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Nacht der Gitarren

Nacht der Gitarren – 09.05.2015 in Bonn

André Krengel ist Musiker mit Leib und Seele mit dem besonderen Augenmerk auf der Akustikgitarre. So kommt es nicht von ungefähr, dass er zu seinem eigenen Event, der Nacht der Gitarren, drei weitere Größen der Gitarrenmusik zu sich auf die Bühne holte: Brian Gore reiste aus den USA an, Mike Dawes aus England und Lulo Reinhardt durchquerte die deutschen Lande, um an dieser außergewöhnlichen Tour teilzunehmen.

Die erste Station der Nacht der Gitarren fand am 09.05.2015 in Bonn statt, wo das Amos Gymnasium, an der André Kregel selbst einmal Schüler gewesen war, die Pforten seiner Aula um 19.30 Uhr für das Publikum öffnete.

Nacht der Gitarren- Andre Krengel

by Toni Hank

Die Begrüßung fand durch André Krengel statt, der nacheinander zwei Schüler des Amos Gymnasiums zu sich auf die Bühne holte, die mit ihm gemeinsam das Publikum auf den folgenden Abend einstimmen durften. Linus Herrmann auf der Akustikgitarre und Frowin Wild auf der E-Gitarre, begeisterten die Besucher mit ihren Darbietungen. Und das, obwohl sie beide, wie André Krengel selbst betonte noch jünger sind, als er selbst, als er angefangen habe zu spielen.

Nachdem die beiden Jungs wieder platz genommen hatten, begann der eigentliche Act und mit Brian Gore betrat die erste Gitarrenikone für zwei Solosongs die Bühne. Gore war extra für die Nacht der Gitarren Tour aus San Francisco nach Deutschland gereist, um hier seine Künste in diesem Rahmen präsentieren zu können. Seine beiden Stücke, die er spielte, luden zum träumen und nachdenken ein. Die fast schon poetische Spielweise überließ es jedem selbst sich seine eigene Geschichte zu formen und zeigte, dass Brian Gore zurecht der „Geschichtenerzähler an der Gitarre genannt wird. Neben seiner einzigartigen Musik begeisterte der US- Amerikaner die Zuschauer mit seinem außergewöhnlich guten Deutsch, dass er, wie er verriet, lernte, als er drei Jahre in Deutschland gelebt hat. Und obwohl er somit fast schon eingedeutscht ist, ist die Nacht der Gitarren für ihn tatsächlich eine Tourpremiere in Deutschland.

Nach zwei Songs und den ersten 15 Minuten genussvoller Gitarrenklänge, tauschte Brian Gore seinen Platz auf der Bühne mit André Krengel, der ebenfalls zwei Stücke aus seinem großen Repertoire präsentierte. Beide Stücke hatten deutlich spanisch klingende Einflüsse und rissen die Zuschauer mit. Insbesondere das zweite Stück, welches davon handelt, den Frieden zu finden, nachdem man eine Zeit des Krieges und der Verfolgung erlebt hat, sorgte für begeisterten Beifall. Man merkte, wie viel Spaß es Krengel machte an seiner alten Schule erneut auf der Bühne zu stehen – dort, wo für ihn alles mit der Schulband begann. Heute jedoch steht André Krengel als er selbst auf der Bühne, anders als vor zig Jahren, wo er bei seinem ersten Auftritt eine Genscher-Maske trug und dieser, nach seiner eigenen Erzählung, eher chaotisch von statten ging.

Nacht der Gitarren - Mike Dawes2

by Janna Stroink

Mike Dawes war der nächste Künstler, der die Bühne betreten durfte und begrüßte das Publikum mit einigen charmanten Bröckchen Deutsch, bevor er zugab kaum Deutsch zu sprechen und fragte, ob er denn auf Englisch sprechen dürfe. Dies konnten die Zuschauer ihm selbstverständlich nicht verwehren und so konnte der Abend für Mike entspannt beginnen. Entgegen seinem sonstigen Bühnenprogramm, spielte er „The Impossible“ als ersten Song und nutzte dabei zum ersten Mal auf der Bühne live seine neue Gitarre aus dem Hause von Gitarrenbaumeister Andreas Cuntz, die ihn nun den ganzen Abend begleiten würde. Auf diesen ersten Song folgte dann ein Cover des Songs „Somebody That I Used To Know“ von Gotye im Walk Off The Earth Stil. Die Kanadier spielten diesen Song mit 5 Leuten an einer Gitarre – Mike machte dies allein und riss die Zuschauer damit gänzlich in seinen Bann.

Lulo Reinhardt, ein in Kennerkreisen hoch angesehener Gitarrist und Komponist, hatte den letzten Solopart und spielte ebenfalls zwei Songs aus seiner eigenen Feder, die er sich aus seinem schier unerschöpflichen Reptoire von seinen Kompositionen hherausgesucht hatte. Mit seinem ersten Stück wählte er eines der 4 zusammenhängenden Kompositionen, die sich „Memories Of Dachau“ nennen. Sein zweites Stück war der „Walz For One“, ein recht flotter und beschwingter Walzer, den er allein auf seiner Gitarre darbot, obwohl ein Walzer sonst vorwiegend für größere Bandzusammenstellungen geschrieben wird. Als er diesen beendet hatte, bat er die anderen Drei noch zu sich auf die Bühne.

Nachdem nun alle vier Künstler zusammen den Song „Mariesol“ von Lulo Reinhardt in einer rund 13-minütigen Version präsentierten, ging es in eine kleine Pause, in der das Publikum eingeladen wurde sich mit Getränken bei den Schülern der Amos Schule zu versorgen, oder am Stand der Künstler eine der zahlreichen CDs oder DVDs von den Gitarristen selbst erwerben.

Nacht der Gitarren - Lulo Rheinhardt

by Toni Hank

Mit allen Vieren startete auch wieder der zweite Teil der Show, bevor es dann zu Duetten zwischen den jeweiligen Gitarristen über ging. So spielte jeder mit jedem und so entstand ein buntes Gemisch aus den verschiedenartigen Songs der Künstler, bevor es dann auf das Ende der Show zuging.

Zum Abschluss wurde erneut von allen Vieren der erste Song, den Mike Dawes für die Steelstringgitarre geschrieben hat, der „Boogie Shred“ gespielt. Das Publikum war begeistert von den Musikern und verabschiedete sie mit einem großartigen Applaus und Standing-Ovations von der Bühne, wo sie kurz durchatmeten und dann unter erneut großem Applaus zur Zugabe zurück kamen.

Vor der Zugabe richtete André Kregel allerdings noch seinen Dank an die Organisatoren, die Schulleitung, die Schüler und alle, die an diesem Abend beteiligt waren, bevor die vier Gitarristen eine ungewöhnliche Coverversion des David Guetta Hits Titanium anstimmten und damit das Publikum noch einmal richtig zum Kochen brachte, bevor es dann in der Pausenhalle erneut zum Verkauf der eigenen CDs und DVDs und selbstverständlich auch zum Plausch mit den Gästen ging.

Wer die Nacht der Gitarren selbst noch live erleben möchte, kann dies auf folgenden Stationen tun:
10.5. Düsseldorf, Jazzschmiede – 20.00h
13.5. Lahnstein JuKz 20.00h
14.5. Oswiecim Miejska Biblioteka Publiczna ul. Nojego 2b, 18:00 h, Asschwitz, Polen – featuring Miguel Czachowski
15.5. Sosnowiec Sala Widowiskowo – Koncertowa MUZA, ul. Warszawska 2, 19.00 h, Gdanska, Polen – featuring Miguel Czachowski
16.5. Jaroslaw, Polen, Muzeum Orsettich Kamienica, 22 h – featuring Miguel Czachowski

Und wer diese Chance nicht nutzen kann, hat hier die Möglichkeit einen kleinen Eindruck zu erlangen, was es dort zu hören und zu sehen gibt:

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Dieser Artikel wurde von Sumikai-Music.com, bzw. Mia-Musik.de übernommen.