nach Mausekind’s Geburt, habe ich Stollen gebacken – da hatte niemand mit gerechnet!
Gegessen wird er bei uns übrigens zum ersten Mal zum Kaffee an Heilig Abend. Und dann an den Weihnachtsfeiertagen. Den Rest gibt es dann meistens zu Silvester und/oder Neujahr. So lange hält er sich, wenn man ihn kühl lagert. Man kann ihn aber auch super einfrieren 🙂

Der Weihnachtsbaum

Zu Weihnachten gehört natürlich auch ein Weihnachtsbaum! Eigentlich stellen wir ihn immer erst am 23.12. auf. In meiner Kindheit war es so, dass Oma den Stollen gebacken hat, mein Vater hat sich mit dem Weihnachtsbaum befasst und meine Mutter mit dem ganzen Rest *lach* In diesem Jahr haben wir den Baum aus organisatorischen Gründen schon letzte Woche Donnerstag aufgestellt und geschmückt. Zwergenmann war ganz fasziniert und hat viel geholfen. Farblich erstrahlt er dieses Jahr in den Farben blau-silber-weiß. Hatte ich meinem Mann letztes Jahr versprochen. Der Vollblutpapi ist nämlich ein riesen Football-Fan. Genau genommen Dallas Cowboys Fan. Und deren Vereinsfarben sind halt blau, silber und weiß. Immerhin durften die Strohsterne mit dran (weil das Logo der Cowboys ja auch ein Stern ist *lach*) und eine Dallas-Cowboys-Christbaumkugel blieb mir auch (noch) erspart 😉 Im nächsten Jahr darf ich dann wieder die farbliche Gestaltung übernehmen und dann werde ich auch mal den alten Christbaumschmuck aus meiner Kindheit wieder rausholen, den ich damals schon an den Baum gehängt habe: kleine Holzfiguren.

Die Krippe 

Habt ihr eine Krippe?! Bei uns gibt es eine Krippe von HABA, die auch schon seit dem 1. Advent auf dem Schrank unter dem Fernseher steht und fleißig bespielt wird – dafür ist sie ja auch gedacht 🙂 Neben der Heiligen Familie mit Stall, Ochs, Esel und Weihnachtsstern haben wir auch noch einen Engel, einen Schäfer mit Schäferhund und Schafen und die Heiligen drei Könige. Auf meiner Wunschliste stehen noch die Kamele zu den Königen 😉 Dieses Jahr bin ich irgendwie voll drüber weg gekommen, also gibt es die erst nächstes Jahr.

 

 
 
 
Bei meiner Mutter steht eine ganz wundervolle Krippe, die mich in meiner Kindheit schon fasziniert hat und die sie uns vermachen möchte, wenn Mausekind und Zwergenmann etwas älter sind. Denn die Figuren sind recht filigran und könnten bei ruppigem Umgang kaputt gehen. Ich wurde damals auch immer gut beobachtet, wenn ich damit gespielt habe. Wer sich nun denkt „Oh, die sehen aber teuer aus.“, der hat Recht. Diese Figuren der Firma RUCO haben es preislich in sich… Wir haben mal irgendwann ein Schaf nachgekauft, weil eines kaputt gegangen ist, und das alleine hat schon um die 20 Euro gekostet. In einem Geschäft hier in der Stadt bekommt man sehr viele weitere Sachen – auch da stehen noch die Kamele für die Könige auf meiner persönlichen „Muss-ich-noch-haben-Liste“, aber zuerst muss ich dafür mal das Geld „übrig“ haben *lach* Denn ein Kamel kostet über 100 Euro… 😉 Schade finde ich nur, dass sich das Design im Laufe der Jahre ein wenig geändert hat – die alten Figuren, die wir noch haben, finde ich irgendwie schöner als die neueren. Aber trotzdem sind sie einfach nur schön! Für den Stall werde ich im kommenden Jahr mal neues Moos in unserem Garten abstechen – wir haben an einer Stelle unheimlich viel und der Stall braucht dringend mal eine neue Schicht 😉

Die Dekoration

Mit Weihnachtsschmuck im und ums Haus habe ich mich in diesem Jahr zurückgehalten. Den alten Klimbim habe ich letztes Jahr beim Umzug entsorgt, weil mir die Sachen einfach nicht mehr gefallen haben und ein Teil war auch schon hier und da etwas kaputt. Auf dem Esstisch steht der Adventskranz und auf einem kleinen „Rauchertisch“ mit Messingbeschlag (den hat der Vollblutpapi geerbt und er ist wirklich wunderschön) stehen unsere Barbarazweige und das Rica-Buch. Die Barbarazweige fangen übrigens passend zu Weihnachten an aufzublühen! Das Rica-Fensterbild haben wir am Wohnzimmerfenster gestaltet. Hier und da steht noch ein Elch oder ein kleines Holzschaukelpferd, das war’s dann aber auch schon… Aber für nächstes Jahr habe ich mir richtig was vorgenommen, ich hab jetzt ja dieses tolle Buch mit der schwedischen Dekoration!!!

Draußen hängt – gegen den Willen des Vollblutpapis – ein Kranz an der Tür. Er hat’s nich so mit Deko, findet das eher überflüssig. Ist halt ein Mann 😉 Und den großen unbepflanzten Blumenkübel vor dem Garagentor (das wir nicht als solches nutzen), habe ich mit einem Weidenkranz und einer Laterne ein wenig aufgepeppt. Am Haus soll sich im nächsten Jahr aber noch einiges tun und dann werde ich da ein paar dauerhafte Dekoelemente anbringen, die man dann passend zur Jahreszeit umgestalten kann.

 

Heilig Abend

Die Weihnachtsfeiertage verbringen wir dieses Jahr etwas anders als sonst: der Vollblutpapi muss ja an Heilig Abend arbeiten. Die Oma kommt dann zum Mittagessen und danach gehen wir zusammen mit Zwergenmann und Mausekind zum Krippenspiel in die Kirche. Anschließend gibt es noch Kaffee und Mohnstollen und dann trennen sich an diesem Tag unsere Wege. Ich werde die Kinder dann noch ganz gemütlich baden, die Geschichte von den „Kerzen vom Christkind“ erzählen und nach dem Abendbrot geht es dann ins Bett.

 

 

 

 

25. Dezember

Am 25. Dezember kommt der Vollblutpapi morgens von der Schicht. Zum Mittagessen kommen dann die Großeltern. Dieses Jahr gibt es bei uns Hirschgeschnetzeltes mit Rotkohl und selbstgemachten Spätzle. Lecker!!! Danach dürfen alle einen Verdauungsspaziergang machen und ich bleibe hier und räume auf – und öffne dem Christkind die Tür! Ich bin schon so gespannt auf die Augen der Kinder, wenn sie nach dem Spaziergang die Geschenke unterm Baum entdecken 🙂 Ich hoffe ja, dass das Christkind auch Zwergenmann’s größten Wunsch erfüllt: die „Ampel“ für seine Brio-Eisenbahn… Wenn wir nicht noch zu vollgefressen vom Mittagessen sind, gibt es nach der Bescherung noch Kaffee und Mohnstollen – mein Schwiegervater freut sich schon das ganze Jahr drauf! Und danach kehrt dann langsam wieder Ruhe ein…

26. Dezember 

Auch am 26. Dezember muss der Vollblutpapi den Brandschutz sicherstellen – er hat Schicht. Bei uns ist dann nichts weiter geplant und wir lassen es ruhig und gemütlich angehen. Zwergenmann und Mausekind werden sicherlich mit ihren Geschenken beschäftigt sein und ich werde das Chaos beseitigen *lach* Bei gutem Wetter geht’s nachmittags dann noch raus an die frische Luft 🙂 

Und ihr so?!

Wie verbringt ihr die Feiertage? Gibt es bei euch auch Bräuche und Rituale. Ich hoffe ja sehr, dass der Vollblutpapi im nächsten Jahr nicht an Heilig Abend arbeiten muss – dann kann ich euch nämlich erzählen, wie es bei uns eigentlich abläuft… *lach* Dieses Jahr machen wir halt das Beste draus.

Eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte

Heute möchte ich euch passend zum Weihnachtsfest eine Geschichte erzählen. Eine besondere Geschichte, wie ich finde. Woher ich sie habe, weiß ich selber nicht mehr. Aus irgendeinem Weihnachtsbuch von meiner Mama (die ist Grundschullehrerin) glaube ich und ich habe sie vom Umfang her für Kindergartenkinder eingekürzt. In den letzten Jahren habe ich sie dann immer den Kindern im Kindergarten in der Weihnachtszeit erzählt und noch nie war es so still im Gruppenraum. Den Raum habe ich zuvor abgedunkelt und mit vielen Kerzen geschmückt. Ein paar Duftkerzen zaubern zusätzlich einen weihnachtlichen Duft in den Raum… Und dann habe ich ihnen die Geschichte von dem Weihnachten erzählt, an dem eine Familie keine Kerzen für den Weihnachtsbaum hatte und das Christkind am Heiligen Abend doch noch welche gebracht hat:

Kerzen vom Christkind

Als es zwei Tage vor Weihnachten in den bayerischen
Bergen zu schneien anfing, bemerkte die Bäuerin voller Schrecken, dass sie
vergessen hatte, Kerzen für den Weihnachtsbaum einzukaufen. Das war schlimm,
denn in den kleinen Gebirgsdörfern gibt es keine Geschäfte. Die Leute müssen
oft sehr weit fahren, um einen größeren Ort zu erreichen. Bei den wenigen Nachbarn fragte die Bäuerin
vergeblich. Keiner konnte aushelfen. So blieb ihr nur eines übrig – noch mal
ins Tal fahren! Aber die Bäuerin wusste, was die tiefhängenden grauen Wolken zu
bedeuten hatten… Den ganzen Nachmittag schneite es und die ganze Nacht auch
und am nächsten Morgen waren die Wege so hoch verschneit, dass die Häuser bis
zu den Fenstern im Schnee steckten. Als es eifrig weiterschneite, rief die Bäuerin ihre
Kinder zu sich. Sie nahm ihr kleine Tochter Nanni auf den Schoß und die beiden
Jungen Toni und Hansl setzten sich rechts und links neben ihre Mutter auf die
Bank. Dann erzählte die Bäuerin von einem längst vergangenen Weihnachten, als
ihr Großvater noch ein kleiner Junge gewesen war…
Da waren die Eltern so arm, dass sie keine Kerzen
für den Weihnachtsbaum kaufen konnten. Der Vater hatte damals gesagt „Schau
Bub, wie hell und strahlend heut in der Heiligen Nacht die Sterne am Himmel
stehen. Sie sehen aus wie Kerzen und wir sind auf den Bergen so nah dran, dass
wir eigentlich keine Kerzen am Weihnachtsbaum brauchen!“
„Seht Kinder“, sagte die Bäuerin, „wir haben leider
keine Kerzen im Haus und weil es so doll schneit, kann ich leider nicht ins Tal
fahren, um noch welche zu kaufen. Wir müssen es so machen wie der Großvater.“ Da wurde die kleine Nanni ganz traurig. „Ooooh“,
seufzte sie mit runden, traurigen Augen, „die Lichter sind aber doch so
schön… Wenn man lange hineinschaut und ein bisschen blinzelt, sehen die
Flämmchen wie bunte Bällchen aus.“ Die Bäuerin sah mit schwerem Herzen, wie
traurig ihre Kinder waren.
Als der Heilige Abend gekommen war, stand der
Tannenbaum schön geschmückt, aber leider ohne Kerzen im Wohnzimmer. Die Bäuerin
ging mit ihrer ganzen Familie zur Weihnachtsmesse. Nanni war sehr stolz, weil
sie zum ersten Mal mitkommen durfte. Die kleine Kapelle strahlte hell in der
dunklen Nacht, der Kirchenchor sang und der Wind blies dicke Schneeflocken
durch die Luft. Nach dem Gottesdienst bat die Bäuerin ihren Mann,
schon einmal mit den Kindern nach Hause zu gehen. Ihr Mann wunderte sich etwas,
ging dann aber mit den Kindern vor. Als er sich noch einmal umdrehte, war seine
Frau verschwunden. Umso größer war die Überraschung, als die Bäuerin schon zu
Hause im Wohnzimmer saß, als der Vater, Toni, Hansl und Nanni nach Hause kamen. Dann wurde es ganz ganz still… In den großen
Kinderaugen spiegelte sich der Glanz von ganz vielen Kerzen am Weihnachtsbaum.
„Oh Mami, wie schön der Weihnachtsbaum aussieht. Sooo schön“, sagte die kleine
Nanni und drückte ihre Mama ganz fest.

Später am Abend, als die
Kinder ganz müde waren und die Bäuerin sie ins Bett brachte, fragte die kleine
Nanni, wer denn die Kerzen gebracht hat. Behutsam deckte die Bäuerin sie zu und
flüsterte: „Die Kerzen sind vom Christkind.“
 

In diesem Jahr werde ich die Geschichte auch zum ersten Mal bei uns erzählen. Bislang war Zwergenmann ja noch zu klein und hätte das noch nicht verstanden – zumal er auch bis vor einigen Monaten noch nicht wirklich Interesse an Geschichten und Büchern hatte 😉 Aber wenn bei uns das Christkind in diesem Jahr schon einen Tag später kommt, weil der Vollblutpapi an Heilig Abend arbeiten muss, möchte ich doch zumindest diesen besonderen Zauber von Weihnachten ins Haus holen. Ich bin schon gespannt, wie Zwergenmann und auch Mausekind auf die vielen Kerzen am Heiligen Abend reagieren und ob ihre Augen dann auch so strahlen…
Wer sich auch den Zauber von Weihnachten ins Haus holen möchte, darf sich die Geschichte gerne ausdrucken und die Kerzenvorräte zusammensuchen. Glaubt mir, so kommt man auch bei dem derzeitigen Osterwetter noch richtig in Weihnachtsstimmung!

Der Nikolaus war da….

Wir sagen euch an den lieben Advent.
Sehet, die zweite Kerze brennt.
So nehmet euch eins um das andere an,
wie auch der Herr an uns getan!
Freut euch, ihr Christen! Freuet euch sehr.
Schon ist nahe der Herr.

 

Wir wünschen euch einen wunderbaren zweiten Advent! Und einen schönen Nikolaustag natürlich auch 🙂 Fast hätten Mausekind und ich ihn live erleben können – wir hatten nämlich ne ziemlich unruhige und schlaflose Nacht. Gestern nach dem Mittagsschlaf hatte sie plötzlich bellenden Husten. Zwei Stunden zuvor war noch alles in Ordnung. Pseudokrupp. Na toll… Bin also mit ihr zum kinderärztlichen Notdienst gefahren. Bislang waren Zwergenmann und Mausekind noch nie richtig krank. Zwergenmann hatte nur mal vor 2 Jahren das 3-Tage-Fieber und ansonsten plagen wir uns halt ab und zu mit ner Erkältung rum – wobei die Erkältung nun seit ein paar Wochen quasi schon Dauerzustand ist 😉 Die Kinderärztin war echt lieb, aber Mausekind hat bei ihrem Anblick schon direkt losgebrüllt – wobei gebrüllt auch übertrieben ist, so heiser, wie sie war… Diagnose: Pseudokrupp. Hatte ich mir ja schon gedacht. Mit dem Blick in ihre Ohren offenbarte sich dann noch ne beidseitige Mittelohrentzündung. Damit hatte ich nicht gerechnet. Also mit nem Rezept für Chortisonsaft und Antibiotikum ab zur Apotheke… Unsere Nacht war dann dementsprechend unruhig. Für mich fing sie um Mitternacht an und war um 4 Uhr auch schon wieder zu Ende *gähn* Irgendwann in der Zeit muss der Nikolaus dann wohl da gewesen sein 😉 

Heute Morgen ist Zwergenmann direkt zur Tür gelaufen und hat nachgeschaut, ob was in den Stiefeln ist. Doch die Stiefel waren weg! „Dann warst du wohl doch nicht lieb…“. Dieser Blick. Für Mausekind haben wir dann was gefunden – auf ihrem Hochstuhl stand ihr Stiefelchen mit einem kleinen Schokonikolaus und einem Päckchen. Das Geschenk für Zwergenmann hatte der Nikolaus ebenfalls auf seinem Stuhl postiert – man sah es nur nicht direkt, weil er den richtig schön an den Tisch geschoben hatte. Gott sei Dank! 
Viel Schoki gab’s bei uns aber nicht. Stattdessen hat Zwergenmann ein tolles Spiel von HABA bekommen, wo man Elefanten nach einer Bildkarte aufeinanderstapeln muss. Gar nicht so einfach… Denn wenn man endlich die Reihenfolge richtig hat, kippen die blöden Dinger ständig wieder um! Ich muss dem Nikolaus echt dankbar sein: ein richtig tolles Spiel für unseren Wirbelwind, der nicht stillsitzen kann. Da muss er sich mal konzentrieren, genau beobachten und Fingerspitzengefühl zeigen. 
Mausekind darf nun Musik machen! Für sie gab es ein Glockenspiel von HABA. Mit dem Anschlagen der drei Glocken, die unterschiedlich klingen, klappt es auch schon ganz gut 🙂 
Heute Nachmittag ist noch Nikolausfeier bei der Feuerwehr. Da kann ich ihm dann ja persönlich danken 😉 Ich bin gespannt, was Zwergenmann sagt. Jetzt gerade muss er nämlich alleine in seinem Zimmer bleiben – weil er wieder mal so gar nicht hören konnte. Wie gut, dass wir morgen einen Termin beim HNO haben – der kann dann hoffentlich die Bohnen aus den Ohren entfernen *lach* Das heute ist übrigens unsere erste Nikolausfeier. Als Zwergenmann gerade 5 Monate bzw. knapp 1,5 Jahre alt war, sind wir noch nicht hingegangen und letztes Jahr war mir das einfach zuviel, weil Mausekind gerade erst eine Woche alt war. Da hatte ich andere Sorgen 😉 Mal schauen, wie die zwei dann gleich auf den Mann mit Vollbart und Mitra auf dem Kopf reagieren. Lange werden wir mit unserem kranken Mäuschen wohl eh nicht bleiben…

Kinder, stellt die Stiefel raus! Morgen kommt der Nikolaus…

Wenn es raschelt im Haus heute Nacht,
still und heimlich, dass niemand erwacht,
sind es ganz bestimmt keine Mäuse,
sondern viele liebe kleine Nikoläuse. 
Denn dem Alten fehlt längst schon die Kraft,
und weil er es allein nicht mehr schafft,
setzte er sich im Himmel zur Ruhe
und zeigt nur noch von Schuhe.
Seine Augen sind müde und krank,
drum putzt die Stiefel blitzeblank!
(Text: Rolf Zuckowski)
Morgen ist es soweit: Nikolaustag! Und Zwergenmann weiß Dank unseren Weihnachts-CDs inzwischen ziemlich genau, was zu tun ist… Stiefel putzen! Warum er sich allerdings den dreckigsten Gummistiefel im Regal aussuchen musste, ist mir ein Rätsel…
Wäre ich böse, würde ich ihm jetzt unterstellen, dass er Zeit schinden wollte, weil er noch nicht ins Bett wollte *lach* Denn auch die Sohle, in der jede Menge fester Sand und Gras klebte, sollte auch sauber werden… Ich konnte ihn dann aber doch noch davon überzeugen, dass der Nikolaus da den Dreck bestimmt nicht sieht, weil der Schuh ja auf der Sohle steht! 
So sehr sich Zwergenmann und Mausekind momentan auch zoffen – an seine kleine Schwester hat er dann doch noch gedacht, als ich seinen Stiefel vor die Tür in den Innenhof gestellt habe: Mausekind’s winziges Stiefelchen sollte auch raus! Dann warten wir jetzt mal gespannt, ob der Nikolaus auch tatsächlich kommt und die Stiefel füllt… Ich glaube ja, dass Zwergenmann nicht lieb genug war 😉 Der hat zur Zeit einfach zuviel Mist in seinem Köpfchen…

Singen und tanzen mit Kokosnuss

Dass wir den kleinen Drachen Kokosnuss lieben, dürfte sich inzwischen ja
schon rumgesprochen haben 😉 Diese Liebe fing mit dem Trailer des
Kinofilms auf der DVD vom Biene Maja Film an: Zwergenmann sah den kleinen
orangsfarbenen Drachen und sprach von nichts anderem mehr… Nach
einigen Wochen des „Bettelns“ haben wir die DVD dann mal ganz spontan
beim Einkaufen mitgenommen. Besonders cool ist ja die Filmmusik. Und was
noch viel cooler ist: es gibt davon auch eine CD!!!

 

Auf der CD sind bei einer Spieldauer von ca. 26 Minuten insgesamt 10 Lieder – die aber längst nicht alle im Film vorkommen. Seit wir sie haben, läuft sie fast jeden Tag rauf und runter. Die Texte können wir inzwischen auswendig und die Mukke macht einfach gute Laune! Es sind nämlich keine typischen Kinderlieder… Von nem Pop-Song über Rock’n’Roll bis hin zur Samba sind quasi alle modernen Musikstile dabei, jedes Lied bietet einen anderen Stil. Ich persönlich finde den Reggae-Song vom Stachelschwein Matilda ja richtig cool 😉 Zwergenmann mag das „Ananas-Lied“ am liebsten und Mausekind wird immer ganz kuschelig, wenn ich ihr das „Schlaflied“ vorsinge – das einen wunderschönen Text hat…
Wer den Film hat, sollte sich diese CD echt holen 🙂 Und auch ohne den Film zu kennen, macht sie ne Menge Spaß – allerdings versteht man dann den Zusammenhang bzw. den Sinn des Textes mitunter nicht ganz 😉 Aber egal, gute Laune kriegt man trotzdem! Auch für Mami’s und Papi’s Ohren sind diese Lieder eine echte Wohltat – „Alle meine Entchen“, „Wer will fleißige Handwerker seh’n“ und Co kann ich persönlich nämlich nicht mehr hören… 
Wie die Hörbücher vom kleinen Drachen Kokosnuss ist auch diese CD im cbj-audio Verlag von Random House erschienen. Ihr findet sie quasi überall, wo es Hörbücher und Kinder CDs gibt 🙂 

Lagerfeuer und Stockbrot

Meine beiden Männer waren heute den ganzen Tag im Garten. Und dabei kam der Vollblutpapi auf die Idee, dass er ja mit Zwergenmann ein Lagerfeuer und Stockbrot machen könnte. Ich bekam dann den Auftrag „mal eben schnell“ nen Teig zu machen, während er eine Feuerstelle gebaut hat 😉 

Hier mal das Rezept:

400g Mehl
250ml lauwarme Milch
1 Päckchen Trockenhefe
1 EL Zucker
2 EL Öl
1 Prise Salz

Die Lauwarme Milch, Hefe, Zucker und einen EL Mehl zu einem Vorteig anrühren und etwa 15 Minuten gehen lassen. Anschließend alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten und ca. 30-40 Minuten gehen lassen. 

Das war ein echtes Highlight für Zwergenmann. Das erste Lagerfeuer bei uns im Garten und sein allererstes Stockbrot überhaupt! Da hat er morgen im Kindergarten ordentlich was zu erzählen… 😉 

Ich finde ja, dass sowas immer schnell gemacht ist. Dass der Vollblutpapi damit heute so spontan um die Ecke kam, hat mich dann aber doch etwas überrascht 🙂 Aber so ist das Leben mit Kindern: es hält jeden Tag eine Überraschung bereit und man weiß morgens nie, was kommt. Und das ist auch gut so! 

Ich hatte dann auch noch eine Idee… 😉 Na, was mag wohl in diesem knubbeligen Stockbrot stecken??? 

Ich hab eine Tomate (frisch aus dem Garten!) aufgespießt und in den Teig eingewickelt. Schmeckt super lecker, solltet ihr auch mal ausprobieren 🙂 
Ein Hinweis: wenn ihr Stockbrot über dem Lagerfeuer macht, nehmt frische Stöcker (wir haben neue Triebe von der Haselnuss abgeschnitten) und keine alten trockenen. Die könnten nämlich überm Feuer selber Feuer und Flamme werden 😉