Archiv der Kategorie: Rund ums Tier

Beitragsbild Kuschelninchen by Janna Stroink

Zu Besuch bei den Kuschelninchen

Die Kuschelninchen sind die vier glücklichen Kaninchen einer Freundin von mir. In zwei Zweiergruppen leben sie in offener Wohnungshaltung und erfreuen sich ihres Lebens in artgerechter Haltung – und das ist bei Kaninchen gar nicht so einfach.

Kami und Finn by Janna Stroink

Kami und Finn by Janna Stroink

Betritt man das Heim der Kuschelninchen, so fällt direkt auf, dass dort Kaninchen leben. Denn oft kommen sie einem schon im Flur entgegen, um zu schauen, wer zu Besuch kommt. Aber nur kurz, denn dann muss man sich zunächst kurz zurückziehen und den Eindringling beobachten. Ein echtes Kaninchen misstraut dem Fremden erst einmal! Und fremd sind nun einmal alle, die nicht dauerhaft den Hofsitz der Kuschelninchen bewohnen.

In 2 Zimmern, der Küche, der Diele und dem Bad, sowie auf dem Balkon können sich die vier Kaninchen Kami, Finn, Susi und Jamie austoben. Das jedoch in zwei Gruppen, da die Vergesellschaftung bisher noch nicht möglich war. Ansonsten würden sie vielleicht heute schon in einer Vierergruppe zusammen leben. Wichtig war für die Halterin aber immer, dass keines der Tiere allein lebt. Und der Grund ist recht einfach: Kaninchen sind nun einmal Rudeltiere und gerade in der Heimtierhaltung sollte darauf geachtet werden, dass niemals ein Kaninchen allein gehalten wird. Der Mensch ist nun einmal kein adäquater Ersatz für einen gleichartigen Partner.

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Denn sein wir mal ehrlich, wir Menschen sind nun einmal keine Kaninchen und können ihre Körpersprache vielleicht deuten, aber sie keinesfalls selbst sprechen. Und wie würde es uns selbst ohne Kommunikation mit unseren Artgenossen gehen? Viele Menschen fühlen sich ja sogar schon verloren, wenn sie in einem Land sind, dessen Sprache sie nicht beherrschen. Wie muss es sich dann anfühlen, wenn niemand mit einem redet? Oder wenn man sich ein Gehege mit einem Gorilla teilen muss. Einem Menschenaffen, der aber eben auch kein Mensch ist. Und genau so ist es dann auch für Kaninchen, wenn sie keinen Artgenossen als Partner, oder sogar eine ganze Gruppe an Kaninchen um sich herum haben.

Nicht viel anders ist es übrigens, wenn ihnen Meerschweinchen als Partner beigesetzt werden. So niedlich Kaninchen und Meerschweinchen zusammen aussehen mögen, eine gemeinsame Sprache sprechen sie nicht. Und sofern man nun ein Kaninchen und ein Meerschweinchen zusammen setzt, vereinsamen sogar gleich zwei Tiere nebeneinander, nur weil sie sich nicht verständigen können. Im Gegensatz zu Menschenkindern, die es immer irgendwie schaffen, sich mit Händen und Füßen mit anderen Kindern aus anderen Ländern zu verständigen, so ist dies in der Tierwelt nicht nur unüblich, sondern im Regelfall sogar unmöglich.

Doch nicht nur Platz und Partner sind für die artgerechte Kaninchenhaltung wichtig, sondern auch die richtige Ernährung. Frisches Heu ist für die absolute Grundversorgung mindestens genau so wichtig, wie frisches Wasser. Und dies ist keinesfalls durch Alternativen, wie „Heupellets“ oder andere vergleichbare Produkte zu ersetzen, auch wenn gerade Zoohandlungen dies gerne mal den Heu-Allergikern weis machen wollen. Und auch die gerne in den Zoogeschäften angepriesenen Futtermischungen mit Körnern und Co. gehören bei Kaninchen nicht in den Napf. Denn wenn man mal ehrlich überlegt, wie Kaninchen in der Natur leben, ist es fast schon logisch, dass sie dort keine Getreideerzeugnisse mit Zuckerzusätzen fressen, oder? Dafür gehören diverse Salatsorten, verschiedene Gemüse, Kräuter oder frische Wiese auf den Speiseplan. Und ganz vielleicht… ab und zu zumindest… auch einmal ein Leckerli, zum Beispiel in Form von Erbsenflocken – aber Hauptsache ungesüßt!

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Was im Übrigen auch viele Menschen verkennen ist, dass Kaninchen keine Kuscheltiere sind, die insbesondere nicht in die Zimmer von Kindern gehören. Kinderhände gehören grundsätzlich nur unter fachkundiger Aufsicht an diese Tiere, da es sich bei Kaninchen um Fluchttiere handelt und es für die sensible Tierpsyche kaum etwas schlimmeres gibt, als ungewollt begrapscht und dann unter Umständen auch noch festgehalten und herzhaft geknuddelt zu werden. Und auch in diesem Zusammenhang kann ich nur wieder an den gesunden Menschenverstand appellieren mit einer einfachen und vielleicht auch provokanten Frage: Würdest du von einem Fremden gerne begrapscht, festgehalten und herzhaft geknuddelt werden wollen?

Gar nicht so einfach also, wenn man alles bedenken möchte, damit es den Tieren in ihrem zu Hause gut geht. Bei den Kuschelninchen haben die 4 Nasen all das und noch so vieles mehr, was zur artgerechten Haltung dieser kleinen, aber durchaus nicht anspruchslosen, Tierchen gehört.

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Und wer also wirklich daran denkt, diese kleinen Wackelnasen bei sich zu Hause aufzunehmen, sollte sich definitiv bereits vorab über die artgerechte Haltung informieren. Außerdem sollte man sich darüber bewusst sein, dass die Haltung eines Tieres – und dies ist nicht nur auf Kaninchen bezogen – mit Verantwortung, Zeit und Geld (neben regelmäßigen Haltungs- auch Tierarzt-, Urlaubspensionskosten, …) verbunden ist, die man in ausreichendem Maße besitzen sollte.

Um sich zu informieren gibt es diverse Quellen online, wie zum Beispiel die Seite der Glücklichen Kaninchen, oder auch die facebookeigene Seite der Kuschelninchen, zu denen ihr die Links direkt hier finden könnt:

Die Kuschelninchen auf Facebook
Die Website der Tierschutzinitiative „Glückliche Kaninchen“

Und hier noch die Bilder unseres kleinen Fotoshootings mit Kami und Finn:

Kami und Finn by Janna Stroink

Kami und Finn by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Kami by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Finn by Janna Stroink

Vögel

Emmy und Yoshi – zwei Kanarienvögel und ihr Wasserbad

Viele Menschen halten sich Vögel als Haustiere. Einige davon Kanarienvögel, andere haben sich für Papageien oder andere Zier- und Singvögel entschieden. Doch egal welche Vögel man zu Hause hat, eines haben die Halter immer gemeinsam: Eine Menge Spaß, wenn sie ihre Tiere beim Freiflug beobachten.

Emmy sitzt auf der offenen Wohnzimmertür

Emmy sitzt auf der offenen Wohnzimmertür by Janna Stroink

Emmy und Yoshi sind meine beiden Begleiter. Zwei Kanarienvögel, die beide ihren ganz eigenen Charakter haben. Ein junges Paar, das in seiner Voliere lebt und sobald ich zu Hause bin, die Pforten geöffnet bekommt für den täglichen Freiflug außerhalb der Voliere. Ich sschreibe hier im Übrigen bewusst über eine Voliere, da es sich nicht um einen kleinen Käfig, sondern eine Vogelvoliere für den Wohninnenraum handelt. Manche würden behaupten, der Platz in ihren eigenen vier Wänden müsste diesen kleinen Tierchen doch reichen, ich teile diese Auffassung jedoch nicht.

Und wer Emmy und Yoshi einmal länger als 5 Minuten beim Freiflug beobachtet hat, der sieht sofort, warum. Denn so viel Platz, wie sie in Anspruch nehmen, wenn sie hier beim Freiflug herum fliegen, bietet selbst die größte Voliere für den Wohninnenraum nicht. Daher ist das Wohnzimmer umgehend Vogelrevier, so bald die Türen der Voliere auf sind. Der ganze Raum wird zum Fliegen genutzt – in allen Höhenlagen und so muss man eben auch mal aus dem Weg springen, wenn plötzlich ein Vogel auf einen zu geschossen kommt. Aber genau so liebe ich es!

Die Spielplätze, die überall im Raum verteilt – insbesondere – auf Schränken stehen, sind beliebte Anflugstellen für die Beiden. Aber eine Stelle lieben sie, wie keine zweite. Auf der breiten Fensterbank steht eine Wasserschale (eigentlich aus dem Terrarienzubehör, allerdings auch wunderbar für Vögel verwendbar), die täglich frisch befüllt wird und je nach Freiflugstunden auch mehrfach am Tag neu befüllt werden muss.

Yoshi in der Badeschale

Yoshi in der Badeschale by Janna Stroink

Das Wasserbad ist für meine beiden Kanarienvögel jedes Mal aufs Neue die allererste Anflugstelle und es wird erst einmal ausgiebig geplantscht, was das Zeug hält. Und offenbar macht das in der Schale viel mehr Spaß, als in den Badehäusern an der Voliere, denn so ausgiebig, wie in der offenen Badeschale, baden Emmy und Yoshi in den geschlossenen Häusern nicht. So ist es oft der Fall, dass die erste Nachfüllung der Schale bereits 5 Minuten nach dem Startschuss zum Freiflug erfolgen muss. Und das mache ich als passionierte Vogelmama natürlich liebend gern. Denn wenn die Beiden Federkugeln hinterher so putzig aussehen, wie Yoshi auf diesem Bild, dann geht das Vogelmamaherz auf. So geht es meinen beiden Süßen gut und sie können ihr Leben richtig genießen.

Für alle diejenigen, die ihren gefiederten Lieblingen – und dabei nicht nur den Kanarienvögeln – auch so eine wundervolle Schale für das tägliche Bad anbieten möchten, habe ich folgenden Link für euch herausgesucht:
Exo Terra PT2803 Wassernapf gro