Archiv der Kategorie: On Stage – Konzertberichte

Sabaton

Sabaton Open Air – Noch ein Bierfest

Zum allerersten Mal veranstaltete Sabaton eines ihrer legendären Sabaton Open Airs auch in Deutschland.

In den Jahren zuvor sorgte die Powermetal – Band in Falun, ihrer Heimatstadt und auf der Sabaton Cruise für harte Töne. Das Festival in Deutschland wurde nach dem Schlachtruf „Noch ein Bier“ benannt. Natürlich ließ sich das kein Fan entgehen und so pilgerten gut 6000 Metalheads am Samstag dem 25. Juli nach Gelsenkirchen zum Amphitheater.
Trotz Regen und teils sehr heftigen Windböen war Partystimmung angesagt. Schon beim Warten auf den Einlass konnte man immer mal wieder „Noch ein Bier“ – Rufe hören und Männer mit Biertanks auf dem Rücken liefen durch die Menge und schenkten Bier aus.
Auf dem Gelände hatte es Buden mit Bandmerch und auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz.

Um 16.15 hatte Bloodbound ihren Auftritt. Die Schweden waren erst kurz davor bekannt gegeben und spielten eine halbe Stunde.

Setlist, Bloodbound:
Bloodtale
Satanic Panic
Iron Throne
Moria
In the Name of Metal
Nosferatu

Um 17.05 gehörte die Bühne der Band Civil War, die aus teils ehemaligen Sabaton-Mitgliedern besteht.

Setlist, Civil War:
USS Monitor
Saint Patrick’s Day
Gettysburg
Schindler’s Ark
Gods and Generals
Bay of Pigs

Nach 20 Minuten Umbaupause sorgten die finnischen Folk-Metaller Korpiklaani, deren wohl bekanntester Song Vodka ist, für Stimmung.

Setlist, Korpiklaani:
Viinamäen Mies
Pilli On Pajusta Tehty
Lempo
Sahti
Sumussa hämärän aamun
Metsämies
Uniaika
Vodka

Inzwischen hatten sich die Ränge auch immer mehr gefüllt und als die deutschen Power-Metaller Powerwolf ab 19.25 Uhr ihre Metal-Messe zelebrierten, ließ sogar der Regen ein wenig nach. Trotzdem ließ sich Atilla Dorn dazu hinreißen bei „We drink your Blood“ dem Publikum, das er immer meine Freunde nannte, anzusagen, dass er Petrus in den Arsch treten wird.
Offenbar hatte Attilas Ansage Wirkung gezeigt, denn kurz nach acht hörte der Regen auf. Während der Show spielten die Wölfe neben ihren Klassikern, wie Amen and Attack, We drink your Blood, Lupus Dei uvm. auch Songs aus dem am 17. Juli erschienenen Album Blessed & Possessed.

SETLIST, Powerwolf:
Lupus Daemonis
Sanctified With Dynamite
Coleus Sanctus
Army of the Night
Amen & Attack
Armata Strigoi
Resurrection by Erection
Werewolves of Armenia
Blessed & Possessed
We Drink Your Blood
In the Name of God (Deus Vult)
Lupus Dei
Wolves Against the World

Um 21.00 Uhr gehörte die Bühne schließlich den Headlinern Sabaton. Nachdem The final Countdown von Europe verklungen war, erklang das Intro – The March to War – gleich darauf legte die Band mit Ghost Division los. Zwischen den Songs unterhielten Joakim, Pär, Thobbe und Chris das Publikum mit witzigen Aktionen und Dialogen, während Hannes hinter seinen Drums auf dem Panzer, der ein absoluter Blickfang war, thronte. Auch die Pyro-Show war vom feinsten.
Bei Wolfpack holten sie ihren ehemaligen Keyboarder Daniel Mühr auf die Bühne, der zum Schluss einen Striptease hinlegte und nackt wie er zur Welt kam, die Bühne verließ.
Sabaton hatten im Vorfeld schon angekündigt, dass der Auftritt Extralang sein wird und dass sie auch ältere Songs, die es sonst nicht auf die Setlist schafften, spielen werden. Des weiteren durften die Saboteurs, der deutsche Fanclub, Songs wünschen, die gespielt werden sollten.

Setlist Sabaton:
The March To War (Intro)
Ghost Division
To Hell and Back
Carolus Rex (eng)
No Bullets fly
Resist and Bite
Livstid I Krieg
Screaming Eagles
Panzerkampf
Attero Dominatus
Art of War
Coat of Arms
Swedish Pagans
Wolfpack (feat. D. Mühr)
7734
——-
Night Witches
Primo Victoria
Metal Crüe

Panzer Battalion
Saboteurs
Noch ein Bier

Sabaton
Powerwolf
Korpiklaani
Civil War
Bloodbound

Sunrise Avenue

On Stage Bildergalerie Sunrise Avenue in Hannover

Am 23.05.2015 traten Sunrise Avenue in einem ganz speziellen Rahmen zusammen mit dem 21st Century Orchestra auf.

Die Setliste von den drei Konzerten in Luzern zusammen mit dem herausragenden Orchester wurde wieder aufgelebt und so konnten sich insgesamt 26.000 Zuschauer am Expo Plaza in Hannover davon überzeugen, dass die Finnen mehr drauf haben, als nur ihre typischen Rockshows.

Von uns gibt es statt einem ausführlichen Konzertbericht diesmal eine Galerie mit den Bildern unserer Redakteure, die mit dabei waren.

Wir freuen uns auf euer Feedback über diese Art der Konzertberichterstattung, gerne in den Kommentaren.

Dieser Artikel wurde von Sumikai-Music.com, bzw. Mia-Musik.de übernommen.

Nacht der Gitarren

Nacht der Gitarren – 09.05.2015 in Bonn

André Krengel ist Musiker mit Leib und Seele mit dem besonderen Augenmerk auf der Akustikgitarre. So kommt es nicht von ungefähr, dass er zu seinem eigenen Event, der Nacht der Gitarren, drei weitere Größen der Gitarrenmusik zu sich auf die Bühne holte: Brian Gore reiste aus den USA an, Mike Dawes aus England und Lulo Reinhardt durchquerte die deutschen Lande, um an dieser außergewöhnlichen Tour teilzunehmen.

Die erste Station der Nacht der Gitarren fand am 09.05.2015 in Bonn statt, wo das Amos Gymnasium, an der André Kregel selbst einmal Schüler gewesen war, die Pforten seiner Aula um 19.30 Uhr für das Publikum öffnete.

Nacht der Gitarren- Andre Krengel

by Toni Hank

Die Begrüßung fand durch André Krengel statt, der nacheinander zwei Schüler des Amos Gymnasiums zu sich auf die Bühne holte, die mit ihm gemeinsam das Publikum auf den folgenden Abend einstimmen durften. Linus Herrmann auf der Akustikgitarre und Frowin Wild auf der E-Gitarre, begeisterten die Besucher mit ihren Darbietungen. Und das, obwohl sie beide, wie André Krengel selbst betonte noch jünger sind, als er selbst, als er angefangen habe zu spielen.

Nachdem die beiden Jungs wieder platz genommen hatten, begann der eigentliche Act und mit Brian Gore betrat die erste Gitarrenikone für zwei Solosongs die Bühne. Gore war extra für die Nacht der Gitarren Tour aus San Francisco nach Deutschland gereist, um hier seine Künste in diesem Rahmen präsentieren zu können. Seine beiden Stücke, die er spielte, luden zum träumen und nachdenken ein. Die fast schon poetische Spielweise überließ es jedem selbst sich seine eigene Geschichte zu formen und zeigte, dass Brian Gore zurecht der „Geschichtenerzähler an der Gitarre genannt wird. Neben seiner einzigartigen Musik begeisterte der US- Amerikaner die Zuschauer mit seinem außergewöhnlich guten Deutsch, dass er, wie er verriet, lernte, als er drei Jahre in Deutschland gelebt hat. Und obwohl er somit fast schon eingedeutscht ist, ist die Nacht der Gitarren für ihn tatsächlich eine Tourpremiere in Deutschland.

Nach zwei Songs und den ersten 15 Minuten genussvoller Gitarrenklänge, tauschte Brian Gore seinen Platz auf der Bühne mit André Krengel, der ebenfalls zwei Stücke aus seinem großen Repertoire präsentierte. Beide Stücke hatten deutlich spanisch klingende Einflüsse und rissen die Zuschauer mit. Insbesondere das zweite Stück, welches davon handelt, den Frieden zu finden, nachdem man eine Zeit des Krieges und der Verfolgung erlebt hat, sorgte für begeisterten Beifall. Man merkte, wie viel Spaß es Krengel machte an seiner alten Schule erneut auf der Bühne zu stehen – dort, wo für ihn alles mit der Schulband begann. Heute jedoch steht André Krengel als er selbst auf der Bühne, anders als vor zig Jahren, wo er bei seinem ersten Auftritt eine Genscher-Maske trug und dieser, nach seiner eigenen Erzählung, eher chaotisch von statten ging.

Nacht der Gitarren - Mike Dawes2

by Janna Stroink

Mike Dawes war der nächste Künstler, der die Bühne betreten durfte und begrüßte das Publikum mit einigen charmanten Bröckchen Deutsch, bevor er zugab kaum Deutsch zu sprechen und fragte, ob er denn auf Englisch sprechen dürfe. Dies konnten die Zuschauer ihm selbstverständlich nicht verwehren und so konnte der Abend für Mike entspannt beginnen. Entgegen seinem sonstigen Bühnenprogramm, spielte er „The Impossible“ als ersten Song und nutzte dabei zum ersten Mal auf der Bühne live seine neue Gitarre aus dem Hause von Gitarrenbaumeister Andreas Cuntz, die ihn nun den ganzen Abend begleiten würde. Auf diesen ersten Song folgte dann ein Cover des Songs „Somebody That I Used To Know“ von Gotye im Walk Off The Earth Stil. Die Kanadier spielten diesen Song mit 5 Leuten an einer Gitarre – Mike machte dies allein und riss die Zuschauer damit gänzlich in seinen Bann.

Lulo Reinhardt, ein in Kennerkreisen hoch angesehener Gitarrist und Komponist, hatte den letzten Solopart und spielte ebenfalls zwei Songs aus seiner eigenen Feder, die er sich aus seinem schier unerschöpflichen Reptoire von seinen Kompositionen hherausgesucht hatte. Mit seinem ersten Stück wählte er eines der 4 zusammenhängenden Kompositionen, die sich „Memories Of Dachau“ nennen. Sein zweites Stück war der „Walz For One“, ein recht flotter und beschwingter Walzer, den er allein auf seiner Gitarre darbot, obwohl ein Walzer sonst vorwiegend für größere Bandzusammenstellungen geschrieben wird. Als er diesen beendet hatte, bat er die anderen Drei noch zu sich auf die Bühne.

Nachdem nun alle vier Künstler zusammen den Song „Mariesol“ von Lulo Reinhardt in einer rund 13-minütigen Version präsentierten, ging es in eine kleine Pause, in der das Publikum eingeladen wurde sich mit Getränken bei den Schülern der Amos Schule zu versorgen, oder am Stand der Künstler eine der zahlreichen CDs oder DVDs von den Gitarristen selbst erwerben.

Nacht der Gitarren - Lulo Rheinhardt

by Toni Hank

Mit allen Vieren startete auch wieder der zweite Teil der Show, bevor es dann zu Duetten zwischen den jeweiligen Gitarristen über ging. So spielte jeder mit jedem und so entstand ein buntes Gemisch aus den verschiedenartigen Songs der Künstler, bevor es dann auf das Ende der Show zuging.

Zum Abschluss wurde erneut von allen Vieren der erste Song, den Mike Dawes für die Steelstringgitarre geschrieben hat, der „Boogie Shred“ gespielt. Das Publikum war begeistert von den Musikern und verabschiedete sie mit einem großartigen Applaus und Standing-Ovations von der Bühne, wo sie kurz durchatmeten und dann unter erneut großem Applaus zur Zugabe zurück kamen.

Vor der Zugabe richtete André Kregel allerdings noch seinen Dank an die Organisatoren, die Schulleitung, die Schüler und alle, die an diesem Abend beteiligt waren, bevor die vier Gitarristen eine ungewöhnliche Coverversion des David Guetta Hits Titanium anstimmten und damit das Publikum noch einmal richtig zum Kochen brachte, bevor es dann in der Pausenhalle erneut zum Verkauf der eigenen CDs und DVDs und selbstverständlich auch zum Plausch mit den Gästen ging.

Wer die Nacht der Gitarren selbst noch live erleben möchte, kann dies auf folgenden Stationen tun:
10.5. Düsseldorf, Jazzschmiede – 20.00h
13.5. Lahnstein JuKz 20.00h
14.5. Oswiecim Miejska Biblioteka Publiczna ul. Nojego 2b, 18:00 h, Asschwitz, Polen – featuring Miguel Czachowski
15.5. Sosnowiec Sala Widowiskowo – Koncertowa MUZA, ul. Warszawska 2, 19.00 h, Gdanska, Polen – featuring Miguel Czachowski
16.5. Jaroslaw, Polen, Muzeum Orsettich Kamienica, 22 h – featuring Miguel Czachowski

Und wer diese Chance nicht nutzen kann, hat hier die Möglichkeit einen kleinen Eindruck zu erlangen, was es dort zu hören und zu sehen gibt:

Mehr Videos gibt es auf unserem Youtube Kanal

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Musiktipp

Videotipp: Sunrise Avenue – Nothing Is Over

Mit ihrem Hit Fairytale Gone Bad wurden die Finnen von Sunrise Avenue schlagartig, quasi über Nacht, in Deutschland bekannt und es entstand schnell eine immer weiter wachsende Fangemeinde.

Diese hatte sich auch nach einigen Mitgliederwechseln innerhalb der ersten Jahre der Band so etabliert, dass sie die Jungs um Frontmann Samu Haber auch weiterhin unterstützen und ihnen so zu immer größerem Erfolg verhalten. Spätestens mit ihrem Hit Hollywood Hills, der die Charts im Sturm eroberte, war der Durchbruch für die Finnen endgültig vollzogen.

Ohne Riku Rajamaa, Sami Osala und Raul Ruutu ging es für Samu im Jahr 2013 dann auf den beliebten Coachingstuhl bei The Voice Of Germany, wo ihm durch seinen finnischen Akzent und seine teils lustigen Wortkreationen, die Frauenherzen plötzlich in rauen mengen zu flogen.

Entsprechend wuchs auch die Sunrise Avenue Fangemeinde weiter an, Konzerte wurden größer und auch das von der Band immer erträumte Konzert mit einem großen Konzertorchester konnte im Jahr 2014 umgesetzt werden, wo auch unser Video der Woche als neues Musikvideo entstand.

Wer Sunrise Avenue live erleben will hat in diesem Sommer auf diversen Festivals die Chance dazu.

Samu Haber

Sunrise Avenue in Papenburg beim NDR 2 Festival – Teil 6 –

Headliner des NDR 2 Festivals und somit der Abschluss eines gelungenen Abends bildete die finnische Rock/Popgruppe Sunrise Avenue.

Samu Haber

Samu Haber by Janna Stroink

Erst am Tag zuvor war die Band groß in einigen Schlagzeilen, da ein Interview mit Frontmann Samu Haber bei einem Radiosender falsch ausgelegt wurde. Der Sender veröffentlichte die Meldung über die Trennung der Band, dabei handelte es sich lediglich um eine Pause bis zum kommenden Sommer und dem Start der Festivalsaison. Für Fans bedeutet dies, die Finnen werden Anfang des Jahres 2015 nicht auf Tour gehen, wie die ganzen Jahre zuvor. Wie genau es für die Band weiter geht, wollte der Sänger nicht verraten, die Fans der Band hoffen jedoch auf ein Comeback in alter Frische, da der neu erlangte Erfolg bereits seine Spuren hinterlassen hatte.

Samu Haber gründete die Band 1992 unter dem Namen Sunrise, welche ungefähr 10 Jahre später auf Sunrise Avenue umgetauft wurde. In der aktuellen Besetzung gibt es die Band seit August 2007 und sie werden seit 5 Jahren noch zusätzlich bei Konzerten und einigen Liveauftritten am Keyboard von Osmo Ikonen unterstützt.
Dieser Auftritt ist für die Finnen der Abschluss einer Sommer-Festivaltour und für einige Fans sogar der letzte, da in diesem Jahr noch nur 3 Konzerte in der Schweiz mit dem 21 Century Orchestra stattfinden werden. Alle 3 Termine waren bereits nach kurzer Zeit ausverkauft und bedeuten für die Band und die Fans gleichermaßen viel, da es diese Kombination nicht so schnell wieder geben wird.

Sami Osala

Sami Osala by Sonja Kootz

Eröffnungssong war, wie bei allen Konzerten des Jahres Unholy Ground, der den gleichen Namen wie das aktuelle Album trägt. Da es bereits dunkel war, konnte man die im Hintergrund laufenden Bilder und die Lichtshow gut sehen, ob ihnen jedoch groß Beachtung geschenkt wurde, bleibt dahin gestellt.
Es dauerte nicht lange und in die Menge kam Bewegung. Die Sänger von The Boss Hoss hatten beim Auftritt zuvor noch leicht ironisch und scherzhaft die Sunrise Avenue Fans in den ersten Reihen bemerkt und genau diese konnte man jetzt hüpfen und die Arme schwenken sehen. Bereits jetzt hörte man die Menge jubeln, mitsingen und man konnte Schilder und Plakate sehen die nach oben gehalten wurden. Die ersten Lieder gingen ineinander über und es war schnell klar, dass die Band ihr Handwerk verstand. Sie waren routiniert und zeigten neben dem Gesang von Samu Haber auch, wie gut sie ihre Instrumente beherrschten.

Der Ende 2013 veröffentliche Song Lifesaver war vielen aus dem Radio bekannt und stellte so auch keine große Schwierigkeit dar, als das Publikum zum mitsingen aufgefordert wurde. Einige aus der ersten Reihe bildeten so etwas wie eine Einheit, als sie sich an den Händen fassten und ihre Arme zum Takt der Musik hin und her schwenkten.
Diese Geste nahm der Frontmann bei Afraid Of The Midnight auf und forderte die Menge so stumm auf, auch ihre Arme zu heben und zu schwenken.
Dass es hier nicht nur um den Gesang ging, wurde zwischendurch immer wieder deutlich, da man jedes Bandmitglied gut hören konnte und die instrumentalen Teile der Lieder sehr ausdrucksstark gespielt wurden.

Nach 20 Minuten hatte Sunrise Avenue bei Little Bit Love die Musikfans begeistert und viele sangen auf Aufforderung mit oder reckten die Arme in die Höhe. Jedenfalls die Jenigen die das nicht schon von alleine machten.
Hiernach wurde das Wort an die Menschen vor der Bühne gerichtet und von Samu Haber begrüßt. Er nutzte den kurzen Moment um klar zu machen, sie würden am heutigen Abend alles tun, außer zu tanzen und fand so eine den Fans doch allzu bekannte Überleitung zu dem nächsten Lied.
Die erste halbe Stunde war schnell vergangen und alle Mitglieder, bis auf Leadgittarist Riku Rajamaa zogen sich etwas zurück. Dieser zeigte nun mit einem beeindruckendem Solo was wirklich in ihm steckt und es schien, als würde er die Welt um sich herum kaum wahrnehmen. Das fiel auch schon bei den anderen Liedern deutlich auf und ließ auf einen Musiker schließen, der voll aufging in dem was er da spielte.

Samu Haber

Samu Haber by Sonja Kootz

Den Wandel der Band konnte man an den gespielten Liedern deutlich erkennen. So waren die Lieder aus der Anfangszeit wie Forever Yours, Choose To Be Me und der Evergreen Fairytale gone bad deutlich rockiger als die aus den folgenden Alben. Bei Riku kam dabei manchmal das Gefühl auf, als würde er gerade bei diesen Liedern etwas mehr Spaß haben.
Nach 45 Minuten wurde die Bühne ein wenig verändert und Keyboarder Osmo Ikonen wechselte an ein Klavier, um mit Sänger Samu zusammen die Ballade Girl Like You anzustimmen. Sie waren dafür in rotes Licht getaucht, welches zwar eine gewisse Stimmung erzeugte, jedoch die Sicht auf beide Musiker etwas verschlechterte.

Sunrise Avenue schaffte es, die Botschaft der Texte gut rüber zu bringen und hielt die Stimmung sowohl bei einer Ballade, als auch bei einem Rock- oder Popsong gleichermaßen aufrecht. Auch im Zusammenspiel konnte man ihnen ansehen, wie viel Spaß sie an diesem Konzert hatten. Alle Mitglieder fanden sich immer wieder zusammen und es wirkte so als würden sie die Nähe der anderen immer wieder brauchen.
Sichtlich Freude hatte der Frontmann bei Letters In The Sand, da er den Anfang dafür nutze, mit den Festivalgängern zusammen zu singen und dafür verschiedene Höhen und Tiefen seiner Stimme ausprobierte. So war auch schnell klar, dass ihm die tieferen deutlich mehr lagen und er hohe Töne nicht wirklich anstimmen konnte. Das muss er auch nicht wirklich, denn genau diese tiefe und leicht rauchige Stimme ist ein Grund, warum Sunrise Avenue von den Fans gehört wurde.
„You gotta fight for your right to party!“ war ein Ausruf von Samu, bei dem sehr rockigen und durch die einzelnen Instrumente und Soloparts beherrschten Out Of Tune, dem die Fans mit sichtlicher Freunde nachgingen.

Riku Rajamaa

Riku Rajamaa by Janna Stroink

Die Lieder auf der Setlist passten gut zusammen und waren eine Mischung aus dem ersten, sowie den letzten beiden Studioalben, wobei Unholy Ground doch deutlich dominierte. Den einzigen Abstecher in das Jahr 2009 und dem nicht so erfolgreichen Album Popgasm, wurde mit der sehr persönlichen Ballade Welcome To My Life gemacht. Vor dem Lied hielt der Frontmann eine kleine Rede, in der es um das Best-of-Album ging, welches Anfang Oktober veröffentlicht wird und die er nutze, um den Fans der Band zu danken, die sie seit Jahren unterstützen. Die Atmosphäre veränderte sich ein bisschen und alle rückten ein wenig zusammen. Nicht nur die Fans hatten bei diesem Lied mit verschiedenen Gefühlen zu kämpfen, auch bei den Musikern auf der Bühne und besonders dem Sänger konnte man es gleichermaßen ansehen. Er blinzelte immer wieder angestrengt und auch an seiner Stimme konnte man es hören. Vielleicht wurde in diesem Moment einigen klar, wie schnell dieses letzte Konzert sich doch schon dem Ende zu neigte und es nicht klar war, wann man wieder so zusammen kommen würde.

Danach gingen die Lichter aus und die Band verschwand für wenige Minuten, allerdings nur um mit der Bitte nach einer Zugabe wieder raus zu kommen. Seinen Einsatz hatte hierfür Riku Rajamaa, der die Anfangstöne des Liedes Hurtsville anspielte und die daraus entstehende Stimmung ließ auf ein ähnlich gefühlvolles Lied schließen, wie das zuvor.
Den Schritt in die andere Richtung, um das Publikum wieder aus dem sentimentalen Tief zu holen, machte Sunrise Avenue mit einem schnellen Wechsel zu dem „immer im Gepäck“ Lied Fairytale Gone Bad. Dieser Song durfte auf keinen Konzert fehlen und hier war es die Aufgabe der Menschen vor der Bühne einen großen Teil des Liedes für die Band zu singen und es klappte auch hier ziemlich gut.

Raul Ruutu

Raul Ruutu by Janna Stroink

Die Handbewegungen des Sängers waren bei diesen Lied gut bekannt und wurden ihm teilweise aus der Menge gespiegelt. Was allerdings fehlte war die Geste mit den Hasenohren, die der Frontmann seit diesem Jahr nicht mehr machte und die sonst ein fester Bestandteil des Liedes gewesen war. Das warf die Frage auf: Samu wo sind die Hasenohren hin?
Erneut verließ Sunrise Avenue die Bühne und es ertönten wieder Rufe nach einer Zugabe. Einige von vorne riefen zwischendurch den Namen Osmo, da es auch dieser war der jetzt auf die Bühne kam. Die Rufe wechselten zu einem Stadionähnlichen Oho-Gesang und das veranlasste dem Keyboarder die ersten Töne dementsprechend mit zu spielen. Schnell wurde es ruhig und die nächsten 5 Minuten gehörten nur ihm bevor er mit dem sehr bekannten Intro den letzten Song des Abends anspielte.

Auch hier war es die Aufgabe der Festivalgänger zu singen, die Samu mit: „You know the words.“ dazu aufforderte. Diese letzten Minuten wurde zusammen gefeiert, gesungen und getanzt.
Es wurde genau beobachtet und zugehört was da vorne passiert, damit diese Minuten als eine gute Erinnerung an das Konzert im Gedächtnis bleiben. Das gesungende „I don´t wanna go.“ sagte aus was viele in diesem Moment dachten und einige fühlten sich dabei vielleicht sogar ein wenig traurig. Samu bedankte sich bei allen für diesen Sommer und machte mit einem „Wir lieben euch.“ klar, was in ihm vor ging. Nach fast 100 Minuten war es nun vorbei und die Band verließ glücklich lachend und vielleicht auch ein wenig wehmütig nach der üblichen Verabschiedung mit vielen Umarmungen die Bühne.

Setlist und Links zu You Tube Videos (einfach auf die Lieder klicken):

Unholy Ground
I Can Break Your Heart
Lifesaver
Afraid Of The Midnight
Little Bit Love
I Don´t Dance
Angels On A Rampage
Forever Yours
Choose To Be Me
Girl Like You
If I Fall
Letters In The Sand
Out Of Tune
Welcome To My Life
Hurtsville
Fairytale Gone Bad
Hollywood Hills

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den anderen Artikeln:

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –
Wingenfelder – Teil 2 –
Revolverheld – Teil 3 –
Bosse – Teil 4 –
The Boss Hoss – Teil 5 –

Dieser Artikel wurde von Sumikai übernommen.

The Boss Hoss

The Boss Hoss in Papenburg beim NDR 2 Festival – Teil 5 –

In Papenburg näherte sich das Konzert langsam dem Ende zu. Als vorletzte Band hatte der NDR 2 die siebenköpfige Cowboy-Band The Boss Hoss nach Papenburg eingeladen.

The Boss Hoss

The Boss Hoss by Janna Stroink

Die Band wurde 2004 gegründet und bekam bereits Ende des gleichen Jahres einen Plattenvertrag bei Universal. In der aktuellen Besetzung bestehen The Boss Hoss seit nun sieben Jahren und haben seit 2005 bisher 7 Studioalben produziert, davon eins als Best-of-Album mit drei neuen Titeln. Auf den Leinwänden erschien ein kleines Video aus dem Backstagebereich und überbrückte so die Zeit, bis der Auftritt von The Boss Hoss aus Berlin anfangen sollte.
Nachdem sich die Cowboys hinter der Bühne noch einen Schnaps gegönnt hatten, konnte es mit ein wenig Verspätung los gehen. Das Bühnenbild wirkte stimmig zu dem Thema der Band und nachdem ein Intro abgespielt wurde, ging es mit God Loves Cowboys los.

Schnell fiel die, im Gegensatz zu seiner Sprechstimme, sehr dunkle Singstimme von Alec Völkel auf. Diese passte zwar gut zu dem ganzen Stil der Band, der Sänger hatte allerdings Schwierigkeiten gegen die Instrumente anzusingen und man verstand teilweise den Text nicht. Die Stimmung war von Anfang an gut und die beiden Frontmänner schafften es schnell das Publikum zum Arme schwenken zu bewegen.
Nach den ersten beiden Liedern richteten Sascha und Alec das Wort an die Menge, bedanken sich für das Hier sein und erzählten, dass der heutige Auftritt der vorletzte dieses Jahr in Deutschland sei.

The Boss Hoss

The Boss Hoss by Janna Stroink

Seit 2010 werden The Boss Hoss live von den High Voltage Horns an Blasinstrumenten begleitet. So auch am heutigen Tag, allerdings heißen die Musiker in Kombination mit den Produktionen und Projekten mit The Boss Hoss The Tijuana Wonderbrass.
Beim dritten Lied des Auftritts sollten die Musikfans die Band mit einem „Uhhh uhhh“ unterstützen und die Faust dabei noch oben recken. Sänger Sascha versuchte dabei witzig zu sein und konnte sich einen kleinen Hieb gegen eine andere Band dieses Tages nicht verkneifen indem er „Wir sind hier nicht bei Revolverheld!“ ausrief. Ob das jetzt so passend und lustig war, wie wohl gemeint bleibt dahin gestellt.

Bei der Frage ob denn auch Sunrise Avenue Fans da sind, wurde es für einen Moment lauter. Die beiden Frontmänner wunderten sich, über die Fans der noch kommenden Band in den ersten Reihen und waren der Meinung, dass da ja ihre Fans hingehörten. Diese wurden, den Worten von Sascha nach zu verstehen, von den Sunrise Avenue Fans nach hinten gedrängt. Schnell versuchten die beiden das Gesagte noch ein wenig mit einem „Wir haben euch alle lieb.“ zu retten. Bisher war die Stimmung immer recht gut gewesen, auch bei den anderen Bands und das obwohl vielleicht nicht die eigenen Fans ganz vorne standen.
Auch hier merkte man schnell, wer von den ungefähr 25.000 Festivalgängern die Band kannte und wem nur die Liedern aus dem Radio bekannt waren. Bei Do It erlebten die Cowboys eine deutliche Steigerung der Stimmung und es wurden von vielen laut mitgesungen.

The Boss Hoss

The Boss Hoss by Janna Stroink

Nach 25 Minuten wurde es mit dem Lied My Personal Song etwas ruhiger als Sascha und Alec sich für dieses Lied ganz nach vorne an den Steg setzten und die Fans rückten dabei ein wenig näher zusammen.
Die Show der Band war laut, dominierte von den verschiedenen Instrumenten die gespielt wurden und der Gesang ging darin immer wieder unter. Aufmerksamkeit zogen besonders die beiden Sänger der Band auf sich, die anderen Musiker hielten sich meistens im Hintergrund und fielen teilweise gar nicht wirklich auf. Dass diese allerdings auch ihr Handwerk verstanden, wurde besonders deutlich, wenn sie bei den Songs immer mal wieder kleine Soloparts hatten, bei denen nicht gesungen wurde.

Bei dem Lied Backdoor Man, erfreute Alec die Menge damit seinen Oberkörper frei zu legen, ob sie das nun wollten oder nicht, und verließ dann die Bühne, um auf dem Bauch liegend durch das Publikum zu surfen. Damit zog er zum wiederholten Male die Beachtung des vorwiegend weiblichen Publikums auf sich. Was bisher immer wieder auffiel, neben dem Verhalten von ‚The Boss Burns‘ verblassten die anderen Mitglieder der Band geradezu und der Frontmann wirkte teilweise so aufmerksamkeitsheischend, als würde er eine One-Man-Show spielen.
Die Laune in der Menge wurde pro Song immer besser und nicht wenige sahen die Show von The Boss Hoss als große Party, bei der allerdings mehr die Stimmung zählte als die Musik des Künstlers. So war es auch nicht verwunderlich, dass größtenteils alle bei der Bitte mitmachten, in die Knie zu gehen und auf Kommando aufzuspringen.

Nach einer Stunde verließen die Cowboys die Bühne, kamen allerdings nach einigen Zugaberufen nach kurzer Zeit wieder zurück. Diese letzten Minuten waren für viele wahrscheinlich ein kleines Highlight an der Show, denn jetzt drehten die Musiker auf der Bühne noch einmal richtig auf. Die drei Herren von der Begleitband trugen schwarz.weiße Masken über den ganzen Kopf, welche ein bisschen an das Kiss-Make-Up erinnerten und das Tempo auf der Bühne zog deutlich an. Für das letzte Lied Word Up und den Abschluß des Auftritts verließ Drummer Ansgar Freyberg, genannt Sir Frank Doe, sein Schlagzeug um sich aus der Menge Frauen auf die Bühne zu holen, die mit der Band tanzen und feiern durften.

The Boss Hoss

The Boss Hoss by Janna Stroink

An den T-Shirts der Damen fiel allerdings auf, dass es sich hier hauptsächlich um Sunrise Avenue Fans handelte.
Die einzelnen Mitglieder wurden nun vorgestellt und erhielten einen kurzen Moment, um sich solo an ihren Instrumenten zu beweisen. Sir Frank Doe stellte sich hierfür an den Steg und ließ von den Ladys auf der Bühne Bier auf seine Trommel gießen, welches beim schlagen bis in die ersten Reihen spritzte.
Kurz bevor das Konzert zu Ende war, wurden die Frauen wieder zurück an ihre Plätze gebracht. Nach ungefähr 80 Minuten verließen The Boss Hoss die Bühne, die jetzt erst mal vom Bier gesäubert werden musste, bevor es weiter gehen konnte.

Setlist:

God Loves Cowboys
Bullpower
I Keep On Dancing
Rodeo Radio
Do It
My Personal Song
I Say A Little Prayer
Backdoor Man
Shake & Shout
Don´t Gimme That
Stallion Battalion
Word Up

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den anderen Artikeln:

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –
Wingenfelder – Teil 2 –
Revolverheld – Teil 3 –
Bosse – Teil 4 –
Sunrise Avenue – Teil 6 –

Dieser Artikel wurde von Sumikai übernommen.

Bosse

Bosse in Papenburg beim NDR 2 Festival – Teil 4 –

Nachdem bereits zwei Bands das Publikum beim NDR Festival an der Meyer Werft begeistert hatten, war es nun Zeit für den Solokünstler Bosse, der mit seiner gleichnamigen Liveband seine Lieder vorstellte. Unter diesen Namen gibt es den Sänger Axel Bosse seit dem Jahre 2003. Nur zwei Jahre später erschien das erste von nun 5 Studioalben.

Bosse

Bosse by Janna Stroink

Der Auftritt fing mit dem Lied Kraniche an, welches man auf dem 2013 veröffentlichen gleichnamigen Album finden kann. Nach diesem Lied begrüßte er die Menschen vor der Bühne und die Quantum of the Seas, die den Besuchern eine majestätische Kulisse im Hafen bot.

Weiter ging es mit So Oder So, dem Song der Bosse 2013 beim Bundesvision Song Contest den ersten Platz beschwert hatte. Die Menge war damit schnell in die richtige Stimmung gebracht und es wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen.
Bosse selbst zeigte unglaublich viel Energie. Er lief und tanzte auf der Bühne von einer Seite zur anderen und schien kaum stillzustehen. Zwischen den Liedern erzählte der sympathische Sänger ein bisschen etwas zu seinen Liedern, wie sie entstanden sind und hielt ein bisschen Smalltalk. Schnell kam das Gefühl auf, er hätte seine Kindheit, die Jugend und ein bisschen was aus seinem Leben in seinen Songs erzählt.

Bei dem Lied 3 Millionen machte Bosse einen Fan sehr glücklich, als sie ihm in der Menge auffiel, er von der Bühne stieg und sich seinen Weg durch die Menschen im ersten Wellenbrecherbereich zu ihr bahnte. Das junge Mädchen namens Greta war so überwältigt von dieser Aktion, dass sie ihm mit Tränen in den Augen umarmte. Nachdem sie sich etwas gefangen hatte, sang sie textsicher mit Bosse in sein Mikro, bevor er wieder zurück auf die Bühne kehrte.

Bosse

Bosse by Janna Stroink

Er erzählte auch ein bisschen was aus seiner Zeit in Istanbul, da die meistens Songs aus seinem aktuellen Album Kraniche in dieser Stadt geschrieben worden sind.
Die Stimmung wechselte zwischen gefühlvollen Balladen und Liedern die zum mittanzen und mit klatschen einluden. Ab und zu war es ein wenig anstrengend Bosse zu folgen, da er nicht lange einer Stelle stehen konnte.
Man merkte genau, wie die Menschen auf die ihnen bekannten Lieder aus dem Radio reagierten, denn bei Schönste Zeit wurde die Menge wieder etwas lauter und man hörte mehr Stimmen mitsingen. Das veranlasste Bosse dann auch dazu, die zweite Strophe von den Musikfans für ihn singen zu lassen und das klappte ziemlich gut.

Auch bei Frankfurt Oder war schnell klar, dass dieses Lied von allen gerne gehört wurde und sie machten bereitwillig mit, auch als sie auf Kommando zum springen aufgefordert wurden.
Das letzte Lied dieses Auftritts war Tanz Mit Mir und wurde von Bosse genutzt um seine Liveband vorzustellen und jeder durfte mit einem kleinen Solopart sein Können zeigen. Nach ungefähr 75 Minuten verließen die Musiker die Bühne und es wurde direkt für die nächste Band umgebaut.

Setlist mit Videolinks:

Kraniche
So Oder So
Roboterbeine
Vier Leben
3 Millionen
Istanbul
Sophie
Schönste Zeit
Du Federst
Alter Strand
Frankfurt Oder
Tanz Mit Mir

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den anderen Artikeln:

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –
Wingenfelder – Teil 2 –
Revolverheld – Teil 3 –
The Boss Hoss – Teil 5 –
Sunrise Avenue – Teil 6 –

Dieser Artikel wurde von Sumikai übernommen.

Revolverheld

Revolverheld in Papenburg beim NDR 2 Festival – Teil 3 –

Als zweiten Auftritt hatte NDR 2 am 06.09.2014 die Hamburger Band Revolverheld nach Papenburg eingeladen.

Revolverheld

Revolverheld by Janna Stroink

Die Gründung dieser Band liegt inzwischen schon 12 Jahre und zwei Namensänderungen zurück. Anfang 2005 unterschrieb Revolverheld einen Plattenvertrag und ab diesem Jahr stieg der Bekanntheitsgrad der Band immer mehr an. Mit ihrem Texten und den Melodien, die einfach immer im Kopf blieben, sind sie auch nach dieser Zeit nicht mehr aus dem Radio wegzudenken.

Es ging mit Immer In Bewegung schon rockig los und das Tempo steckte einige der Besucher an, um bereits ab den ersten Tönen mitzusingen und mitzumachen.
Nach den ersten beiden Liedern richtete Frontmann Johannes Strate die Worte an die Besucher und drückte seine Freude über das Hiersein und die vielen Menschen aus, die vor der Bühne standen.

Die Band zeigte von Anfang an wie viel Spaß sie auf der Bühne hatten und nach 20 Minuten sangen die meisten auf Aufforderung bereits mit.
Die lustige und sympathische Art vom Sänger Johannes und Gitarrist Kristoffer Hünecke lockerte die Stimmung schnell auf und sie brachten einige mit ein paar Sprüchen zum lachen. Die beiden waren sich nur nicht so ganz einig über die Besucherzahl und es wurden pro Smalltalk zwischen den Liedern immer ein paar Millionen mehr.

Revolverheld

Revolverheld by Janna Stroink

Nach den ersten 6 Liedern kündigte Johannes einen Special Guest an. Für das Lied Halt Dich An Mir Fest durfte Charlotta Truman den weiblichen Part übernehmen der im Original von der Die happy Sängerin Marta Jandová gesungen wird. Charlotta, die bei The Voice Kids in seinem Team war, schaffte es in der Show bis ins Finale und belegte einen von zwei zweiten Plätzen
Sie spielten eine bunte Mischung ihrer 4 Studioalben mit Liedern die man teilweise seit Jahren regelmäßig im Radio hört. Revolverheld schaffte es in den einen Moment mit einem rockigen und schnellen Lied die Besucher zum mitsingen und mitfeiern zu bewegen, berührte im anderen Moment die Menschen mit einer gefühlvollen Ballade.
Nach 45 Minuten verabschiedete sich die Band unter großen Beifall und wurde für eine Zugabe noch einmal lautstark nach draußen gebeten. Es wurde nun die aktuelle Single Lass Uns Gehen gespielt, mit der sie am 20.09.2014 beim zehnten Bundesvision Song Contest für das Bundesland Bremen mit einem Rekordsieg gewonnen haben.

Revolverheld

Revolverheld by Janna Stroink

Das Konzert wurde mit der dritten Singleauskopplung aus dem ersten Album Revolverheld, welches im September 2005 erschien beendet. Freunde Bleiben kam im Februar 2006 in die Läden und erreichte im selben Monat den zweiten Platz beim Bundesvision Song Contest. Da dieser Song den Meisten gut bekannt sein sollte, durften die Musikfans die Band lautstark beim singen unterstützen. Dieser Auftritt dauerte eine Stunde und hinterließ eine gut gelaunte und fröhliche Menschenmenge.

Setlist mit Links zu Videos

Immer in Bewegung
Ich werd´die Welt verändern
Bands deiner Jugend
Das kann uns keiner nehmen
Spinner
Ich werde nie erwachsen
Halt dich an mir fest
Darf ich bitten
Ich lass für dich das Licht an
Lass uns gehen
Freunde bleiben

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den anderen Artikeln:

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –
Wingenfelder – Teil 2 –
Bosse – Teil 4 –
The Boss Hoss – Teil 5 –
Sunrise Avenue – Teil 6 –

Dieser Artikel wurde von Sumikai übernommen.

Wingenfelder

Wingenfelder in Papenburg beim NDR 2 Festival – Teil 2 –

Die Band Wingenfelder war beim NDR Festival in Papenburg an der Meyer Werft der special Guest und eröffnete das Konzert.

Wingenfelder

Wingenfelder by Sonja Kootz

Die Gründungsmitglieder dieser Band sind Kai und Thorsten Wingenfelder, die diese am 28.04.2010 ins Leben gerufen hatten. Bekannt dürften die beiden Gitarristen und Sänger den meisten aus der 1986 in Hannover gegründeten Band Fury in the Slaughterhouse sein. Diese trennte sich 2008 nach einer Abschiedstournee quer durch Deutschland. Noch heute wird ihr Hit Won´t Forget These Days im Hannover Stadion bei Spielen vom Heimverein Hannover 96 gespielt. Für besondere Anlässe kommen diese auch mal wieder zusammen, zuletzt 2013 unter dem Motto Eine Stadt – Eine Band – ein Konzert im Juni 2013 in Hannover.
Ende des Jahres 2012 machten die Wingenfelder mit dem Weihnachtslied Wenn Die Zeit Kommt auf sich aufmerksam, da der Gewinn dem Elternverein der Kinder-Krebs-Station der MHH Hannover gespendet wurde.

Der Einlass auf das Gelände begann um 14 Uhr. Die Fans der einzelnen Bands, die teilweise schon seit den frühen Morgenstunden da waren, fanden schnell vor der Bühne ihren Platz. Alle anderen nutzen die Zeit um sich den Platz anzuschauen, etwas zu essen und zu trinken oder eine Runde mit dem Riesenrad zu fahren.

Wingenfelder

Wingenfelder by Sonja Kootz

Um 15:30 ging es dann mit dem Lied Selbstauslöser los, welches den gleichen Namen trägt wie das im August 2013 veröffentlichte Album. Die Stimmung war noch abwartend, da den meisten aus den ersten Reihen die Band noch recht unbekannt war. Viele Besucher waren noch auf dem Gelände unterwegs und der Platz vor der Bühne füllte sich erst im laufe des Festivals. Hiernach wurden die Besucher kurz vom Frontmann Kai Wingenfelder begrüßt, bevor es im Programm weiter ging.
Nach dem dritten Lied gab es bereits den ersten Rückblick auf die früheren Zeiten von Fury mit When I´m Dead And Gone und das veranlasste die Musikfans ein bisschen mehr aus sich heraus zu gehen und sich mit ein wenig Lautstärke bemerkbar zu machen. Der Sänger verließ für diesen Song für einen Moment die Bühne, kletterte über den Wellenbrecher und war für ein paar Minuten in der Menge verschwunden.
Die Atmosphäre verbesserte sich von Lied zu Lied, jedoch hörte man nur wenige Stimmen mitsingen. Sie spielten eine Mischung aus ihren veröffentlichten Alben Besser zu zweit aus 2011 und Selbstauslöser. Das Konzert wurde mit dem 1989 veröffentlichen Won´t Forget These Days nach 45 Minuten beendet.
Wer die Wingenfelder auf ihrer „Selbstauslöser“-Tour selbst erleben will, hat im Oktober an 4 Terminen die Chance dazu.

Setlist:

Selbstauslöser
Perfekt
Revolution
When I´m Dead And Gone
Die Wand
Zu Wahr Um Schön Zu Sein
Klassenfahrt
Won´t Forget These Days

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den anderen Artikeln:

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –
Revolverheld – Teil 3 –
Bosse – Teil 4 –
The Boss Hoss – Teil 5 –
Sunrise Avenue – Teil 6 –

Dieser Artikel wurde von Sumikai übernommen.

NDR-2 Festival Papenburg

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –

An diesem 06.09.2014 lud Papenburg 25.000 Besucher zu dem NDR 2 Festival an die Meyer Werft ein. Das Event war bereits seit März ausverkauft, da die Zusammenstellung der Künstler für sehr viele Musikfans sehenswert war. Trotz angekündigtem Regen, blieb es trocken mit ungefähr 23 Grad und leicht bewölktem Himmel.

Festivalgelände

Festivalgelände by Sonja Kootz

Die ersten Fans warteten bereits seit den frühen Morgenstunden, um beim Einlass auf das Gelände möglichst weit vorne zu stehen. Teile der Stadt Papenburg wurden für die anstehende Veranstaltung gesperrt, was zu leichten Staus und Behinderungen führte.
Eine Stunde vor Zutritt zum Gelände wurden die Schleusen aufgebaut und sofort wurde sich aufgestellt. Schnell verlor sich hier die vorher noch ungefähr eingehaltene Reihenfolge und es zählte nur noch das möglichst weit vorne stehen. Die Organisation verlief im großen und ganzen reibungslos, was den vielen Helfern und Partnern zu verdanken war. Beschwerden gab es allerdings von einigen Fans, die zuerst da waren und in der großen Menge beim Ansturm auf die Schleusen einfach untergingen.

Teilweise war es schwierig an Informationen zu kommen, da viele wichtige Dinge wohl nicht rechtzeitig kommuniziert wurden und das zu sich widersprechenden Aussagen führte. Nachdem die Organisation kurz vor 14 Uhr wieder vollkommen unter Kontrolle war, konnte der Einlass beginnen. So schnell wie möglich versuchten die ersten an die Bühne zu kommen und der Bereich füllte sich stetig. Andere Besucher erkundeten vorher noch das Gelände oder machten es sich an den zahlreichen Ständen für Essen und Trinken gemütlich.

Festivalgelände

Festivalgelände by Sonja Kootz

Für eine wunderschöne Kulisse war auch gesorgt, da im Hafen noch der Luxusliner Quantum of the Seas lag und einen beeindruckenden Anblick bot. Gegenüber der Bühne, am anderen Ende des Geländes, stand ein großes Riesenrad, welches den ganzen Tag bis zum späten Abend die Gäste zu einer Fahrt einlud. Nachdem sich nun alle ihren Platz gesucht hatten, eröffneten Holger Ponik und Jens Mahrhold um 15 Uhr das Programm.

Wingenfelder

Wingenfelder by Sonja Kootz

Als Special Guest eröffnete die Band Wingenfelder das Festival. Wem der Name kein Begriff sein sollte, kann sicher etwas mit Fury in the Slaughterhouse anfangen, eine Band aus Hannover die sich nach mehr als zwei Jahrzehnten 2008 trennte.
Zwei Jahre später haben Kai und Thorsten Wingenfelder dann die gleichnamige Band gegründet. Als Auftackt spielten sie eine gute dreiviertel Stunde deutschen Rock und beendeten mit Won´t Forget These Days ihren Auftritt. Man merkte vielen der Besucher an, dass sie noch nicht so ganz bei dem Konzert angekommen waren und man hätte sich ein wenig mehr Stimmung und mitmachen gewünscht, gerade weil es die erste Band bei so einem Festival immer recht schwer hat.
Ein ausführlichen Bericht zu diesem Künstlern folgt in den kommenden Tagen.

Revolverheld

Revolverheld by Sonja Kootz

Nach einer kurzen Umbauphase war es nun an der Zeit für die Hamburger Band Revolverheld, die es wohl auch durch ihren Bekanntheitsgrad etwas leichter hatten die Menge etwas aufzulockern. Sänger Johannes Strate schaffte es mit seiner guten Laune, ein wenig Smalltalk und Humor schnell die Besucher für sich zu gewinnen und animierte so zum mitsingen und mitklatschen. Sie spielten eine bunte Mischung aus ihrem neuen Album und altbekannten Liedern, die man auch immer wieder im Radio hört. Nach etwa einer Stunde war auch dieser Auftritt zu Ende und man konnte die Zeit nutzen um sich zu verpflegen und auf den nächsten ebenfalls deutschsprachigen Künstler zu freuen.
Ein ausführlichen Bericht zu diesem Künstlern folgt in den kommenden Tagen.

Bosse

Bosse by Sonja Kootz

Kurz nach 19 Uhr betrat nun Sänger Bosse mit seiner Band die Bühne. Dieser zeigte schon ab dem ersten Lied So Oder So wie viel Spaß es ihm machte, sich auf der Bühne zu bewegen und zu tanzen und behielt diese Energie bis zum letzten Lied. Bereits nach kurzer Zeit war er voll in seinem Element, schien kaum still zu stehen und hielt nur kurz inne, wenn das gesungene Lied etwas langsamer war. Die Auftrittszeit steigerte sich von Künstler zu Künstler, deshalb begeisterte der Bundesvision Song Contest Gewinner vom letzten Jahr seine Fans und die anderen Besucher für mehr als eine Stunde.
Ein ausführlichen Bericht zu diesem Künstlern folgt in den kommenden Tagen.

The Boss Hoss

The Boss Hoss by Janna Stroink

Der nächste Act kommt aus Berlin und dürfte einigen mit den Frontmännern Alec und Sascha auch als ehemalige The Voice Jury bekannt sein. Die umgebaute Bühne ließ auf eine große Show ahnen und eine leichte Verzögerung des Anfangs sowie ein Film, der über die Leinwände lief und ein bisschen was von Backstage zeigte steigerte die Spannung auf The Boss Hoss. Es wurde für einen kurzen Moment recht laut und hell, als die siebenköpfige Band im Cowboystil auf die Bühne kam. Die Show konnte sich sehen lassen und die Band blieb ihrer Darstellungsweise dem gesamten Auftritt über treu. Durch die Lautstärke der Instrumente, konnte man die recht tiefen Stimmen der beiden Sänger oft schwer verstehen und das erschwerte einigen Besuchern den Einstieg in die Show deutlich. Die Art und Weise von Alec „Boss Burns“ sich zu präsentieren, stellte die anderen Künstler auf der Bühne schnell in den Schatten und man hatte oft das Gefühl einer one man show zuzuschauen. Zum Abschluss wurden einige weibliche Besucher zum mitfeiern auf die Bühne geholt, die dem Shirts nach zu urteilen größtenteils Fans der noch kommenden Band waren.
Ein ausführlichen Bericht zu diesem Künstlern folgt in den kommenden Tagen.

Samu Haber

Samu Haber by Janna Stroink

Headliner des Festivals waren die finnische Band Sunrise Avenue, die erst am Tag zuvor durch die Bekanntgabe einer Bandpause unter ihren Fans für Aufruhr gesorgt hatten. Man merkte ab den ersten Tönen, dass die ersten Reihen diese Band nicht zum ersten mal auf der Bühne sahen, da man diese gut und textsicher hören konnte. Für viele war dieses Konzert ein Abschied, da bisher nur gesagt wurde, dass Sunrise Avenue erst zum Sommer 2015 wieder auf der Bühne stehen wird. Doch nicht nur den Menschen vor der Bühne merkte man diese Stimmung an, auch die Mitglieder auf der Bühne wollten mit diesem Konzert noch einen guten Abschluß liefern. So zeigten Sänger Samu Haber, Gitarrist Riku Rajamaa, Drummer Sami Osala, Bassist Raul Ruutu und Livekeyboarder Osmo Ikonen in den folgenden 100 Minuten ihr Können und hinterließen ihre Fans mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den Artikeln:

Wingenfelder – Teil 2 –
Revolverheld – Teil 3 –
Bosse – Teil 4 –
The Boss Hoss – Teil 5 –
Sunrise Avenue – Teil 6 –