Archiv der Kategorie: Musiktipp

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Musiktipp old but gold: Queen of rain – Roxette

Der Titel könnte auch heißen: Old, but gold! Denn wenn die Rede von Queen of rain von Roxette ist, dann sprechen wir über einen Song, der bereits 1992 ein Hit war. Und damit ist dieser Song schon sage und schreibe 15 Jahre alt!

Mich hat dies Lied also bereits im zarten Alter von 10 Jahren begleitet und ich habe es geliebt! Ständig habe ich die neu erworbene CD meiner großen Schwester gemopst, um dieses Lied in meinem Zimmer, rauf und runter zu hören. Natürlich gab es da auch einige andere Lieder auf der CD, aber Queen of rain ist und bleibt mein allererster Lieblingssong von Roxette. Ich werde ihn also mein Leben lang immer mit dieser Band verbinden und nicht irgendwann sagen: „Ach ja, der Song ist ja auch von denen! oder „Oh, den hatte ich fast vergessen! Ja, der ist auch gut!“. Nein, bei Queen of rain wird es für mich immer heißen: „Dieser Song ist und bleibt einer meiner absoluten Lieblingssongs von Roxette!“ Weiterlesen

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Musiktipp: Lordly – Feder feat. Alex Aiono

Es ist Handball WM 29017 in Frankreich. Und ein Song spielt in allen Hallen: Lordly von Feder feat. Alex Aiono. So könnte man mein Mitbringsel aus Metz beschreiben, was ich Euch heute kurz vorstellen möchte!

Feder hat in diesem Jahr den Song schlechthin für die Handball WM in Frankreich geliefert. Lordly wurde für die WM-Werbung Werbung und Aktionen rund um die gesamte Weltmeisterschaft genutzt. Ob in der Halle, an der Halle, in Supermärkten und und und… Lordly war überall dabei! Und wer in Frankreich Feder noch nicht kannte, seit Januar 2017 war zumindest sein Song in aller Munde. Weiterlesen

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Musiktipp: How much is enough? – Dead Sirius 3000

Etwas mehr als 1 Jahr war es ruhig um die finnische 3er Kombo von Dead Sirius 3000 geworden, bis sie nun endlich am 03.November 2016 das langersehnte Video zu ihrem neuen Song ‚How much is enough?‘ herausgebracht haben.

Fans rätselten schon lange, ob, wann und was für ein Video oder Song von Petteri Sariola, Jukka Backlund und Tapio Backlund als nächstes veröffentlicht werden würde. Und nicht wenige befürchteten dabei, dass es nie wieder etwas Neues von den 3 Finnen und ihrer Band Dead Sirius 3000 geben würde. Doch da hatten jene Zweifler sich eindeutig getäuscht.

Bereits einige Wochen zuvor tauchten auf den Instagramaccounts der Jungs vereinzelt Bilder oder Hinweise darauf auf, dass es bald etwas Neues geben würde und doch kam die Veröffentlichung für alle gleichermaßen überraschend, wurde dies doch mit keinem Wort zuvor angekündigt. Plötzlich war das Video da und der neue Sang auf den Youtube- und Facebookaccounts der Jungs, sowie des Offiziellen Dead Sirius 3000 Fanclubs online.

Und auch wenn der Sound von ‚How much is enough?‘ etwas gewöhnungsbedürftig ist, so geht der Song doch irgendwie sofort ins Ohr und animiert zum mitsummen des eingängigen Refrains. Allein schon deshalb haben wir uns für unseren Musiktipp heute für Dead Sirius 3000 mit ‚How much is enough?‘ entschieden und präsentieren Euch an dieser Stelle das Video.

Als kleinen Tipp geben wir Euch noch etwas auf den Weg. Achtet einmal genau auf den Text und auch die Videoszenen und schaut dann mal auf die Wahlen in Amerika… Findet auch ihr gewisse Parallelen (und eine recht eindeutig negative Aussage zu seinen politischen Avancen) zu einem gewissen Herrn Trump?

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Musiktipp: Antes Que No – David Bisbal

David Bisbal dürfte den Meisten seit seinem Hit Silencio aus dem Jahr 2007 bekannt sein. Mit eingängigen spanischen Popklängen eroberte er vor 9 Jahren die deutschen Charts. Und seit vergangenen Freitag nun hat er mit ÄAntes Que No‘ eine neue Single auf dem Markt.

Antes Que No Cover by Universal Music Spain

Antes Que No Cover by Universal Music Spain

Wer glaubte, um David Bisbal sei es nach seinem großen Hit ruhig geworden, der irrt. Der Spanier arbeitet seit vielen Jahren unermüdlich an seiner Musik, brachte zahlreiche Alben auf den Markt und auch Singleauskopplungen fanden ihren Weg immer und immer wieder in die CD Regale der Welt. Der große Ruhm in Deutschland jedoch blieb aus. Dafür schaffte David Bisbal es in der spanisch sprachigen Welt ein ganz Großer zu werden. Seine Touren in Spanien und insbesondere den lateinamerikanischen Ländern sind immer gut besucht und nahezu fast immer gar ausverkauft.

Ob er mit seiner neuen Single ‚Antes Que No‘ nun auch in Deutschland noch einmal an den Chartbreaker Silecio anknüpfen kann, ist fraglich, da die notwendige Promotion leider in vielerlei Hinsicht ausgeblieben ist, von der Musikalität her jedoch, hat ‚Antes Que No‘ absolut das Potential Silencio sogar noch zu übertrumpfen. David Bisbals Stimmt ist gewachsen in den Jahren, sie hat sich deutlich hörbar noch verbessert und mit den eingängigen spanischen Popbeats passt dieser Song in fast jede Playlist.

Und obwohl viele spanische Songs der heutigen Zeit eher anmuten, als wären sie zeitlich fehl platzierte Sommerhits – und wer will die schon „kurz vor Weihnachten“? – wird beim Hören von Bisbals neuer Single eindeutig eines Besseren belehrt. ‚Antes Que No‘ ist ein Lied, das gute Laune macht, aber einen auch nicht gedanklich sofort an den Strand von Mallorca katapultiert und beim Schritt zurück in die Realität dann enttäuscht im deutschen tristen Herbstwetter aus dem Fenster sehen lässt. Viel mehr zaubern die eingängigen Beats, die einzigartige Stimme und die Melodie einem einfach ein Lächeln auf die Lippen und läd selbst jene – wie mich – zum mitsingen ein, die des Spanischen überhaupt nicht mächtig sind.

Daher ist ‚Antes Que No‘ unser Musiktipp nicht nur für alle David Bisbal Fans, sondern vor Allem für all jene, die einfach gute Musik hören wollen und noch einen granatenhaften Gehemtipp für die eigene Playlist benötigen. Neugierig geworden? Dann laden wir Euch herzlich ein, Euch ein wenig näher mit dem neuen Song von Daivid Bisbal auseinander zu setzen.

Hier könnt ihr bei Amazon den Song direkt als MP3 kaufen.

Und wer sich vorab erst noch das Video ansehen will, kann dies hier tun

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Throwback Thursday Musiktipp – Eric Saade

Es gibt sie, diese Künstler oder diese Songs, an die man sich plötzlich wieder erinnert – aus welchem Grund auch immer. Bei mir war dies heute durch einen Facebook-Statusbeitrag, den ich in meinen Erinnerungen wieder fand – über Eric Saade.

Eric Saade? Das werden sich jetzt bestimmt die Meisten fragen. Bei anderen dämmert es, den Namen haben sie zumindest schon einmal gehört. Und ja, wer den Eurovision Songcontest in den letzten Jahren verfolgt hat, wurde sowohl in Lenas Siegesjahr 2010, als auch im darauffolgenden Jahr mit dem schwedischen Popsänger konfrontiert.
Denn verlas er 2010 noch die Punkte Schwedens in der Bewertung und gab dabei zu, wie nervös er denn wahr, als er Lena die 12 Punkte übermitteln durfte, so trat er im darauffolgenden Jahr selbst für Schweden an. Mit seinem Song Popular belegte er schlussendlich den 2. Platz. Kein schlechtes Ergebnis im Übrigen. Zumal es denkbar knapp zuging an der Spitze des Songcontests im Jahr 2011.
Und ja, im Jahr 2011 habe ich eines seiner Songs auf meiner Facebookpinnwand verlinkt denn – ja dazu stehe ich – ich mag diese 0815-Popmusik einfach. Vor Allem im Auto oder als simple Untermalung beim Schreiben, Bügeln, Kochen, Bilder bearbeiten am PC und und und eignet sich diese Musik für mich einfach wunderbar. Und so kommt es dann eben vor, dass ich einen Künstler einfach wieder ausgrabe und noch mal seine Alben rauf und runter höre, wie aktuell mit Eric Saade.
Und wer nun zumindest neugierig geworden ist, den lade ich herzlich ein, sich die folgenden Videos einfach mal anzusehen und wer weiß… vielleicht findet der ein oder andere ja selbst Gefallen an dem schwedischen Popmusiker.

Popular beim ESC 2011 live:

Offizielles Video zu Masquerade

Offizielles Video zu Colors:

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Musiktipp: Saltatio Mortis – Des Bänkers neue Kleider (Akustik Version)

Am Freitag den 27.11.15 wurde das von Saltatio Mortis aufgenommene Album „Zirkus Zeitgeist – Ohne Strom und Stecker“ veröffentlicht, eine Akustikversion des gleichnamigen Erfolgsalbums.
Daher haben wir uns heute als Musiktipp „Des Bänkers neue Kleider“ in der Akustikversion ausgesucht.

Saltatio Mortis ist eine Mittelalterband, die seit dem Jahr 2000 aktiv auf verschiedenen Veranstaltungen und Festivals auftritt. Innerhalb der Saison sind sie zumeist auf dem Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum anzutreffen, mit dem sie zu den verschiedensten Orten in Deutschland und der Schweiz reisen.
Bisher wurden 10 Alben veröffentlicht, von denen die letzten zwei „Das Schwarze IXI“ (2013) und „Zirkus Zeitgeist“ (2015) Platz 1 der Albumcharts erreichten.

Die aktuelle Besetzung von Saltatio Mortis ist:
Alea der Bescheidene (Gesang, Gitarre, Dudelsack, Bouzuki, Flöten)
Lasterbalk der Lästerliche (Schlagzeug, Davul, Percussion)
Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein (Drehleier, Dudelsack, Schalmeien, Nyckelharpa, Flöte, Whistle, Diatonisches Akkordeon)
El Silbador (Dudelsäcke, Schalmeien, Hümmelchen, Smallpipes, Highland Pipes, Uilleann Pipes, Flöte, Low-Whistle)
Bruder Frank (E-Bass, Fretless Bass, Chapman Stick, elektrischer Kontrabass, Gitarre, Klavier, Keyboard, Ukulele)
Till Promill (Gitarre, Bouzuki, Gesang)
Jean Méchant der Tambour (Schlagzeug, Percussion, Klavier, Gitarre, Gesang)
Luzi das L (Dudelsäcke, Schalmeien, Bouzuki, Whistle)

Für mehr Infos rund um die Band und zu Auftritten, lohnt sich ein Besuch auf der Facbookseite von Saltatio Mortis.

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Videotipp: Marie Digby – Feel

Marie Digby ist eine US Amerikanische Sängerin mit irischen und japanischen Wurzeln, die durch ihr Coverversionen diverser Hits auf YouTube zu großer Bekanntheit geführt hat.

Nach den ersten Coverversionen, die schnell über 1.00.000 Clicks in dem beliebten Videonetzwerk erreichten, wurde Marie Digby von Hollywood Records unter Vertrag genommen und nahm ihre erste eigene CD auf, die bereits im Jahr 2008 auf den Markt kam. Danach wurde es verhältnismäßig ruhig um die junge Musikerin, die zwar tourte und auch Singles veröffentlichte, aber weiterhin eher mit ihren Coverversionen auf YouTube für Aufsehen sorgte.

Ihre eigenen Songs fanden offenbar nicht den großen, erwarteten Anklang in der breiten Masse, obwohl sie durchweg eigentlich alle eine Mischung aus einer tollen Gesangsstimme mit wundervoller musikalischer Untermalung, inklusive Ohrwurmcharakter, bieten.

Heute ist es an der Zeit eine etwas ins Abseits gerückte Künstlerin noch einmal in Erinnerung zu rufen:
Wir haben nun einen altes Video von Marie Digby aus dem Jahr 2009 (auch auf der CD von 2008 veröffentlicht) ausgekramt und präsentieren es euch. Vielleicht gefällt es euch ja genau so gut, wie uns?

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Videotipp: Sia – Chandelier

Sia ist eine in Australien geborene Sängerin und Songschreiberin. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihre Mitwirkung bei den britischen Musiker-Duo Zero 7. Sie selbst hat bisher 5 Studioalben veröffentlicht.

Nachdem der große Durchbruch mit ihrer ersten Band Crisp ausblieb und sie neue Herausforderungen suchte, jettete sie um die halbe Welt und ließ sie sich schließlich in London nieder, um weiter an ihrer Karriere zu feilen. Dort entstand auch ihre erste Solo-Single „Taken for Granted“ die sich sofort in den britischen Charts etablieren konnte.

Es folgten noch weitere Alben, die Sia immer bekannter werden ließen und sie wurde zwischenzeitlich sogar schon als nächste Lauryn Hill oder Nelly Furtado gehandelt. Die australische Künstlerin hat auch schon mit einigen Größen der Branche zusammengearbeitet, u. a. mit David Guetta und Flo Rida.

Im Juli 2014 veröffentlichte sie ihr sechstes Studioalbum 1000 Forms of Fear und unser Video der Woche Chandelier ist die erste Singleauskopplung. Für das Video engagierte sie die elfjährige us-amerikanische Choeografietänzerin Maddie Ziegler und konnte mit dem Video sogar einen der begehrten MTV Video Musikawards für die beste Choreografie einheimsen und brachte ihr darüber hinaus eine Grammynominierung ein.

Der eigentlich traurige Song beschreibt die Denkprozesse und die damit verbundene Demoralisierung eines alkoholabhängigen „Partygirls“. „Chandelier“ schaffte es bei uns sogar in die Top Ten der Charts.

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Videotipp: Joe Cocker – You Can Leave Your Hat On

„You Can Leave Your Hat On“ von Joe Cocker ist ein Lied, welches seit Jahren Kult- und Ohrwurmcharakter hat.

Geschrieben wurde das Lied von Randy Newman, welches dieser bereits 1972 auf seinem Album „Sail Away“ veröffentlichte. Gecovert hat Joe Cocker das Lied dann einige Jahre später für sein Album „Cocker“. „You Can Leave Your Hat On“ wurde erst in Cockers Version von 1986 weltberühmt.

Unvergessen ist für viele die legendäre Striptease-Szene von 9½ Wochen, in der die von Joe Cocker gecoverte Version des Randy Newman Songs gesungen wurde und das Lied dadurch erst richtig Aufmerksamkeit erlangte.

Im Laufe seiner Musikkarriere, die im Alter von 15 Jahren begann, hat der britische Rock-Sänger seine Fans mit vielen unvergesslichen Hits begeistert. Zunächst spielte er immer wieder in kleinen Bands, bevor er Ende der 60er durch ein Beatles Cover seinen Durchbruch schaffte.

In all den Jahren hat er in seiner Karriere mehr als 10,2 Millionen Tonträger verkauft, die erfolgreichste Veröffentlichung von Cocker ist die Single „Up Where We Belong“.

Am 2. Februar 2013 erhielt er die Goldene Kamera für sein Lebenswerk.

Leider verstarb der Künstler in der Nacht auf den 22. Dezember 2014 an Lungenkrebs, wird uns mit seiner Musik aber immer in Erinnerung bleiben.

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Videotipp: Amorphis – The Wanderer

Amorphis wurde im Herbst 1990 von Jan „Snoopy“ Rechberger, Esa Holopainen, Tomi Koivusaari und Olli-Pekka Laine gegründet.

Die drei Erstgenannten hatten Ende der 1980er zusammen in der Speed-Metal-Band Violent Solution gespielt, die sich jedoch im Laufe des Jahres 1990 aufgelöst hatte. Koivusaari war seit 1989 außerdem Mitglied in der Death-Metal-Band Abhorrence gewesen. Nach der Auflösung von Violent Solution wollten Rechberger und Holopainen auch eine Death-Metal-Band gründen. Da Abhorrence sich Ende 1990 bereits weitgehend aufgelöst hatte, fragten sie Koivusaari, ob er sich ihnen als Gitarrist anschließen wolle, Bass sollte Olli-Pekka Laine spielen. Jukka Kolehmainen, der Sänger von Abhorrence, sollte Sänger der neuen Band werden, lehnte aber ab. Schlussendlich übernahm Tomi deshalb auch den Gesang in der neu gegründeten Band Amorphis, während sich Abhorrence auflöste.

Im Januar 1991 nahm Amorphis die Demo Disment of Soul im TTT Studio von Timo Tolkki auf. Die Arbeit an den drei Stücken dauerte zwei Tage, die Band war jedoch recht unzufrieden mit dem Sound der Aufnahmen. Im Sommer 1991 war Disment of Soul jedoch schon ausverkauft. Kurz nach den Aufnahmen wurde Tomi Koivusaari für Abhorrence ein Plattenvertrag vom US-amerikanische Plattenlabel Relapse Records angeboten. Als Ersatz für die aufgelöste Band schickte Koivusaari eine Demo von Amorphis zurück, die das Label davon überzeugte, einen Vertrag über fünf Alben mit der Band abzuschließen. Im Mai 1991 spielte Amorphis weitere sechs Stücke für eine Split-CD mit der US-amerikanischen Death-Metal-Band Incantation ein, die jedoch nie erschien, da beide Bands lieber gleich komplette Alben veröffentlichen wollten. Eines der sechs Stücke war Vulgar Necrolatry, ein Lied von Abhorrence. Hier trat Jukka Kolehmainen, der ehemalige Sänger von Abhorrence, als Gastsänger auf. Zwei Stücke der Session wurden im Juli 1992 auf der 7″-Single Amorphis veröffentlicht. Die gesamten Aufnahmen erschienen im Jahr 1993 auf der CD Privilege of Evil.

Nach einigen Konzerten wurde im Mai 1992 das Debütalbum The Karelian Isthmus im Sunlight Studio in Stockholm produziert. Den Vertrieb in Europa für dieses, wie auch für die vier nachfolgenden Alben, übernahm Nuclear Blast. Im Juli 1994 erschien das zweite Album Tales from the Thousand Lakes. Der Gastmusiker Ville Tuomi übernahm den erstmals eingesetzten, klaren Gesang. Mit Kasper Mårtenson hatte Amorphis den ersten Keyboarder der Bandgeschichte, für das Debütalbum hatte Jan Rechberger noch die wenigen Keyboardspuren eingespielt. Die Single Black Winter Day sollte eigentlich vor dem Album erscheinen, die Veröffentlichung verzögerte sich jedoch, sodass sie schließlich erst einige Zeit nach dem Album erschien. Dafür nahm die Band zu dem Song ihr erstes Video auf. 1995 verließen Jan Rechberger und Kasper Mårtenson die Band. Ersetzt wurden sie durch Kim Rantala und Pekka Kasari. Der Sänger Ville Tuomi spielte nach den Aufnahmen zu Tales from the Thousand Lakes noch einige Konzerte mit Amorphis in Europa, bevor auch er die Band verließ. Als Ersatz für ihn sollte ein namentlich nicht genannter Sänger dienen, der die Band jedoch nach einem Konzert wieder verließ und nach Angaben von Tomi Koivusaari im Power-Metal-Stil der deutschen Band Helloween gesungen hatte. Ende 1994 spielte Amorphis als Vorband von Entombed zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten. Kurz darauf führte eine Tournee mit Tiamat durch Europa.

Die Aufnahmen zum dritten Album Elegy verzögerten sich, da sich Esa Holopainen bei einem Sturz den Arm verletzte und zudem noch jenes Studio umzog, in dem die Stücke eingespielt werden sollten. Mit Pasi Koskinen wurde während der Aufnahmen auch ein fester zweiter Sänger gefunden, der den melodischen Gesang übernehmen sollte, während Tomi Koivusaari weiterhin die Growls sang. Im Juni 1996 erschien Elegy, mit dem Amorphis erstmals der Einstieg in die Top 10 der finnischen Charts gelang. Wie schon nach Tales from the Thousand Lakes spielte die Band die nächsten knapp anderthalb Jahre viele Konzerte, unter anderem eine Europatournee mit Therion und Hardware im Herbst 1996 und mit Evereve im Frühjahr 1997. Außerdem erschien die EP My Kantele. Im August 1997 trat Amorphis zum ersten Mal auf dem Wacken Open Air auf. Nach der Tournee legte Amorphis eine Schaffenspause ein, um über die weitere musikalische Entwicklung nachzudenken. Außerdem verließ Kim Rantala die Band wieder.

1999 wurde Tuonela veröffentlicht, auf dem die Gastmusiker Santeri Kallio Keyboard und Sakari Kukko Saxophon und Flöte spielten und so die Instrumentierung der Band erweiterten. Nachdem Tomi Koivusaari bereits auf Elegy weniger Anteil am Gesang hatte, verabschiedete er sich auf Tuonela endgültig davon. Bei Konzerten übernahm Pasi Koskinen neben seinen eigenen Gesangsspuren auch das Growling von Koivusaari. Sowohl das Album, als auch die zugehörige Single Divinity erreichten die Top-10 in Finnland. Zum zehnjährigen Jubiläum erschien im Jahr 2000 die Best-Of-Compilation Story. Zur gleichen Zeit verließ Olli-Pekka Laine die Band und wurde von Niclas Etelävuori ersetzt. Mit Santeri Kallio, der bereits auf dem letzten Album mitgewirkt hatte, kam ein neuer Keyboarder hinzu. Kurz darauf spielte Amorphis zum ersten Mal seit 1994 wieder in den Vereinigten Staaten, diesmal gemeinsam mit Moonspell und The Kovenant.

Mit dem Album Am Universum, zu dem Ende 2000 die Aufnahmen beendet wurden und das von Simon Efemey produziert wurde, konnte Amorphis im Jahr 2001 in den finnischen Charts bis auf Platz 4 aufsteigen. Die Single Alone erreichte Platz 1. 2001 tourte Amorphis mit Opeth als Vorband ein weiteres Mal durch die Vereinigten Staaten. Pekka Kasari verließ die Band nach der Tournee aus familiären Gründen und wurde vom Schlagzeuger Jan Rechberger ersetzt, der damit in die Band zurückkehrte. Ende 2002 veröffentlichte Amorphis Kuusamo, ihr einziges Stück auf Finnisch. Die Coverversion eines Popsongs von Ilkka Lipsanen aus dem Jahr 1976 erschien auf dem Soundtrack des finnischen Roadmovies Menolippu Mombasaan von Hannu Tuomainen. Neben Amorphis waren weitere bekannte finnische Bands wie Nightwish, HIM und Apocalyptica auf dem Soundtrack vertreten. Der Film war 2003 unter anderem für den Jussi Award „Beste Musik“ nominiert. Mit dem Jahr 2002 endete auch die Zusammenarbeit mit Relapse Records, das mit Chapters eine weitere Best-Of-Compilation veröffentlichte.

Das nächste Album hieß Far from the Sun und wurde von Amorphis selbst aufgenommen und produziert. Die Veröffentlichung im März 2003 übernahm das Major-Label Virgin Records. Im Oktober 2003 gab Amorphis einige Konzerte mit Paradise Lost in Finnland, bei denen Atte Sarkima von Ajattara den verhinderten Jan Rechberger vertrat. Im Frühjahr 2004 spielte Amorphis einige Demos für neue Stücke in den CPCC Studios ein. Erst im September 2004, also über ein Jahr nach dem Release in Europa, wurde Far from the Sun auch in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Für den Oktober 2004 war eine USA-Tour mit Type O Negative geplant, die jedoch wegen einer Erkrankung von Peter Steele abgesagt wurde.

Bereits vor der Absage der USA-Tournee kündigte Pasi Koskinen seinen Austritt aus der Band an, nachdem er für neun Jahre als Sänger an Amorphis beteiligt war. Am 21. August 2004 spielte er sein letztes Konzert mit Amorphis auf dem Kontu Rock Festival. In einem Interview sagt Niclas Etelavuori: „Pasi fühlte sich nich mehr motiviert und glücklich, bei ‚Amorphis‘ zu singen, es gab keine Konflikte oder Streit und wir sind immer noch gute Freunde.“ (Niclas Etelavuori in einem Interview mit The-Pit.de) Für die USA-Tour sollte übergangsweise Juha-Pekka Leppäluoto von Charon den Gesang übernehmen. Nachdem die Tour aber abgesagt wurde, machten sich die Mitglieder von Amorphis auf die Suche nach einem dauerhaften Sänger. Die Band hörte sich rund 150 Demos von Sängern an, die jedoch alle nicht überzeugen konnten.

„Wir wollten einen Fronter, der die neuen wie auch die alten Tracks einsingen konnte, und das schien unmöglich. Wir begannen, die Lieder für das frische Album zu schreiben, waren sogar bereit, schlichtweg eine Instrumentalscheibe aufzunehmen.“

– Esa Holopainen: Interview mit dem Musikmagazin Orkus

Über Markku Mäkinen, den Gitarristen der Rock-Band Sinisthra, gelangte Tomi Koivusaari zu dem aus Lohja stammenden Sinisthra-Sänger Tomi Joutsen, der auch in Death-Metal-Bands gesungen hatte und ein Fan von Amorphis war. Markku Mäkinen empfahl Tomi Joutsen als neuen Sänger. Über die erste Probe mit Tomi Joutsen sagte Esa Holopainen später: „Wir kamen schnell gut miteinander zurecht, und als er anfing, unsere Stücke zu singen, wussten wir, dass er der Richtige für den Job ist.“ (Esa Holopainen in einem Interview mit dem Musikmagazin Orkus) Bereits im März spielte Amorphis mit ihm eine siebenwöchige Tournee durch die Vereinigten Staaten mit den Vorbands Into Eternity, Beyond The Embrace und Bullet Theory. Im Juli 2005 wurde das Album Eclipse aufgenommen, das am 24. Februar 2006 veröffentlicht wurde. Da Amorphis nicht zufrieden mit Virgin Records war, wechselte die Band zurück zu Nuclear Blast, das bereits früher den Vertrieb in Europa übernommen hatte. Eclipse erreichte in Finnland Platz 1 der Charts, ebenso wie die erste Single House of Sleep. Im Anschluss an die Veröffentlichung von Eclipse spielte die Band einige Konzerte, unter anderem im August 2006 auf dem Summer Breeze.

Der Nachfolger Silent Waters wurde im Januar 2007 in den Sonic Pump Studios aufgenommen, die Produktion übernahm Mikko Karmila in den Finnvox Studios. Am 27. Juni 2007 erschien die gleichnamige Single und stieg auf Platz 2 in den finnischen Charts ein. Im Mai spielte Amorphis auf dem Wave-Gotik-Treffen, im August auf dem Wacken Open Air. Auf die Album-Veröffentlichung Ende des Monats folgte eine Tournee durch Finnland im September, ein Auftritt auf dem Loud-Park-Festival in Japan und eine Tournee mit Swallow the Sun und Insomnium durch den Rest Europas im November. Im Februar 2008 erhielt die Band die ersten goldenen Schallplatten für 15.000 verkaufte Einheiten in Finnland für die Alben Silent Waters und Eclipse. Im Jahr 2009 erschien der Nachfolger Skyforger sowie im Jahr 2011 das Album The Beginning Of Times.

Am 22. August 2012 bestätigten Amorphis über ihre Facebookseite, dass die Aufnahmen für das elfte Studio-Album im September in den Petrax Studios in Helsinki beginnen würden. Die Texte würden erneut von Pekka Kainulainen stammen, der bereits an den drei letzten Alben der Band mitwirkte. Das neue Album mit dem Titel Circle wurde von Peter Tägtgren (Abyss Studio, Hypocrisy, Pain et al.) produziert und am 19. April 2013 weltweit von Nuclear Blast veröffentlicht.