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Urheberrecht by Janna Stroink

Einen Dank an Sunrise Avenue – den Auslöser eines Serverangriffs…

Ja, so etwas hat man doch gerne an einem späten Mittwochabend, an dem man eigentlich Besseres zu tun hätte, als sich aufregen zu müssen, nur weil man die Universal Music News von Sunrise Avenue veröffentlicht.

Aber gut, so sollte es wohl sein. Denn der rege Zulauf – vielen Dank an alle ehrlichen Leser dafür im Übrigen – hat auch Mensch und Maschine auf den Plan gerufen, die es offenbar eine mega tolle Idee fanden einen Angriff auf den Server zu startern.

Ich wusste gar nicht, dass Sunrise Avenue mittlerweile für eine solche Aufmerksamkeit sorgen, dass man damit rechnen muss, dass rund 3 Stunden nach einem Newspost plötzlich der Server komplett resettet werden muss und die arme Datenbank neu aufgespielt werden muss. Ein Hoch auf die Back-Ups! Und natürlich an meinen Serverexperten, der im Hintergrund die „Scheißarbeit“ macht und sich dafür die halbe Nacht um die Ohren schlägt und dafür an seinem eigenen Projekt nicht werkeln konnte.

Wer sein eigenes Projekt kennen lernen möchte und zudem noch Interesse an Japan, Anime, Manga, JDorama und allem, was sonst so mit Japan und dem japanischen Lifestyle zu tun hat, hat, der kann gerne mal bei ihm und seinen Kollegen vorbei schauen:
Hier geht es zu Sumikai.

Ach ja. Und falls die Links in euren geteilten Beiträgen nicht mehr funktionieren, das ist leider normal und notwendig. Die News hat nun einen neuen Seitenlink.

In diesem Sinne… auf einen ruhigen Tag! Hoffentlich ganz ohne Serverangriffe und allem, was so dazu gehört. Und noch mal einen Dank an Sunrise Avenue und die Erkenntnis, dass eine einfache News doch nun wirklich für verdammt viel Trouble sorgen kann!

Neue Single Sunrise Avenue by Universal Music

News: Sunrise Avenue – Neue Single “Prisoner in Paradise”

Die Pop-Rocker von Sunrise Avenue zählen zu den beliebtesten Musikern in Deutschland. Dies hängt nicht nur mit der Tätigkeit des Frontsängers Samu Haber als Coach bei der Erfolgsshow The Voice of Germany zusammen, sondern ist auch auf die unzähligen Hits der vergangenen Jahre zurückzuführen, mit denen sich die finnische Band eine ungeheuer große Fangemeinde erspielt hat.

Singlecover Prisoner In Paradise by Universal Music

Singlecover Prisoner In Paradise by Universal Music

Seit ca. zehn Jahren ist die Band nun unermüdlich mit demselben Enthusiasmus und einer Begeisterung auf den Bühnen dieser Welt unterwegs –  spielen in großen Hallen, den wichtigsten Festivals.

Musikalisch war es eine Weile still um die fünfköpfige Truppe, doch nun wollen sie mit ihrem am 21. Oktober erscheinenden „Fairytales – Best Of 10 Years“ – Edition ihres Best Of-Albums auf vergangene Erfolge zurückblicken und zeitgleich neue Musik präsentieren. Zwei brandneue Songs sind deshalb auf dem Longplayer zu finden sowie weiteres unveröffentlichtes Bonus-Material, das sicherlich die Fan-Herzen höher schlagen lassen wird.

Die neue Single-Auskopplung heißt „Prisoner in Paradise“ und erscheint am 07.10. Der Titel – ganz im Stile von Sunrise Avenue – zeigt ganz eindeutig:  Die Erfolgsband hat es nach wie vor drauf. Der Ohrwurm besticht mit eingängigem Text, treibenden Drums, einem starken Synthie-Sound und natürlichSamus unverwechselbarer Stimme, deren eindrucksvolles Timbre im Refrain besonders gut zur Geltung kommt.

Quelle: Universal Music Journalistenlounge

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Say nothing is over
Though everything’s crazy
Be brave and trust me
It‘ not a game over
We gotta try harder
You gotta stay with me
There’s nothing we can’t reach
Cause nothing is over
(Sunrise Avenue – Nothing Is Over)

Sunrise Avenue

On Stage Bildergalerie Sunrise Avenue in Hannover

Am 23.05.2015 traten Sunrise Avenue in einem ganz speziellen Rahmen zusammen mit dem 21st Century Orchestra auf.

Die Setliste von den drei Konzerten in Luzern zusammen mit dem herausragenden Orchester wurde wieder aufgelebt und so konnten sich insgesamt 26.000 Zuschauer am Expo Plaza in Hannover davon überzeugen, dass die Finnen mehr drauf haben, als nur ihre typischen Rockshows.

Von uns gibt es statt einem ausführlichen Konzertbericht diesmal eine Galerie mit den Bildern unserer Redakteure, die mit dabei waren.

Wir freuen uns auf euer Feedback über diese Art der Konzertberichterstattung, gerne in den Kommentaren.

Dieser Artikel wurde von Sumikai-Music.com, bzw. Mia-Musik.de übernommen.

Musiktipp

Videotipp: Sunrise Avenue – Nothing Is Over

Mit ihrem Hit Fairytale Gone Bad wurden die Finnen von Sunrise Avenue schlagartig, quasi über Nacht, in Deutschland bekannt und es entstand schnell eine immer weiter wachsende Fangemeinde.

Diese hatte sich auch nach einigen Mitgliederwechseln innerhalb der ersten Jahre der Band so etabliert, dass sie die Jungs um Frontmann Samu Haber auch weiterhin unterstützen und ihnen so zu immer größerem Erfolg verhalten. Spätestens mit ihrem Hit Hollywood Hills, der die Charts im Sturm eroberte, war der Durchbruch für die Finnen endgültig vollzogen.

Ohne Riku Rajamaa, Sami Osala und Raul Ruutu ging es für Samu im Jahr 2013 dann auf den beliebten Coachingstuhl bei The Voice Of Germany, wo ihm durch seinen finnischen Akzent und seine teils lustigen Wortkreationen, die Frauenherzen plötzlich in rauen mengen zu flogen.

Entsprechend wuchs auch die Sunrise Avenue Fangemeinde weiter an, Konzerte wurden größer und auch das von der Band immer erträumte Konzert mit einem großen Konzertorchester konnte im Jahr 2014 umgesetzt werden, wo auch unser Video der Woche als neues Musikvideo entstand.

Wer Sunrise Avenue live erleben will hat in diesem Sommer auf diversen Festivals die Chance dazu.

Samu Haber

Sunrise Avenue in Papenburg beim NDR 2 Festival – Teil 6 –

Headliner des NDR 2 Festivals und somit der Abschluss eines gelungenen Abends bildete die finnische Rock/Popgruppe Sunrise Avenue.

Samu Haber

Samu Haber by Janna Stroink

Erst am Tag zuvor war die Band groß in einigen Schlagzeilen, da ein Interview mit Frontmann Samu Haber bei einem Radiosender falsch ausgelegt wurde. Der Sender veröffentlichte die Meldung über die Trennung der Band, dabei handelte es sich lediglich um eine Pause bis zum kommenden Sommer und dem Start der Festivalsaison. Für Fans bedeutet dies, die Finnen werden Anfang des Jahres 2015 nicht auf Tour gehen, wie die ganzen Jahre zuvor. Wie genau es für die Band weiter geht, wollte der Sänger nicht verraten, die Fans der Band hoffen jedoch auf ein Comeback in alter Frische, da der neu erlangte Erfolg bereits seine Spuren hinterlassen hatte.

Samu Haber gründete die Band 1992 unter dem Namen Sunrise, welche ungefähr 10 Jahre später auf Sunrise Avenue umgetauft wurde. In der aktuellen Besetzung gibt es die Band seit August 2007 und sie werden seit 5 Jahren noch zusätzlich bei Konzerten und einigen Liveauftritten am Keyboard von Osmo Ikonen unterstützt.
Dieser Auftritt ist für die Finnen der Abschluss einer Sommer-Festivaltour und für einige Fans sogar der letzte, da in diesem Jahr noch nur 3 Konzerte in der Schweiz mit dem 21 Century Orchestra stattfinden werden. Alle 3 Termine waren bereits nach kurzer Zeit ausverkauft und bedeuten für die Band und die Fans gleichermaßen viel, da es diese Kombination nicht so schnell wieder geben wird.

Sami Osala

Sami Osala by Sonja Kootz

Eröffnungssong war, wie bei allen Konzerten des Jahres Unholy Ground, der den gleichen Namen wie das aktuelle Album trägt. Da es bereits dunkel war, konnte man die im Hintergrund laufenden Bilder und die Lichtshow gut sehen, ob ihnen jedoch groß Beachtung geschenkt wurde, bleibt dahin gestellt.
Es dauerte nicht lange und in die Menge kam Bewegung. Die Sänger von The Boss Hoss hatten beim Auftritt zuvor noch leicht ironisch und scherzhaft die Sunrise Avenue Fans in den ersten Reihen bemerkt und genau diese konnte man jetzt hüpfen und die Arme schwenken sehen. Bereits jetzt hörte man die Menge jubeln, mitsingen und man konnte Schilder und Plakate sehen die nach oben gehalten wurden. Die ersten Lieder gingen ineinander über und es war schnell klar, dass die Band ihr Handwerk verstand. Sie waren routiniert und zeigten neben dem Gesang von Samu Haber auch, wie gut sie ihre Instrumente beherrschten.

Der Ende 2013 veröffentliche Song Lifesaver war vielen aus dem Radio bekannt und stellte so auch keine große Schwierigkeit dar, als das Publikum zum mitsingen aufgefordert wurde. Einige aus der ersten Reihe bildeten so etwas wie eine Einheit, als sie sich an den Händen fassten und ihre Arme zum Takt der Musik hin und her schwenkten.
Diese Geste nahm der Frontmann bei Afraid Of The Midnight auf und forderte die Menge so stumm auf, auch ihre Arme zu heben und zu schwenken.
Dass es hier nicht nur um den Gesang ging, wurde zwischendurch immer wieder deutlich, da man jedes Bandmitglied gut hören konnte und die instrumentalen Teile der Lieder sehr ausdrucksstark gespielt wurden.

Nach 20 Minuten hatte Sunrise Avenue bei Little Bit Love die Musikfans begeistert und viele sangen auf Aufforderung mit oder reckten die Arme in die Höhe. Jedenfalls die Jenigen die das nicht schon von alleine machten.
Hiernach wurde das Wort an die Menschen vor der Bühne gerichtet und von Samu Haber begrüßt. Er nutzte den kurzen Moment um klar zu machen, sie würden am heutigen Abend alles tun, außer zu tanzen und fand so eine den Fans doch allzu bekannte Überleitung zu dem nächsten Lied.
Die erste halbe Stunde war schnell vergangen und alle Mitglieder, bis auf Leadgittarist Riku Rajamaa zogen sich etwas zurück. Dieser zeigte nun mit einem beeindruckendem Solo was wirklich in ihm steckt und es schien, als würde er die Welt um sich herum kaum wahrnehmen. Das fiel auch schon bei den anderen Liedern deutlich auf und ließ auf einen Musiker schließen, der voll aufging in dem was er da spielte.

Samu Haber

Samu Haber by Sonja Kootz

Den Wandel der Band konnte man an den gespielten Liedern deutlich erkennen. So waren die Lieder aus der Anfangszeit wie Forever Yours, Choose To Be Me und der Evergreen Fairytale gone bad deutlich rockiger als die aus den folgenden Alben. Bei Riku kam dabei manchmal das Gefühl auf, als würde er gerade bei diesen Liedern etwas mehr Spaß haben.
Nach 45 Minuten wurde die Bühne ein wenig verändert und Keyboarder Osmo Ikonen wechselte an ein Klavier, um mit Sänger Samu zusammen die Ballade Girl Like You anzustimmen. Sie waren dafür in rotes Licht getaucht, welches zwar eine gewisse Stimmung erzeugte, jedoch die Sicht auf beide Musiker etwas verschlechterte.

Sunrise Avenue schaffte es, die Botschaft der Texte gut rüber zu bringen und hielt die Stimmung sowohl bei einer Ballade, als auch bei einem Rock- oder Popsong gleichermaßen aufrecht. Auch im Zusammenspiel konnte man ihnen ansehen, wie viel Spaß sie an diesem Konzert hatten. Alle Mitglieder fanden sich immer wieder zusammen und es wirkte so als würden sie die Nähe der anderen immer wieder brauchen.
Sichtlich Freude hatte der Frontmann bei Letters In The Sand, da er den Anfang dafür nutze, mit den Festivalgängern zusammen zu singen und dafür verschiedene Höhen und Tiefen seiner Stimme ausprobierte. So war auch schnell klar, dass ihm die tieferen deutlich mehr lagen und er hohe Töne nicht wirklich anstimmen konnte. Das muss er auch nicht wirklich, denn genau diese tiefe und leicht rauchige Stimme ist ein Grund, warum Sunrise Avenue von den Fans gehört wurde.
„You gotta fight for your right to party!“ war ein Ausruf von Samu, bei dem sehr rockigen und durch die einzelnen Instrumente und Soloparts beherrschten Out Of Tune, dem die Fans mit sichtlicher Freunde nachgingen.

Riku Rajamaa

Riku Rajamaa by Janna Stroink

Die Lieder auf der Setlist passten gut zusammen und waren eine Mischung aus dem ersten, sowie den letzten beiden Studioalben, wobei Unholy Ground doch deutlich dominierte. Den einzigen Abstecher in das Jahr 2009 und dem nicht so erfolgreichen Album Popgasm, wurde mit der sehr persönlichen Ballade Welcome To My Life gemacht. Vor dem Lied hielt der Frontmann eine kleine Rede, in der es um das Best-of-Album ging, welches Anfang Oktober veröffentlicht wird und die er nutze, um den Fans der Band zu danken, die sie seit Jahren unterstützen. Die Atmosphäre veränderte sich ein bisschen und alle rückten ein wenig zusammen. Nicht nur die Fans hatten bei diesem Lied mit verschiedenen Gefühlen zu kämpfen, auch bei den Musikern auf der Bühne und besonders dem Sänger konnte man es gleichermaßen ansehen. Er blinzelte immer wieder angestrengt und auch an seiner Stimme konnte man es hören. Vielleicht wurde in diesem Moment einigen klar, wie schnell dieses letzte Konzert sich doch schon dem Ende zu neigte und es nicht klar war, wann man wieder so zusammen kommen würde.

Danach gingen die Lichter aus und die Band verschwand für wenige Minuten, allerdings nur um mit der Bitte nach einer Zugabe wieder raus zu kommen. Seinen Einsatz hatte hierfür Riku Rajamaa, der die Anfangstöne des Liedes Hurtsville anspielte und die daraus entstehende Stimmung ließ auf ein ähnlich gefühlvolles Lied schließen, wie das zuvor.
Den Schritt in die andere Richtung, um das Publikum wieder aus dem sentimentalen Tief zu holen, machte Sunrise Avenue mit einem schnellen Wechsel zu dem „immer im Gepäck“ Lied Fairytale Gone Bad. Dieser Song durfte auf keinen Konzert fehlen und hier war es die Aufgabe der Menschen vor der Bühne einen großen Teil des Liedes für die Band zu singen und es klappte auch hier ziemlich gut.

Raul Ruutu

Raul Ruutu by Janna Stroink

Die Handbewegungen des Sängers waren bei diesen Lied gut bekannt und wurden ihm teilweise aus der Menge gespiegelt. Was allerdings fehlte war die Geste mit den Hasenohren, die der Frontmann seit diesem Jahr nicht mehr machte und die sonst ein fester Bestandteil des Liedes gewesen war. Das warf die Frage auf: Samu wo sind die Hasenohren hin?
Erneut verließ Sunrise Avenue die Bühne und es ertönten wieder Rufe nach einer Zugabe. Einige von vorne riefen zwischendurch den Namen Osmo, da es auch dieser war der jetzt auf die Bühne kam. Die Rufe wechselten zu einem Stadionähnlichen Oho-Gesang und das veranlasste dem Keyboarder die ersten Töne dementsprechend mit zu spielen. Schnell wurde es ruhig und die nächsten 5 Minuten gehörten nur ihm bevor er mit dem sehr bekannten Intro den letzten Song des Abends anspielte.

Auch hier war es die Aufgabe der Festivalgänger zu singen, die Samu mit: „You know the words.“ dazu aufforderte. Diese letzten Minuten wurde zusammen gefeiert, gesungen und getanzt.
Es wurde genau beobachtet und zugehört was da vorne passiert, damit diese Minuten als eine gute Erinnerung an das Konzert im Gedächtnis bleiben. Das gesungende „I don´t wanna go.“ sagte aus was viele in diesem Moment dachten und einige fühlten sich dabei vielleicht sogar ein wenig traurig. Samu bedankte sich bei allen für diesen Sommer und machte mit einem „Wir lieben euch.“ klar, was in ihm vor ging. Nach fast 100 Minuten war es nun vorbei und die Band verließ glücklich lachend und vielleicht auch ein wenig wehmütig nach der üblichen Verabschiedung mit vielen Umarmungen die Bühne.

Setlist und Links zu You Tube Videos (einfach auf die Lieder klicken):

Unholy Ground
I Can Break Your Heart
Lifesaver
Afraid Of The Midnight
Little Bit Love
I Don´t Dance
Angels On A Rampage
Forever Yours
Choose To Be Me
Girl Like You
If I Fall
Letters In The Sand
Out Of Tune
Welcome To My Life
Hurtsville
Fairytale Gone Bad
Hollywood Hills

Hier findet ihr die Verlinkungen zu den anderen Artikeln:

NDR 2 Festival in Papenburg – Teil 1 –
Wingenfelder – Teil 2 –
Revolverheld – Teil 3 –
Bosse – Teil 4 –
The Boss Hoss – Teil 5 –

Dieser Artikel wurde von Sumikai übernommen.

Samu Haber

Zickenzeit: Vom Fansein und fangirlen

Eigentlich kommen von den Konzerten von mir ja eher richtige Berichte, bei diesem habe ich mich entschlossen etwas anderes draus zu machen. Wenn ich nach Zahlen gehe ist dieses wohl mein 32. Konzert und das klingt für viele sicher nach einer ganzen Menge, bzw. halten mich einige für verrückt.

Mir war schon sehr lange klar, was die Band, die Musik dieser und die Menschen die seither um mich herum sind mir bedeuten. Wie viel es allerdings wirklich ist, wurde mir erst heute klar. Ich war schon ein paar Stunden in Halle, hatte eine Nacht mit wenig Schlaf hinter mir und saß im gefühlten Halbschlaf in meinem Stuhl. Da wurde meine Aufmerksamkeit von jemanden geweckt, der einen kleinen Bericht bzw. ein Interview vom MDR mit Samu vorlas. Plötzlich herrschte Stille bei allen, die um sie herum saßen. Hatte ich das grad richtig gehört? Sunrise Avenue machen nicht mehr weiter? Ungläubige und schockierte Gesichter starrten auf diese Person, es wurde nachgefragt und der Text immer und immer wieder gelesen.
Die Worte waren so eindeutig, so hart und irgendwie ehrlich. Sunrise Avenue legen eine Pause auf unbestimmte Zeit ein, es ist nicht klar wann und ob es weiter geht. Samus Worte klangen so nieder geschrieben einfach nur negativ und es tat weh das so zu lesen. Es dauerte nicht lange und die Meldung hatte die Runde gemacht. Insta, FB, PN´s, es wurde drüber geredet oder hier vor Ort auch grübelnd geschwiegen. Mit der Herausnahme des Interviews machte es der MDR dann auch nicht besser, die Meldung war bei den Fans angekommen.
Was uns nur noch mehr schockierte war dann die Änderung der Überschrift. „Sunrise Avenue legen eine Pause ein – Auf unbestimmte Zeit“ war nun:
„Sunrise Avenue geben Trennung bekannt“ und der Text hatte sich auch wieder leicht geändert.
Mein Handy stand nicht mehr still, überall sah man Posts, Kommentare und ich bekam Nachrichten. Es gab keine offizielle Meldung von der Band oder der Plattenfirma und viele versuchten das als Falschmeldung abzutun, wollten es nicht glauben und konnten es auch nicht glauben.
Die Stimmung hier vor Ort war gespalten. Einige sahen traurig aus, kämpften mit den Emotionen und Tränen, andere glaubten es einfach nicht, es wurde sogar von einigen gesagt, sie hätten es schon geahnt. Die Veröffentlichung des Best-of Albums hatte schon so einen faden Beigeschmack bei vielen gehabt und war oft der Vorbote für eine Bandpause oder eine Trennung. So als Abschluss…
Um das ganze Chaos perfekt zu machen, änderte MDR den Artikel erneut. „Sunrise Avenue geben Trennung auf unbestimmte Zeit bekannt“ Die Worte im Text waren ähnlich, es konnte weiterhin alles und nichts heißen. Wenn man die Situation bedenkt, in der sich die Band mit den Erfolg und den Fans im Moment befindet, wenn man Samu genauer beobachtet hatte, dann konnte es schon möglich sein.
Die Band, die bisher immer versucht hatte anders zu sein als andere, hatte sich mit dem Erfolg immer mehr verändert. Alles war größer geworden, sie haben sich angeglichen, haben sich Vorgaben und Regeln unterworfen und wurden immer mehr zu der Band die man präsentieren wollte und die man zeigen konnte. Gesehen hat man es besonders bei Samu, gemerkt hat man es auch an der Fannähe die plötzlich nicht mehr so da war. Outfits änderten sich, das Lächeln wirkte teilweise aufgesetzt und die Medien haben sich auf alles gestützt was es so zu berichten gab. Samu war plötzlich überall und er widersprach sich ständig, besonders Aussagen von früher wirkten nur noch wie heiße Luft.
Als ich vor einigen Jahren Fan wurde, hätte ich niemals gedacht wie sehr sich das noch verändern wird. Ich möchte fast behaupten und ich weiß wie das jetzt klingt, dass früher alles besser war. Angefangen hat es bei mir mit Sunrise Avenue im Jahre 2010 und ich bin diesem glücklichen Zufall immer noch dankbar. Richtig dabei bin ich aber erst oder schon (?) seit 2011. Irgendwie war es da viel entspannter und noch ein wenig familiärer als es jetzt ist. Inzwischen haben sich einige Fans dem neuen Hype von Sunrise Avenue abgewandt und sind einfach nicht mehr da.
Was hat sich geändert? Der Geheimtipp Sunrise Avenue ist an die Öffentlichkeit gekommen. Noch vor drei Jahren hat sich keiner so sehr für diese Band interessiert. Sie waren halt da, man konnte sie hören und gut ist. Wirklich im Gedächtnis sind sie da niemanden geblieben. Die Konzerte waren klein, die meisten kannten sich, mochten sich oder gingen sich einfach aus dem Weg. Nach den Konzerten konnte man die Jungs noch treffen und das alles war irgendwie besonders.
Doch dieser Zauber ist vorbei. Ja es gab schon zu der Zeit Menschen die sich nicht benehmen konnten und ja man hatte auch Streit und Stress mit einigen. Auch da gab es Fans die man nicht ausstehen konnte, welche die diese tolle Band auf Samu reduzierten oder sich für etwas besseres hielten. Das alles will ich gar nicht abstreiten.
Seit Samu bei The Voice ist, sind die schlimmeren Sachen mehr geworden und der Kontakt zu den Fans weniger. Einfach durch die Masse an neuen Fans (die teilweise wahnsinnige Ansprüche stellen), an Fans die vorher noch bei anderes Bands oder Sängern waren und plötzlich diesen blonden Mann im TV gesehen haben.
Diesen Mann, der sich nicht benimmt wie fast 40, der sympathisch wirkt und für einige sogar niedlich. Er überzeugt mit Charme, Witz und gutem Aussehen und weil er irgendwie anders ist. Ja das wussten wir vorher schon und haben ihn nicht da drauf reduziert.
Inzwischen ist aus diesem, wie soll ich es sagen, früher lockeren, fröhlichen, jugendlichen und eher unbeschwerten Jungen mit Träumen von der großen Welt ein Mann geworden der versucht in dieser neuen und harten Welt klar zu kommen, erwachsen zu sein und mit dem Erfolg professionell umzugehen. Ein Erfolg, den er so sicher nicht erwartet hat und der ihm vielleicht sogar überwältigt hat und ihm über den Kopf gestiegen ist. Leider hat er dabei viel verloren und viel dazu gelernt. Er kann inzwischen schauspielern, wenn auch nicht sehr gut oder nicht für jeden ersichtlich. Aber er wird besser, undurchsichtiger und schottet sich immer besser ab. Zum Schutz, zu seiner eigenen Sicherheit und der die um ihn herum leben. Bei ihm merkt man die Veränderung seit The Voice am meisten und das nicht nur rein Äußerlich. Man sieht es in seinen Augen, seinen Gesichtsausdrücken und seinem Lächeln bzw. Lachen. Sein Verhalten ist anders, er achtet drauf wie er wirkt und was er sagt, so was musste er früher nicht. Das sieht man aber nur, wenn man nicht den hübschen Kerl sieht, sondern auch mal genauer hinguckt.
Was haben wir jetzt? Wir haben eine Fanbase die selten so sehr gespalten war wie seitdem. Wir haben mehrere Gruppen, die sich eigene Namen geben. Wir haben Teenys, Samunatoren, frustrierte Hausfrauen, die Herzchenfrakion, alt Fans und neu Fans die plötzlich einen Namen für Sunrise Avenue Fans brauchen.
Die sich jetzt Sunriser nennen. Teilweise behaupten diese sogar, seit vielen Jahren Fan der Band zu sein, widersprechen sich so aber ständig mit ihrem Wissen und Aussagen. Manche sind schon ewig Fan, aber wenn man ihr Alter weiß, hätten sie noch Windeln angehabt, im Kindergarten Sandburgen gebaut oder gerade mal das ABC gelernt, wenn man mal genauer nachrechnet. Es gibt auch schon Fans der Band, da war Samu noch in Spanien und besonders denen gehört mein Respekt, da diese zu der Zeit bereits so wahnsinnig vorrausschauend waren.
Man kann sich die Kommentare unter den Bandbildern oder bei Samu schon gar nicht mehr antun. Früher entstanden lustige Gespräche unter den Bildern, heute liest man nur noch wie toll Samu ist, sieht lauter Herzchen, Liebeserklärungen, es wird sich gestritten und sich gegenseitig hochgeschaukelt. Samu wird überall markiert, sei es auf geklauten Bildern aus dem Internet, auf Selfies, oder in einer Collage wo sein Kopf auf einem Giraffenkörper ist (nur als Beispiel, da gibt es sehr viel mehr Spielraum).
Ich bin erschrocken über die Respektlosigkeit mancher Fans zu der Band, die sie angeblich lieben. Frage mich wo der Anstand mancher Leute ist, die peinliche, ekelige und unlustige Collagen, Spruchbilder usw. erstellen und die Mitglieder damit lächerlich machen und irgendwie meiner Meinung nach bloß stellen. Das Internet vergisst nichts, die Bilder sind und bleiben da.
Sie werden verfolgt, es wird ihnen aufgelauert, sie müssen überall präsent sein, immer Lächeln und gute Laune haben. Alle die etwas dagegen sagen, sie vielleicht sogar als Menschen sehen, haben nicht verstanden, dass Stars mit so was ja klar kommen müssen. Es sei doch völlig normal sich so zu verhalten, bei anderen Bands sei das schließlich auch so oder noch viel schlimmer. Es werden Forderungen gestellt, die mich nur mit dem Kopf schütteln lassen und nur noch nach dem eigenen Vorteil gelebt. Da frage ich mich, was passiert, wenn einer von ihnen mal „NEIN!“ sagt? Bricht dann das Chaos unter den Fans aus und diese Band ist dann böse? Nur… wahrscheinlich dürfen sie das nicht, das schadet dem Umsatz und dem Image.
Aber das alles ist irgendwie nebensächlich, wenn man die Musik hört, sie auf der Bühne oder im TV sieht oder die Menschen um sich hat, die man durch sie kennen gelernt hat.
Und dann kam so was…
Mir ging es ehrlich gesagt einfach nur schlecht. Ich war in meinen Gedanken versunken und wäre in diesem Moment lieber woanders gewesen. Meine Freundin bot mir dann an ein paar Schritte zu gehen und als ich außer Sichtweite war, konnte ich die Emotionen nicht mehr zurück halten. Auch wenn inzwischen aus der Trennung „nur“ eine Pause geworden war, ging es mir damit nicht wirklich besser. Und das erschreckte mich auch ein wenig. Wieso reagierte ich da so drauf und warum ging es mir damit so bescheiden? Das ist doch nur eine Band, die einfach nur Musik macht und die ich gerne auf den Konzerten sehe.
Irgendwie nicht… Kaum eine Band hat mich bisher so sehr beeinflusst (mal abgesehen von Take That und den BSB in meiner Teeny-Fangirlzeit) wie Sunrise Avenue.
Auch wenn sich das viele schlecht vorstellen können, aber die Band und die Musik sind eine Art bester Freund. Die Musik, die Konzerte, wenn man sie sieht, etwas von ihnen liest, ihr Verhalten, Erlebnisse und Situationen, sowie die Freunde die ich durch sie kennen gelernt habe sind ein ganzes Paket. Oft ist es tröstend wie, wenn jemand deine Hand hält oder dich umarmt, wenn man an etwas denkt oder ein Lied hört. Sie sind einfach da ohne anwesend zu sein, wenn es mir gut ging und besonders wenn es mir schlecht ging. Da passt die Bezeichnung Lifesavers wirklich gut, denn sie haben mich oft aus einem Tief geholt oder mich davor bewahrt in eins zu fallen. Mir durch schwere Zeiten geholfen, besonders im letzten Jahr bis jetzt.
Die Gefühle die mich da allerdings überwältigten, waren auch für mich überraschend. Es fühlte sich wie ein Verlust an und wenn ich eine Cartoon Figur wäre, läge mein Herz jetzt in kleinen Scherben vor mir. Ich war immer wieder den Tränen nahe und wusste nicht so recht wohin mit mir und diesen Gefühlen. Es kam mir echt so vor wie der Verlust eines guten Freundes und eines wichtigen Teils von mir.
Und das alles noch vor dem Konzert, das war irgendwie nicht fair. Der Gedanke, dass dieses das letzte Konzert der Tour war und ich nicht weiß wann es da weiter geht, ließ sich bis zum Einlass nicht wirklich verdrängen.
Um 18:22 beruhigte sich das ganze ein wenig, als Samu aus dem Backstage Bereich eine Notiz veröffentlichte. So wie es sich da anhörte, handelte es sich um eine Pause von ca. 8 Monaten da es keine Wintertour Anfang nächsten Jahres geben wird. Okay, ich denke damit kann ich leben.
Ich hoffe, dass diese Pause den ganzen Hype ein wenig herunter fahren wird, die Band intern wieder so zusammenfindet wie es vor The Voice mal war und sie auch uns wieder etwas näher kommen. Samu muss auch mal wieder runter kommen und vor allem brauchen alle mal ein bisschen Zeit für sich und ein wenig Distanz zueinander und zu dem was aus Sunrise Avenue inzwischen geworden ist. Es sollte wieder mehr der Spaß und die Liebe zu der Musik vorne stehen, als der nächste Medientermin oder der Profit. Ich denke es geht allen nicht wirklich gut damit, das hat man Anfang des Jahres deutlich gemerkt. Irgendwas stimmte da nicht und ich bin mir nicht sicher ob sich das wirklich geklärt hat. Vielleicht lag es auch da dran, dass hier wieder sehr wurde, dass alle zwar Mitglieder dieser Band sind, aber jeder doch einen anderen Status bzw. Rang hat. So etwas kann auf Dauer nicht gut gehen.
Auch wenn die Sommerkonzerte anders waren und dort auf der Bühne fast schon eine andere Band stand als im Februar, gönne ich ihnen diese Zeit um dann auch zu wissen was sie wollen und wie es in Zukunft weiter gehen soll. Ich wünsche mir, dass Samu wieder ein bisschen zu seinem alten Ich wieder findet und er die Ruhe bekommt die er nötig hat.
Das Konzert war toll, auch wenn immer wieder das Gefühl aufkam, dass sie sich für dieses quasi Abschiedskonzert extra ins Zeug legten. Die Setliste und der Ablauf waren genau wie die Konzerte zuvor, ich glaube da brauche ich mir hier auch nicht mit aufhalten.
Für mich persönlich war das ein sehr emotionales Konzert und ich habe es noch ein bisschen mehr genossen, als die vorigen. Welche Lieder mich diesmal wirklich zu Tränen gerührt haben, waren Welcome To My Life, Hurtsvilleund Hollywood Hills. Zwischendurch gab es immer wieder mal ein paar Momente, die konnte ich aber gut abfangen. Ich war nur froh, dass es nicht nur mir so ging, um mich herum waren viele die ähnlich fühlten und unsere Sunrise Jungs auf der Bühne blieben auch nicht verschont.
Ich habe selbst gemerkt, dass ich dieses Mal ein wenig mehr Samulastig war, ich habe ihn oft einfach beobachtet und diesmal auch mehr Fotos von ihm gemacht. (Was man bei meinen Fotos diesmal auch bemerkt.) Vielleicht wollte ich ergründen, was in ihm vor sich ging und mal wieder hinter die Show gucken.
Bei Riku ist so was ja immer recht schwer, wenn er die Augen zu macht, allerdings ist sein Lachen oder Lächeln meistens ein wenig echter und herzlicher als Samus. Jedenfalls ist mir das auf Fotos seit einiger Zeit immer wieder aufgefallen. Samu hat sich inzwischen ein Fotogesicht bzw. ein Fotolächeln angeschafft, wobei man meistens in seinen Augen noch sieht was da wirklich in ihm vor sich geht.
Viel zu schnell vergingen die knapp 95 Minuten (wenn ich mich nicht irre) und die Musik ging aus. Auf der Bühne standen nun ein paar lachende und glückliche Musiker, die sich verabschiedeten, aber mir nicht das Gefühl gaben, das wäre ein Abschied für länger.
Dennoch hat mich dieser Tag, das Konzert und jetzt das Ende so gekillt, dass ich da stand und das ganze Gefühlschaos irgendwie raus lassen musste. Ich kam mir zwar total dämlich, emotional und wie ein Fangirl der jüngeren Generation vor, es ging in diesem Moment aber nicht anders. Und irgendwie tat es auch gut.
Auch wenn ich nach dem Konzert immer wieder schniefend „Ich hasse diese Band.“ gesagt habe, hat mir das doch keiner abgenommen. Ich liebe diese Band und vielleicht hasse ich es manchmal wirklich, wie sehr ich sie liebe.
Dieser Text mag jetzt für einige wieder, ich nenne es mal besorgniserregend klingen, ich möchte doch noch anmerken, dass ich im Grunde ein recht ausgeglichener Mensch bin, mit genügend Freunden, anderen Hobbies und in keinster Weise Sunrise-Avenue-Suchtgefährdet bin. ? Na gut vielleicht ein bisschen oder schon ein bisschen mehr, ich meine da eher im krankhaften Bereich…. Und ein bisschen viel Gitarristen addicted… *lach*
Ich kann mein real Life leben und mich trotzdem in meinen Hobbies verlieren, einfach weil es so schön ist und Spaß macht.
Was ich selbst noch wichtig finde, wenn man etwas liebt, dann sollte man sich da von niemanden aufhalten lassen. Egal was andere sagen oder wie andere das finden, es ist mein persönliches Glück diese Band weiterhin auf diese meine Art und Weise zu unterstützen und mir ist die Meinung der anderen da egal. Die Band und die Menschen, die meine Freunde sind, sind mir unendlich wichtig und ich werde weiterhin hinter, neben oder vor ihnen stehen, kommt ganz drauf an was gerade gebraucht wird. Was auch heißt: Nach dieser Pause bin ich wieder da, am gewohnten Platz vor Riku. ♥

Dieser Artikel wurde von Sumikai-Music.com, bzw. Mia-Musik.de übernommen.

Sunrise Avenue

Sunrise Avenue Unholy Ground Tourstart in Helsinki

Nachdem Sunrise Avenue im Oktober letzten Jahres ihr 4. Studioalbum raus gebracht hatten, fing am 07.02.2014 die gleichnamige Unholy Ground Tour in Helsinki am 07.02.2014 an. Der Verkauf des Albums und auch der Verkauf der Konzertkarten lief sehr gut, lag dies doch zu einem großen Anteil an der Teilnahme des Frontmannes Samu Haber an der deutschen Version von The Voice.

Dort war er als Jurymitglied dabei und man mag es gar nicht Zufall nennen, begann die TV Ausstrahlung der Sendung am gleichen Tag an dem Unholy Ground in den Läden verkauft wurde. Dieses TV Format verschaffte der Band einen enormen Schubs auf der Erfolgsleiter und Samu Haber selbst erreichte ein neues Level an Bekannt- und Beliebtheit. Einige der Konzerte waren bereits ausverkauft und wo es möglich war, wurden die Shows noch in größere Hallen umgeplant.
Die Band hatte sich zu dem heutigen Anlass die gleiche Location wie Anfang 2013 zur Big Band Tour ausgesucht, die sich Circus nennt, mit einer Kapazität von etwa 1500 Plätzen.
In Helsinki ist alles ein bisschen anders als in Deutschland, da die Band einerseits in ihrem Heimatland nicht so bekannt ist und die Konzerte auch erst ab 18 sind. So konnte man sich beim Eintreffen in eine Liste eintragen und es wurde mit ein paar Sprachproblemen versucht das noch vor dem Einlass entsprechend und fair zu regeln. Tatsächlich musste man, als die Türen um 19 Uhr geöffnet wurden, den Ausweis vorzeigen und sollte auch noch zur Garderobe um die Jacken abzugeben. An sich war der Einlass ein wenig entspannter als in Deutschland, allerdings wurde auch hier gedrängelt und versucht sich eigene Vorteile zu verschaffen trotz der Liste. Das Publikum an sich war bunt gemischt, jedoch dominierten Finnen, Deutsche und Russen die ersten Reihen.
My First Band sollte um 20:30 anfangen, verspätete sich allerdings um einige Minuten. Mir persönlich gefiel der Musikstil, eine Mischung aus Electronic Dance Music, Psychedelic pop, Indie Rock und Indie Dance, nicht so wirklich und die Stimme von Sänger Antti Koivula sagte mir auch nicht besonders zu. Schmunzeln ließ mich jedoch der sehr eigenwillige Kleidungsstil der Mitglieder, die sehr körperbetonte Hose des Frontmannes und die sehr ausgeprägten Grimassen des Drummers Heikki Kytölä. Die Band wurde 2006 gegründet und war vor dieser Tour bereits bei zwei Konzerten der Out of style Tour für Sunrise Avenue als Vorband mit dabei. Im Management der Band ist, genau wie bei Sunrise Avenue, Mikko Saukkonen tätig. Auch Samu Haber ist in diesem Bereich mit dabei, was wahrscheinlich einen hohen Anteil ausmachte, warum My First Band Sunrise Avenue auf dieser Tour begleiten darf. Das 3. Album Corazon wurde am 30.05.2014 veröffentlicht.
Der ganze Ablauf hatte sich inzwischen um ca 15 Minuten nach hinten verschoben, deshalb betraten Sunrise Avenue erst um 21:45 die Bühne. Ich war sehr gespannt auf die Umsetzung, hieß es doch in einem Interview von Samu, dass dieses Album auf Liveauftritte ausgelegt war und alle Lieder auf der Bühne gut funktionierten.
Begonnen wurde das Konzert mit Unholy Ground, der Song, der dem Album seinen Namen gab. Der Sound und die Stimmen waren gut zu hören, jedoch war der Bass von Anfang an sehr stark eingestellt und das verzerrte und verrauschte einige Lieder. Teilweise konnte man die Schwingungen regelrecht fühlen und das minderte das Vergnügen etwas.
Man merkte der gesamten Band die Anspannung an und sie bemühten sich dieses erste Konzert ohne Zwischenfälle und Fehler zu spielen. Die Lautstärke aus dem Publikum hielt sich zunächst noch zurück, da sich alle erstmal auf die neue Show etwas einstellen mussten. Beim dritten Lied Lifesaver war das Eis gebrochen und die Menge begleitete Sänger Samu Haber textsicher und gut hörbar beim singen.
Bei Afraid Of The Midnight fehlten dem Frontmann kurzzeitig die richtigen Worte und er versuchte das mit dezenten husten und räuspern zu verbergen. Dies nahm ihm jedoch keiner ab, sorgte zusätzlich für einige Lacher und sein Grinsen nach diesem kleinen Texthänger machten den blonden Sänger sofort sympathisch.
Die ersten 20 Minuten vergingen schnell und inzwischen war die bereits erwähnte Anspannung auf der Bühne auch weniger geworden. Den zweiten Textaussetzer gab es beim 6. Lied Angels On A Rampage aus dem Out of Style Abum. Bei diesem Lied war das nicht das erste Mal und Samu Haber hatte sich schnell wieder gefangen. Bevor es mit den richtigen Zeilen weiter ging, zeigte er mit den Fingern eine 2 hoch und versuchte sich das Lachen zu verkneifen. Ganz Profi und als wäre nichts gewesen ging es mit den nächsten Songs weiter.
Die leisen Proteste nach der Frage auf englisch ob alle Finnisch sprechen wurden leider überhört. Alles was daher zwischendurch gesprochen wurde, konnte ich aufgrund meiner mangelnden finnisch Kenntnisse leider nicht verstehen und daher nur erahnen.
Die Setliste wurde natürlich von Unholy Ground dominiert, inclusive den Liedern der anderen 3 Alben, die bisher bei jedem Konzert dabei waren und einfach nicht fehlen durften.
Mit der Ballade Girl Like You wurden wieder etwas ruhige Töne angeschlagen. Keyboarder Osmo Ikonen und Samu Haber waren hierfür nur zu zweit auf der Bühne. Der Song erzählte eine Geschichte die beiden Bandmitgliedern sichtlich nahe ging und es wurde wieder deutlich, dass die Texte der Band keine ausgedachten Geschichten waren, sondern jemanden aus diesem Umkreis irgendwann wirklich passiert waren.
Im Vergleich zu den anderen Konzerten die Jahre zuvor, hielt sich die Band mit Interaktionen miteinander und Erzählungen zwischen den Liedern von Samu ziemlich zurück. Der Platz auf der kleinen Bühne reichte für große Wege nicht aus, jedoch hielt es Riku, Raul und Samu ungewohnt starr an ihren Mikros.
Bei Letters In The Sand forderte Samu die Menge auf ihm nachzusingen und es folgte ein paar mal „Letters in the sand“ was von den Fans brav nachgesungen wurde. Im Vergleich zu deutschen Konzerten in der Größe war es vergleichsweise leise, man hörte weniger Menschen mitsingen, positiv war allerdings, dass weniger gekreischt wurde.
Man merkte, dass man in Helsinki war, da immer wieder Rufe nach dem finnischen Eishockeyteam IFK laut wurden, von dem die Band und besonders der Frontmann Fan ist, um Samus Aufmerksamkeit zu bekommen.
Nach knapp einer Stunde verließ die Band die Bühne und kam nach ca einer Minute mit Riku Rajamaa wieder, der das Lied Hurtsville anspielte bevor der Rest mit einstieg. In der Zeit davor wurde zwar gejubelt und geklatscht, ich vernahm allerdings keine Rufe nach einer Zugabe.
Aufgeweckt wurde das Konzert durch den Evergreen Fairytale Gone Bad und es kam endlich wieder ein bisschen Leben in die Menge. Textsicher und erstaunlich laut wurde zunächst alleine gesungen und es hörte auch nicht auf, als Samu das Singen wieder aufnahm.
Das Konzert neigte sich dem Ende zu, als die Band sich erneut kurz verabschiedete und Osmo Ikonen alleine wieder kam um ein bisschen was Eigenes und dann das Intro zu Hollywood Hills zu spielen. Erstaunlicherweise schaffte es hier keiner wirklich zuzuhören, man vernahm Gemurmel und Gekreische und ich fragte mich warum dies gerade hier der Fall war. Mit diesem erfolgreichen Lied aus 2011, welches der Band in dem Jahr schon zu etwas mehr Bekanntheit verholfen hat und immer wieder im Radio gespielt wird endete das Konzert nach nur 80 Minuten.

Fazit:
Für die erste Show des Jahres mit dem neuen Album und einem neuen Konzept auf der Bühne hat mir das Konzert gut gefallen. Der Sound ist im Bereich Bass auf alle Fälle noch verbesserungswürdig und an die neue Lichtshow, die das Fotografieren etwas erschwert kann man sich auch gewöhnen. Zu bemängeln ist da allerdings der Fokus der deutlich auf den Frontmann gerichtet ist und die anderen Bandmitglieder schon ziemlich in den Schatten stellt.
Sonst fiel mir eben nur die Anspannung bei allen auf und ich hoffe, sie werden wieder etwas lockerer, wenn sie sich an das neue Programm und die Auftritte vor den Fans wieder gewöhnt haben.

Setlist und Links zu den Videos:

Unholy Ground
I can break your heart
Lifesaver
Afraid of the midnight
Little bit love
Angels on a rampage
Forever yours
I don´t dance
Girl like you
If I fall
Letters in the sand
Welcome to my life
Hurtsville
Fairytale gone bad
Osmo´s Intro
Hollywood Hills

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